Donnerstag , 21 März 2019
Weltreise: Vietnam Tag 102-109

Weltreise: Vietnam Tag 102-109

Es ist nun soweit ich melde mich das erste mal aus Vietnam. Mittlerweile sind Annika und ich 11 Tage in Vietnam unterwegs. Am Freitag, den 24.1., sind wir morgens in Hanoi gelandet. Diesmal mit dem Billigflieger von AirAsia, gab keine Probleme nur ein bisschen eng. Konnte im Flugzeug zum Glück ein bisschen schlafen, am Flughafen von Kuala Lumpur wo wir elf Stunden gewartet haben, habe ich die Nacht durchgemacht.

Schlafen war schwierig weil man sich nur auf den nackten Boden legen konnte und wir wurden auch um 0 Uhr aus dem Terminal gejagt, zusammen mit allen anderen Passagieren, weil die bis 3 Uhr zu machen. So waren dann alle draußen und haben sich dort einen Platz gesucht, zum Glück war es warm. Danach war ich auch nicht mehr müde um zu schlafen.

In Hanoi angekommen haben wir einen Shuttle genommen der uns zur Altstadt gebracht hat. Aufgrund des Verkehrs haben wir gut 2 Stunden gebraucht. Wir haben dann direkt ein günstiges Hotel gefunden und haben uns in der Altstadt umgesehen. Was direkt auffällt im Vergleich zu Kuala Lumpur ist das es deutlich lauter ist, wegen den unzähligen Rollern die hier rumfahren und es ein einziges Hupkonzert ist. Auch die Leute die hier überall mit Essen oder Souvenirs ihre Stände aufgebaut haben sind zum Teil extrem aufdringlich, ein „Nein“ kennen viele nicht. Man geht auch meistens auf der Straße, weil die Bürgersteige oft mit Rollern vollgestellt sind und man dort gar nicht laufen kann.

Wenn man über die Straße gehen will, wird es zum kleinen Abenteuer, denn wenn man warten will bis mal kein Roller oder Auto kommt dann wird man vergeblich warten. Heißt also Augen zu und durch. Es muss einfach Meter für Meter gehen, die Roller und Auto Fahrer fahren einfach weiter links und rechts an dir vorbei und man muss sich irgendwie durchschlängeln :).

Hanoi hat auch nicht wirklich spannende Sehenswürdigkeiten, man kann sich natürlich Museen oder Denkmäler ansehen, aber die interessierten uns nicht wirklich. Aber den ganzen Trubel hier anzusehen war schon spannend genug. Es gab dann auch gleich die erste vietnamesische Essensspezialität namens Pho, das ist Brühe mit Lemongrass, Rindfleisch und Reisnudeln, dazu werden Limetten und Chillis gereicht. Einfach, sehr lecker und natürlich günstig. In einem Reisebüro haben wir uns dann ein paar Ideen geholt, was wir die nächsten Tage machen. Da die Touren, die angeboten werden recht teuer sind, haben wir den ersten Trip alleine gemacht.

Fahren mit Einheimischen und eine 7 stündige Bootsfahrt bei 13 Grad

Samstag (25.1.) ging es nach nur einem Tag Hanoi, weiter in den Norden zum Ba Be Nationalpark. Dieser ist touristisch noch gar nicht überlaufen. Los ging es mit einer Taxifahrt zum nächsten Busbahnhof und von dort ging es mit einem Minibus auf eine 5 stündige Fahrt in die Region Bac Kan. Wir wussten nicht wirklich wo wir aussteigen mussten, also haben wir uns überraschen lassen. Problem ist auch das die wenigsten in Vietnam Englisch sprechen, oft nur in den Hotels oder nur Basics. Wir waren auch die einzigen Touris im Bus, sonst nur Einheimische.

