Donnerstag , 21 März 2019
Weltreise: Vietnam Tag 110-114

Weltreise: Vietnam Tag 110-114

Zwei Drittel unseres Vietnams Aufenthalt sind rum und es gibt den nächsten Bericht.
Am Samstag Morgen, den 1. Februar, sind wir, und das deutschen Paar, in Nha Trang mit dem Nachtzug angekommen. Hier ist Sonne pur, ein laaaanger Sandstrand, eine ziemlich große Stadt und gefühlt sind 103% der Touristen aus Russland. Wenn man durch die Stadt läuft, trifft man an allen Ecken Russen und sogar die Speisekarten und Reisebüros sind auf Russisch und haben zum Teil russische Mitarbeiter. Nha Trang ist zudem der Strandspot hier in Vietnam.

Nachdem wir alle aus den Zug gestiegen sind, sind wir mit Sack und Pack durch die Stadt gelaufen. Bis zum Viertel mit den ganzen billigen Absteigen. Da aber derzeit „Tet“ sein Unwesen in Vietnam treibt werden die Preise für Transport und Unterkunft einfach mal mindestens verdoppelt. Wer ist aber dieser „Tet“, der an allem Schuld ist? Ganz einfach so wird das Vietnamesische Neujahr genannt und es ist fand vom 30. auf den 31. Januar statt.

Das Problem an „Tet“ ist, dass es nicht ein Tag lang gefeiert wird, nein es zieht sich bis zu 10 Tage hin. Viele Vietnamesen haben frei und fahren zu ihren Familien. Es ist auch nicht ganz einfach ein Hotel zu finden, viele sind ausgebucht oder zu teuer. Trotzdem haben wir nur nach kurzer Suche ein Zimmer für 4 Personen gefunden und zahlten dafür zu viert 40 $. Unsere beiden Weggefährten der letzten Tage wollten hier nur eine Nacht bleiben und sind am nächsten Tag weiter gereist. Annika und ich sind noch zwei Tage länger geblieben, dazu später mehr.

Nach kurzem ausruhen im Zimmer sind wir alle an den Strand gegangen und sind auch gemeinsam in der Sonne eingeschlafen. Resultat daraus war das 3 von 4 Sonnenbrand hatten. Annika war die Glücklich die keinen hatte, ist ja auch schön braun und verträgt die Sonne besser ;).

Abends ging es dann auf die Suche nach einem all-you-can-eat Büffet, denn wir hatten alle mächtigen Hunger und wie der Zufall es so will fanden wir eins, welches umgerechnet nur ca. 7 € kostete. Das Büffet war herrlich, es gab Unmengen an Auswahl. Ich liste nur mal die exotischen Dinge auf: verschiedenste Muscheln und Austern, Tintenfische, Garnelen, Vogel, Schlange, Frosch, Krokodil, Strauß und und und. Das Beste war das man am Tisch einen eigene kleinen Tongrill hatte und wir uns das alles selber zubereitet haben.

Ich habe es mir natürlich auch nicht nehmen lassen und alles probiert was auf dem Büffet war. Die Muscheln waren fast alle lecker und auch Schlange und Frosch kann ich nur empfehlen. Hier hielten wir uns fast drei Stunden auf und gingen dann gesättigt zu Bett.

Am nächsten Morgen (So. 2.2.) haben wir uns von den anderen beiden verabschiedet und Annika und ich haben uns dann wieder auf die Suche nach einem günstigeren Hotel für die nächsten beiden Nächte gemacht. Wir sprangen von Hotel zu Hotel und entweder war alles ausgebucht, nicht für zwei Tage etwas frei oder einfach zu teuer. Dann aber fanden wir doch noch eins und mit 25$ pro Nacht war es das günstigste was wir kriegen konnten.

Danach war es mal wieder Zeit für etwas Kultur und wir sind zu den Cham-Türmen von Po Nagar gefahren. Das sind Tempel, die etwas außerhalb der Stadtmitte sind. Von da hat man auch einen schönen Ausblick auf die Stadt, weil sie auf einen kleinen Hügel liegen. Danach war wieder Strand angesagt. Davor haben wir für den nächsten Tag noch eine Schnorcheltour gebucht. Nha Trang gilt auch als der Tauch und Schnorchelspot von Vietnam.

