Montag , 20 Mai 2019
Weltreise: Vietnam Tag 115-124

Weltreise: Vietnam Tag 115-124

Vietnam ist schon wieder Geschichte, gestern sind Annika und ich nämlich mit dem Bus nach Kambodscha gefahren. Dazu die Tage der erste Bericht. Nun aber erst der Bericht über die vergangenen Tage in Vietnam.

Am Donnerstag, den 6.2., ging aus dem bergigen Da Lat wieder an den Strand, nämlich nach Mui Ne. Mui Ne besteht nur aus einer 10 km langen Straße direkt am Strand und man findet dort fast nur Hotels und Restaurants. Außerdem ist hier eine Kite Surf Schule nach der anderen. Da wir erst um 13 Uhr aus Da Lat losgefahren sind, hatten wir noch etwas Zeit und sind im See, nur 3 Minuten von unserem Hotel entfernt, Tretboot gefahren und dann noch auf den Markt, wo es Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gab, aber auch Klamotten, Blumen und Souveniers.

Pünktlich um 13 Uhr ging es dann auf eine 4 stündige Fahrt nach Mui Ne. Die Fahrt war nicht zum schlafen geeignet, denn die Straße war furchtbar, bestand praktisch nur aus Schlaglöchern, dadurch wird man im Bus andauernd aus den Sitzen gehoben. In Mui Ne angekommen haben wir trotz „Tet“ ein sehr günstiges Hotel gefunden. Da waren wir positiv überrascht, da überall anders die Preise weiterhin angehoben worden sind. Da es schon dunkel war sind wir nur etwas die Straße rauf und runter gelaufen.

Strand und Dünen in Mui Ne

Freitag (7.2.) ging es schon früh morgens an den Strand und da blieben wir den ganzen Tag. Abends sind wir dann in eines der vielen Restaurants gegangen, wo man sich in einem Becken verschiedene Fische, Frösche, Garnelen, Krebse, und sogar Schildkröten aussuchen kann. Wir haben uns für einen Red Snapper entschieden, welcher dann für uns zubereitet wurde. Der ca. 1 kg Fisch kostet nur 3 € inkl. einer Portion Reis und Gemüse. Wir mussten dafür aber über eine Stunde warten. Der Fisch war aber sehr lecker.

Wir haben dann noch das Südafrikanische Pärchen aus Da Lat wiedergetroffen und haben uns gleich für den nächsten Abend verabredet.

Der Samstag bestand bis zum Mittag wieder aus Strand. Um 2 Uhr wurden wir dann von einem Jeep abgeholt und sind mit 5 anderen zusammen auf eine 4 stündige Tour zum Fairy Stream und den Sanddünen gefahren. Zuerst machten wir halt am Fairy Stream, welcher nur ein paar km weiter die Straße entlang liegt. Das ist ein kleiner Bach der an einer rotweissen Gebirgswand entlang führt Durch den Bach kann man durch laufen, da er nur gerade den roten sandigen Boden bedeckt und er ist meist nicht breiter als ein Meter. Das war ganz cool und nach 45 Minuten ging es weiter zu dem Hafen wo hunderte Fischerboote stehen, das sah grandios aus. Weiter ging es dann zu den etwa 40 km entfernten weißen Sanddünen.

Die Landschaft auf dem Weg dorthin sah richtig schön aus und wenn man die Zeit hat sollte man dort mit dem Roller entlang fahren, denn dann kann man richtig schöne Fotos machen. Bei den Dünen angekommen wird einem gleich angeboten für 30 Minuten mit dem Quad auf den Dünen herumzufahren. Ist natürlich ziemlich teuer und daher haben Annika und ich es gelassen und waren froh, denn so spannend sah das bei den anderen nicht aus und die sind oft im Sand stecken geblieben, geholfen hat keiner um da da wieder raus zu kommen. Wir haben uns aber mit Matten die Dünen runtergestürzt. War aber eher schleichen als richtiges rutschen.