Die Fahrt war ganz interessant, da wir immer mehr wurden und bei 20 Sitzplätzen waren wir irgendwann aber 30 Leute. Das hat mich an Guatemala zurück erinnert wo man sich auch wie im Hühnerkäfig gefühlt hat. Zwischendurch werden auch einfach mal Pakete, Briefe und andere Sachen hineingereicht die dann an einem anderen Ort jemanden in die Hand gedrückt werden, gegen Geld natürlich. Das Taxi ist also auch gleichzeitig die Post :). Manchmal steigt auch jemand aus, drückt jemandem Geld in die Hand und steigt wieder ein. Alles etwas dubios :).

Irgendwann haben sich ein paar aus dem Bus, von der Straße hineingereicht, eine Tüte Zuckerrohr gekauft. Da wir interessiert dabei zu sahen wie sie es aßen reichten sie uns auch ein paar Stangen. Zuerst beißt man die Rinde ab, starke Zähne vorausgesetzt, und dann lutscht man das Innenleben aus. War eine lustige und zuckerhaltige Angelegenheit :). In Bac Kan angekommen mussten wir in einen Minibus umsteigen und wieder über 2 Stunden fahren.

Als wir dann 17 km vor dem Nationalpark im der kleinen Stadt Cho Ra angekommen sind, war es bereits stockdunkel auch wenn es erst halb Acht war. Ab 18 Uhr gehts hier schon los mit dem Dunkel werden. Rein zufällig war im Bus eine Mitarbeiterin von einem Hotel in dem Ort und so sind wir ihr direkt gefolgt da wir vorher nichts gebucht haben. Ich bin immer noch der Meinung das die Mitarbeiterin nicht zufällig im Bus war sondern die irgendwie Spitz bekommen haben das Touris im Minibus sind :).

Am nächsten Morgen (26.1.) ging es dann auf eine 7 stündige Bootsfahrt, welche wir am Vorabend im Hotel noch gebucht haben. Leider war es ziemlich kalt, geschätzte 13 Grad. Das kleine Boot war nur mit Annika, mir und den Fahrer besetzt. Die Tour führte vom Fluss in Cho Ra in den See vom Ba Be Nationalpark. Vorbei an Dschungel und Bergen, ging es auch durch eine kleine Höhle bis wir schließlich bei einem kleinen Dorf, direkt am Fluss, halt machten. Das Dorf war weit Weg von jeder Zivilisation und es war sehr interessant zu sehen wie die hier leben.

Annika und ich sind dann zu Fuß zum Wasserfall gegangen der das Ziel der Reise war. War ganz schön mehr aber auch nicht. Dann ging es zu einem kleinen Restaurant in dem Dorf, welches für die Touris kocht die hier halt machen. Es war sehr lecker, es gab ein kleines Büffet auf unserem Tisch mit Frühlingsrollen, Hähnchen, Reis mit Sojasoße, Gemüse, Wurst und Omelette. Am Ende gab es noch einen selbstgebrannten Schnaps.

In der Flasche waren irgendwelche Sträucher drin, keine Ahnung was das war. Aber man konnte es trinken, es war nicht zu stark und blind bin ich bis heute nicht davon geworden. Nach dem Essen ging es wieder aufs Boot und zurück zum Hotel.
Insgesamt war die Tour etwas zu lang, weil vieles gleich aussah bzw. der Rückweg der gleiche und es einfach ziemlich kalt war.

Fahrt zur nebligen Ha Long Bucht

Um 6 Uhr morgens ging es dann wieder weiter nach Hanoi. Diesmal konnten wir aber durchfahren. Mittags in Hanoi angekommen, ging es direkt wieder zum Reisebüro wo wir unsere erste richtige Touritour gemacht haben. Es ging für 2 Tage und eine Nacht auf die Ha Long Bucht inkl. Essen, Transport, Kajaking und Fahrradtour.