Am nächsten Tag (Mo. 3.2.) sind wir dann das erste mal auf unserer Reise Schnorcheln gegangen. Man fuhr erst 45 m mit einem Schiff, wo wir, mit ca. 20 Leuten, zu einer Insel fuhren. Die meisten an Bord sind richtig tauchen gegangen, aber nur mit einem der Tauchlehrer, nicht alleine. Wir und vier Franzosen sind dann alleine an der Küste der Insel schnorcheln gewesen. Leider waren sehr viele kleine Quallen da, welche aber immerhin nicht gefährlich sind.

Manche hatten wohl Nesseln, denn ein paar leicht brennende Stellen hatte ich auf meinen Körper verteilt, war jetzt aber nicht sonderlich schlimm. Es waren wirklich tolle Korallen zu sehen und auch Fische waren viele da. Manchmal große Schwärme von ziemlich großen Fischen, es waren auch Fische so bunt wie der Regenbogen zu sehen. Die Sicht war, direkt an der Küste, bestens und man konnte über 10 Meter weit sehen. Manchmal musste man aber durch einen Schwarm Quallen schwimmen, das störte etwas.

Im Vergleich zum Schnorcheln in Indonesien waren hier gefühlt weniger Fische, was aber daran lag das die in Indonesien mit Futter angelockt wurden und hier nicht. Die Korallen waren hier beeindruckender, leider waren aber auch durch die vielen Taucher viele Leute im Wasser unterwegs, daher bin ich immer etwas von der Menge weggeschwommen. Am Mittag gab es wieder lecker Essensbüffet an Bord und man konnte noch einige Male vom obersten Deck des Bootes ins Wasser springen, das war herrlich :).

Da Lat, umzingelt von Wasserfällen

Dienstag (4.2.) ging es für uns beide weiter auf eine fünfstündige Fahrt in das auf 1500 Meter hoch liegende Da Lat. Auch wenn es nur 140 km waren, braucht der Bus ewig, denn es geht die letzten 100 km überwiegend berghoch und der Bus fährt so wie es aussah auch nicht schneller als 30 km/h, schneller ging es oft nicht.

In Da Lat angekommen, was eine recht große Stadt ist mit über 200.000 Einwohnern, ging es wie üblich auf Hotelsuche, zu unserer Überraschung fanden wir trotz „Tet“ ein Zimmer für 20 $ pro Nacht, damit konnten wir wegen des Neujahrs gut mit leben. Da es noch früher Nachmittag war, ging es mit dem Bus zu den Datanla Wasserfällen, nur ein paar km außerhalb der Stadt. Die Wasserfälle sind aber Mega heftig überlaufen.

Ist ja auch klar, nicht weit Weg von der Stadt und somit natürlich ideal für Touristen zu erreichen und daher sind hier einige Marktstände und ein großes Restaurant. Auch eine Rodelbahn gibt es hier zu bestaunen. Insgesamt gibt es sieben Wasserfälle, erreichen kann man aber nur drei davon, die anderen sind glaube nur im Rahmen einer Tour zu sehen. Jedenfalls war der erste auch gleich sehr beeindruckend und war kräftig am fließen.

Dort war es aber auch voll mit Touristen und Leuten die gegen Bezahlung Fotos von dir vor den Wasserfällen machen. Das schmälert auch etwas den eigentlich tollen Wasserfall. Wenn man aber weiter runter geht und dem Fluss folgt kommt man zu den anderen beiden Wasserfällen die aber genauso beeindruckend sind, hier ist aber auf einmal so gut wie nichts mehr los, auch wenn es gerade mal 5 Minuten weiter ist.

Um zum dritten und letzten Wasserfall zu kommen, den man ohne Tour erreichen kann, muss man per Fahrstuhl, welcher dorthin gebaut worden ist, herunterfahren. Um runter zu fahren muss man noch 30.000 Dong, ca. 1 $, bezahlen. Im Preis inbegriffen ist auch eine sehr kurze Gondelfahrt die einen wieder nach oben bringt. Da wir dafür bezahlt haben sind wir auch mit gefahren ;). Nach den Wasserfällen haben wir nichts mehr gemacht.