Später haben wir rausgefunden das man die Matten eigentlich wachsen muss und es dann richtig zügig runtergeht, war dort aber nicht möglich. Die Dünen sind halt Dünen und daher nicht weiter spektakulär. Nach 30 Minuten ging es dann zur letzten Station und zwar zum Sonnenuntergang zu den roten Sanddünen, leider natürlich ziemlich überlaufen und es ist schwer einen schönen Platz zu finden wo man alleine ist. Trotzdem war es schön anzusehen, zumal man noch eine gute Sicht auf das Meer hat.

Als wir im Hotel zurück waren haben wir uns mit den Südafrikanern in deren Bungalow getroffen und Wein und Bier getrunken. Im Nachbarbungalow war ein anderes deutsches Paar die sich dann auch zu uns gesellt haben. Es war eine sehr lustige Runde und es ging dann noch etwas Essen. Am Restaurant haben wir dann mal wieder einen andere Reisenden wiedergetroffen, den wir bereits in 4 anderen Orten getroffen haben. Daraufhin haben er und seine Freundin sich auch noch zu uns gesetzt und so waren wir schließlich zu acht. Der Abend war sehr lustig und am nächsten Tag ging es dann weiter Ho-Chi-Minh Stadt.

Drei Nächte in Mui Me sind auch mehr als genug, da man außer Strand, evtl. Kite surfen und der Tour hier nichts machen kann.

Auf nach Saigon und zum Mekong-Delta
Sonntag Morgen (9.2.) ging es dann wieder im Bus nach Ho-Chi-Min Stadt, ins ehemalige Saigon. In Chinatown haben wir uns eine Unterkunft gesucht und sind abends zum Flughafen gefahren um Katharina, eine Freundin von Annika abzuholen. Sie ist eine Woche mit uns unterwegs gewesen. Der Flughafen ist sehr unspektakulär und ziemlich klein, da haben wir mehr erwartet. Wieder am Hotel angekommen haben wir gleich eine 2-Tages Tour durch den Mekong gebucht.

Es ging Montag (10.2.) früh los und wir fuhren mit einer ca. 25-köpfigen Gruppe in eine kleine Stadt am Mekong und sind dort mit einem Boot auf dem Fluss gefahren. Zwischendurch wurde immer wieder angehalten und etwas angesehen, unteranderem eine Coconut Candy Produktion, Puffreis Produktion und es gab einen kleinen Vorgeschmack auf den populären Floating Market in Can Tho am nächsten Tag. Der Markt findet auf dem Fluss statt und überall sind Boote, die überwiegend Obst verkaufen. Man fährt dann mit einem Boot von „Stand“ zu „Stand“.

Zum Mittag haben wir in einem kleinen Restaurant auf einer Insel im Mekong gehalten und am Ende gab es noch eine musikalische Musikeinlage auf vietnamesisch. Verstanden haben wir nichts, hörte sich aber gut an :). Danach ging es in kleinen 4-Mann Booten auf einen Kanal des Mekong, leider dauerte die Fahrt nur 5 Minuten und dann ging es wieder auf das größere Boot. Die Fahrt auf den kleinen Booten war zu kurz, dachte wir fahren mindestens eine halbe Stunde mit den kleinen Booten, die Umgebung war ringsum schön Grün.

Der erste Tag war dann auch rum und der Teil der Gruppe die nur eine Tagestour gebucht haben sind wieder Saigon gefahren, für uns und einige andere ging es weitere 2 Stunden nach Can Tho ins Hotel. Das Hotel war direkt am Hafen und war schon reinster Luxus im Vergleich zudem wo wir sonst schlafen. Abends ging es nur auf den Markt und was Essen.

Um 7:30 Uhr, am Dienstag (11.2.), ging es dann zum Floating Market. Das sah sehr cool aus mit den ganzen Booten und den riesigen Mengen an Obst darauf. Allerdings dachte ich es wäre noch um einiges Größer. Nachdem wir uns den Trubel angesehen haben ging es zu einer Reisnudel Produktion und einer Obstplantage. Das spannende bei der Plangage war, dass dort ein kleines Restaurant ist, wo es wieder spezielle Tiergerichte gab.