Die Nacht haben wir noch in Hanoi verbracht und um 8 Uhr am Dienstag, den 28.1., ging es mit einem Minibus zum Hafen der Ha Long Bucht. Nach 4 Stunden sind wir angekommen und es präsentierte sich eine „wunderschöne“ Nebelwand vor uns und man konnte nur die 400! Boote sehen die im Hafen lagen.

An Bord, wo Platz für 48 Personen war, ging es dann mit 8! Leuten die die Tour gebucht haben, der 4 köpfigen Besatzung und unserem Guide. Zuerst gab es wieder lecker Essen (Garnelen, Tintenfisch, Reis, Hähnchen, Pommes etc.). Währenddessen ging es bereits zur Bucht und wir fuhren an großen Kalkfelsen vorbei. Nach dem Essen ging es an Deck und die Sicht wurde auch immer besser, etwas nebelig blieb es aber trotzdem.

Nach 2,5 Stunden stoppte das Boot und wir machten eine Kajak Tour durch den sogenannten Hidden Cave. Es ging durch eine kleine Höhle in einen dahinter von den Felsen umkesselten See. Für mich war es das erste Mal im Kajak und es war auch nach kurzem eingewöhnen sehr einfach. Im Kajak war ich zusammen mit Annika, die ja bereits auf dem Doubtful Sound in Neuseeland Kajak gefahren ist. Kajak fahren wird aber wohl nie meine Lieblingsaktivität werden :), so spannend fand ich es nicht. Die Aussicht war aber sehr schön.

Danach ging es dann weiter zu einer kleinen Insel, wo wir in Bungalows geschlafen haben, die wirklich Spitze waren. Leider war es zehn Grad zu kalt um die Location am Strand wirklich zu genießen. Abends gab es wieder lecker essen (Suppe, Garnelen, Tintenfisch, Austern, die super lecker waren, Hähnchen und Reis). Nach dem Essen ging es zum lustigen Karaoke singen bei einem kleinen Feuer.

Am nächsten Morgen sollte es eigentlich zum Fahrrad fahren auf die Insel Cat Ba gehen, da ich mich aber erkältet habe, habe ich es sein gelassen damit ich nicht die nächsten Tage durchhänge. Annika ist aber gefahren und es war wohl sehr gut, ein paar Berge und schön bergab. Ich bin mit dem Minibus schon zum Restaurant, auf der Insel, gefahren, wo es wieder ein reichhaltiges Essen gab. Auf Cat Ba haben wir uns vor der Fahrradtour noch den Hospital Cave angesehen. Dies ist eine natürliche Höhle die 1965 als Krankenhaus genutzt worden ist. Es gab dort eine kurze Führung, die aber sehr interessant war.

Mittags haben wir die anderen, die nicht zur Fahrradtour mit waren, am Hafen wieder getroffen wo wir mit einer Fähre zurück zum Festland gefahren sind.

Die Tour war sehr gut, auch wenn Annika und mir die Flsen nicht mehr so umgehauen haben, da wir ähnliches mittlerweile schon öfter gesehen haben. Dafür haben wir sehr nette Berliner kennengelernt.

Planänderung und ab nach Hoi An

Wir sind mit den anderen nicht mehr nach Hanoi gefahren, sondern haben uns einen Bus ins 3 Stunden entfernte Ninh Binh genommen. Dort war eigentlich der Plan den Nationalpark Tam Coc anzusehen. Allerdings haben wir im Bus beschlossen das wir direkt nach Hoi An weiterfahren, ca. 800 km von Ninh Binh entfernt.

Der Grund lag zum einen daran das wir gefühlt noch nicht richtig in Vietnam angekommen sind, was an den vielen und langen Busfahrten lag und zum anderen an dem deutschen Pärchen das wir im Bus kennengelernt haben. Die wollten direkt mit einem Nachtbus weiter nach Hoi An, diese kleine Stadt liegt mittig von Vietnam an der Küste. Also haben wir uns denen angeschlossen. Leider haben wir so ein paar Highlights ausgelassen, was zwar sehr schade ist, aber das wäre alles wieder mit unzählig langen Fahrten im Bus verbunden gewesen.