Ein feuriger Weg zur Spitze des Lang Biang

In der Umgebung von Da Lat gibt es noch weitere zum Teil spektakuläre Wasserfälle, diese sind aber zum Teil 30 oder mehr km entfernt, die haben wir uns nicht mehr angesehen. Stattdessen ging es am nächsten Vormittag (5.2.) zur Lang Biang Bergkette. Die höchste Spitze liegt auf über 2200 Meter Höhe. Im Bus zum Berg haben wir die beiden Südafrikaner wiedergetroffen, die wir bereits auf der Fahrt nach Da Lat kennengelernt haben.

Am Eingang des Berges angekommen konnte man einen Jeep mieten der einen auf die Radarstation bringen kann, welche auf einer anderen Spitze der Bergkette ist. Mit einem Pferd kann man auch dort hoch reiten. Aber wir wollten aktiv sein und sind natürlich zum höchsten Punkt gewandert, welches aber nicht die Radarstation ist. Zur höchsten Stelle kommt man nur zu Fuß.

Glücklicherweise haben wir die Südafrikaner getroffen, denn die hatten eine ungefähre Ahnung wie der Wanderweg verläuft, den dieser ist wie sich herausstellte nicht ausgeschildert und es gibt keine detaillierte Karte. Also machten wir uns zu viert auf den 4,4 km langen Weg nach oben. Die Landschaft war sehr schön, es ging an Felder vorbei und als wir nach 20 Minuten in den Wald kamen sah es ein bisschen aus wie in einem Wald in Deutschland, denn der Wald bestand aus Nadelbäumen.

Der Weg war schön anstrengend, da es nur steil bergauf ging. Zwischendurch wussten wir nicht genau wo der Weg entlang führt, haben uns da auf unseren logischen Verstand verlassen, hat auch geklappt ;). Nach der Hälfte kamen wir auf eine Straße und ein paar Meter weiter konnte man den Weg weiter folgen, musste dann aber ein Kassenhäuschen passieren wo man 20.000 D (ca. 0,55 €) bezahlt um den Weg zur höchsten Erhebung erklimmen zu können. Der letzte Km ging dann durch richtigen Dschungel und es wurde noch steiler als vorher. Je näher man kam desto mehr Stufen kamen, die zum Teil dort hingebaut worden sind.

Als wir schon fast da waren kam uns ein Wanderer entgegen und sagte das wir besser nicht weitergehen sollten da oben ein Feuer ist und das zur Spitze zieht. Das oben ein Feuer ist haben wir schon zu Beginn des Weges gesehen. Da wir aber so kurz vor dem Ziel standen, sind wir trotzdem weitergegangen. 100 Meter vor der Spitze wurde der Rauch dichter und wir versuchten zu gucken wo das Feuer hinzieht und ob man überhaupt Flammen sehen konnte.

Da dies nicht der Fall war sind wir dann zur Spitze gegangen und sind da auch noch einige Zeit geblieben, es kamen auch immer weitere Wanderer und das Feuer hat sich auch nicht weiter ausgebreitet bzw. nicht in Richtung des Wanderweges. Oben hat uns dann auch eine tolle Aussicht erwartet. Der Weg runter ging schnell und auch vom Feuer war dort keine Spur. Sah also schlimmer aus als es war.

Es war wie wir später rausgefunden haben ein kontrolliertes Feuer, was wir uns auch schon dachten da der Berg sonst sicher gesperrt worden wäre. Wieder zurück in Da Lat sind wir nur noch zu viert etwas Essen gegangen und dann schnell duschen und ausruhen im Hotel. Als nächstes ging es dann nach Mui Ne, wieder an den Strand.

So das war es erstmal wieder. Zurzeit treiben wir uns, wie oben erwähnt in Mui Ne, wieder am Strand auf. Am Sonntag geht es dann weiter nach Ho-Chi-Minh Stadt, in das ehemalige Saigon.
Am Ende wieder einige bildliche Eindrücke, leider noch nicht vom Lang Biang, da die neue SD-Karte spinnt und nicht vom iPad erkannt werden kann. Die Folgen hoffe ich später.

Hier gehts noch zum ersten Vietnam Bericht.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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