Dazu gehörten Vogel, Frosch, Ratte und Schlange. Da ich Frosch schon probiert hatte wagte ich mich an die Schlange und die Ratte. Als die Schlange vom Grill genommen wurde wurde wieder eine nachgelegt. Ich dachte erst die wäre bereits tot, aber sie lebte noch, und vorsichtig jetzt wird’s etwas ekelig, der Schlange wurde mit einer Zange der Kopf zerquetscht und dann auf den Grill gedrückt, sie zappelte noch etwas und dann wars vorbei. Schön ist das nicht gerade.

Überraschenderweise war das Fleisch nicht wie in Nha Trang eine Fleischmasse, sondern es sah nussig aus und schmeckte auch ähnlich. War sehr interessant, aber kein kulinarischer Hochgenuss. Die Ratte dagegen war sehr lecker und war schön mariniert.
Danach ging es wieder auf den Rückweg nach Saigon.

Die Tour hat uns dreien sehr gut gefallen und auch die ganzen Produktionen waren interessant. Die Produktionen sind natürlich nicht mit Deutschland zu vergleichen. Es wird in kleinen Hütten hergestellt und die Hygienebestimmungen sind natürlich ein etwas anderer Standard, wie man sich denken kann :).

Erkundung von Saigon und zu den Cu-Chi Tunnel
Da Katharina am Sonntag wieder von Saigon geflogen ist, haben wir uns die restlichen 5 Nächte in Saigon aufgehalten. Als wir nach der Mekong Tour wieder zurück waren, mussten wir uns wieder ein Hotel suchen und ganz zufällig haben wir ein sehr interessantes und mal was ganz anderes gefunden. Denn wir haben im ersten und vor kurzem eröffneten Kapsel-Hotel Vietnams geschlafen. In Japan sind diese Hotels schon länger verbreitet und langsam gibt es auch außerhalb Japans mehr von diesen Hotels.

Ich war sofort dabei und auch Annika und Katharina wollten das mal ausprobieren. Vorstellen muss man sich das wie ein Mehrbettzimmer, nur das die Betten in einer Kapsel sind und auf zwei Etagen liegen. Jeder hat also seine eigenen 4-Wände. Wir haben die etwas größere Kapsel genommen, welche jeweils 2,5m² groß waren, sitzen konnte man also drin. Auch die Ausstattung war klasse, eigener Flatscreen, Stecker und USB-Anschluss, Safe, drei verschiedene Lichter, eine Klimaanlage und natürlich Wifi.

Da Männer und Frauen getrennt schlafen, waren wir auf verschiedenen Etagen im Hotel. Das Gemeinschaftsbad sah zwar edel aus und man hatte eine große Dusche mit Regendusche, aber das Material war schlechte Qualität. Auf meiner Etage war wegen Verstopfung der Toiletten am Ende nur noch 2 von 4 Kabinen betretbar und bei den anderen beiden waren die Türschlösser kaputt, außerdem lagen die Kloschüsseln nur noch lose drauf und auch die Zahnpasta und Shampoo Spender fielen immer auseinander. Ich habe da kein Problem mit, aber trotzdem lustig mit anzusehen, wie schnell schon alles kaputt geht obwohl es ziemlich neu ist :). Hier könnt ihr euch die Kapseln des Hotels ansehen.

Da es uns allen gut gefallen hat haben wir gleich für die nächsten 4 Nächte gebucht. Mittwoch (12.2.) haben wir uns etwas in Saigon umgesehen und haben uns ein paar historische Gebäude angesehen und sind in einen weiteren Teil von Chinatown gefahren. Dieser ist ziemlich heruntergekommen und chaotischer. Mir gefiel der Trubel, den Mädels eher nicht so. Wir haben uns hier noch 2 Pagoden angesehen und sind dann zurück gefahren und haben für Donnerstag eine Tagestour zu einem Cao-Dai Tempel und den Cu-Chi Tunnel gebucht.