Es gibt also einen Grund wieder zu kommen.
In Ninh Binh konnten wir dann in einem Hotel direkt ein Nachtbus für den gleichen Abend buchen. Da die Besitzerin kein Wort Englisch konnte, habe ich endlich mal den Vietnam Reiseplaner auf dem iPad nutzen können, dort sind viele hilfreiche Sätze für unterwegs drin. Damit hat das dann bestens geklappt, ein hoch auf die Technik ;).

Der Bus kam dann um 21 Uhr am Hotel an und wir stiegen zu viert ein. Das Gute ist das dort Sitze drin sind wo man sich hinlegen kann und das in drei Reihen und über 2 Etagen. Ich musste mit der dreier Koje, ganz hinten, Vorlieb nehmen, wo auch schon ein Pärchen mit Kind drin lag. war ziemlich eng, aber dafür konnte ich meine Füße komplett ausstrecken. Insgesamt dauerte die Fahrt 10 Stunden und zwischen durch mussten wir auch noch den Bus wechseln. Geschlafen habe ich überraschend viel, was mich ziemlich wunderte, aber ich will mich nicht beschweren.

Happy New Year in Hoi An

Donnerstag Morgen (30.1.) um 8 Uhr sind wir in Hoi An angekommen und haben uns mit dem deutschen Pärchen zusammen ein Hotel gesucht. Nach duschen und kurzem entspannen auf dem Zimmer haben wir uns alle die Altstadt angesehen, weswegen man hier auch hinkommt, da diese wirklich sehr schön ist.

Die Altstadt liegt direkt an einem Fluss nähe der Küste und hat schöne kleine Lokale und viele Geschäfte mit Souvenirs, Kleidung und Kunsthandwerk. Am 31.1. ist auch das vietnamesische Neujahr und daher war die Stadt auch mit schönen Lampions und anderen Figuren, die Abends leuchten, dekoriert. Wir haben uns hier den ganzen Tag aufgehalten und gegessen und Bier getrunken. Endlich haben wir auch das wahrscheinlich günstigste Bier der Welt gefunden (Bia Hoi), das ist frischgezapftes in einem 0,3l Glas und kostet 4000 Dong (ca. 0,12 €). Zudem schmeckt es gut. Um 0 Uhr haben wir noch das Feuerwerk angesehen.

Wir sind hier nur eine Nacht geblieben und haben am Vortag noch einen Übernachtzug nach Nha Trang, dem Party- und Strandort in Vietnam, gebucht. Da dieser erst um 22 Uhr losfuhr hatten wir noch den ganzen Tag in Hoi An. Daher haben wir uns vier Fahrräder geliehen und zu dem Strand gefahren, allerdings war es nicht allzu warm und der Strand nicht sonderlich schön. Daher sind wir wieder zurück und haben den vorherigen Tag wiederholt ;).

Der Zug fuhr von einem Nachbarort (Da Nang)ab und so fuhren wir noch mit Taxi zum Bahnhof. Der Zug war überraschend bequem und besser als der Übernachtbus. Es gab drei Etagen in einer Sechserkabine und die Betten waren fast lang genug für mich, aber nur fast. Um 8:15 Uhr sind wir dann angekommen und wir haben uns, weiterhin zu viert, auf die Suche nach einem Hotel gemacht.
Das soll es aber erstmal gewesen sein.

Mittlerweile sind wir nach drei Tagen Nha Trang in Da Lat angekommen, dies liegt auf 1500 m Höhe und dort bleiben wir wohl 2 Nächte. Der Rest kommt im nächsten Bericht. Jetzt wieder ein paar Bilder:

Hier noch meine Abschlussberichte von den anderen Ländern:
2 Wochen Malaysia
1 Monat Neuseeland
7 Wochen Australien

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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