Donnerstag (13.2.) ging es dann erst auf einen drei Stunden Fahrt zum großen Cao-Dai Tempel, der sehr schön verziert war und wo gerade eine Predigt war die sehr interessant war. Man durfte zwar währenddessen in den Tempel, durfte aber nicht in den Innenbereich und konnte stattdessen von Balkonen oder vom hinteren Bereich des Tempels zusehen.

Nach der 45 Minuten sind wir zu den Cu-Chi Tunnel gefahren. Diese liegen im gleichnamigen Ort und ist ein über 200 km erstreckendes Tunnelsystem, das bis nach Saigon führt und beim Krieg der USA als Versteck diente. Über 16 000 Vietnamesen lebten zwischenzeitlich dort unten, wo es Küchen und Schlafräume gab. Die Tunnel waren so eng das nur die kleinen Vietnamesen durch passen. Wir konnten durch einen Teil der Höhle kriechen und krabbeln, welcher schon verbreitet worden ist und trotz dessen musste ich zwischenzeitlich krabbeln um durch zu kommen.

Schon extrem zu sehen wo die Menschen damals leben mussten und noch heftiger das die Tunnel eigentlich noch viel kleiner sind. Es ist sogar möglich mit Maschinengewehren an einem Schiesstand zu schießen, fanden wir sehr makaber. Hat aus unserer Gruppe auch keiner gemacht. Die Führung war sehr interessant und sollte man, wenn man hier ist, wirklich ansehen. Auf der Fahrt haben wir wieder ein deutsches Pärchen kennengelernt, mit denen wir uns abends dann noch getroffen haben um im Park ein paar Bier zu trinken und in Katharinas Geburtstag reinzufeiern.

Freitag (14.2.) war also Katharinas Geburtstag und sie und Annika haben einen Kochkurs gemacht, der wohl sehr gut gewesen sein soll. Ich hatte nicht so Lust drauf und habe einen weiteren Streifzug durch Chinatown gemacht. War da bis Mittag und es wurde nicht langweilig, sehr spannend der ganze Trubel, aber auch zum Teil sehr dreckig. Nach Kochkurs und Chinatown haben wir uns wieder getroffen und sind noch etwas in der Stadt rumgelaufen und haben uns unteranderem das Kriegsrestemuseum angesehen. Dort kann man unzählige Bilder, Waffen und Fahrzeuge, aus der Zeit des Vietnam Kriegs mit den Amerikaner sehen. Die Bilder sind zum Teil wirklich erschütternd, weil auch viele Opfer zu sehen sind die von dem Gift des Agent Orange Mittels entstellt wurden.

Samstag (15.2.) sind wir am wenig spektakulären Saigon River entlang gelaufen. Da Annika und Katharina noch shoppen wollten, bin ich in den Saigon Zoo gegangen. Der war überraschend gut und fast umsonst (ca. 0,40 €). Habe noch nie so aktive Orang-Utans gesehen, das gleiche mit den Tiger, Schimpansen und manch anderen Tieren. Manchmal hatte ich aber leider das Gefühl das in manchen Gehegen die Tierhaltung nicht ganz artgerecht war, wie etwa bei den Löwen. Am schlimmsten waren aber einige Zoobesucher, denn die haben die Tiere zum Teil mit ihren Milchpackungen gefüttert oder die Tiere mit Müll beworfen damit die sich bewegen. Wirklich schlimm. Insgesamt hat mir der Zoo aber gut gefallen und es gab eine hohe Artenvielfalt zu sehen.

Abends waren wir dann zum dritten Mal mal bei unserer liebsten Garküche von unserer liebevoll genannten „Omi“, die war echt super. Katharina brachten wir dann Abends zum Flughafen und für Annika und mich ging es gestern mit dem Bus weiter Phnom Penh in Kambodscha.

Bilder folgen leider später, gibt Probleme beim hochladen aufs Tablet.

Bis der Abschlussbericht aus Vietnam kommt, hier noch die andere beiden Berichte:
Vietnam Teil 1
Vietnam Teil 2

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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