Dienstag , 17 September 2019
Weltreise: Thailand Tag 141-153

Weltreise: Thailand Tag 141-153

3 Wochen sind bereits vergangen seit Annika und ich in Thailand gelandet sind und über eine weitere liegen noch vor uns, Zeit also für einen kleinen Statusbericht.

Am Dienstag, den 4.3., ging es vom Flughafen Siem Reap nach Bangkok. Der Flug dauerte keine Stunde und so kamen wir Mittags in Bangkok an. Wir haben uns dann direkt zum Hauptbahnhof begeben und uns dort ein Hotel gesucht, da wir von dort die Tage mit dem Nachtzug weiter in den Norden nach Chiang Mai fahren wollten. Hotel war gefunden und wir haben uns dann in das in der Nähe liegende Chinatown begeben. Das wars auch schon für den Tag.

Mittwoch sind wir dann Richtung Innenstadt gegangen und haben die unzähligen Strassenstände ausprobiert, die mit Süßem und Fleisch zu Spottpreisen gelockt haben. Wir sind danach zum Wat Pho gegangen, ein Tempel in der Nähe des Flusses, der durch Bangkok fließt. Der war wirklich sehr schön und man hat die größte liegende Buddhastatue der Welt sehen können. Diese ist 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Danach wollten wir eigentlich den Königspalast ansehen, aber da der übertrieben teuer war und von außen recht viel Ähnlichkeit mit Wat Pho hatte sparten wir uns den. Wir sind dann noch etwas rumgelaufen und haben die Fähre über den Fluss in die Nähe unseres Hotels genommen. Bis dato waren wir sehr enttäuscht von Bangkok, weil es eine Stadt wie jede andere ist und wenig richtige Highlights hat.

Einen Tag mussten wir noch rumkriegen und so sind wir am Donnerstag (6.3.) wieder durch die Straßen gelaufen und haben die Strassenstände aufgesucht. Ich bin dann noch ins Imax gegangen und habe mir 300 Teil 2 angesehen, Film war ok, das 3D nicht berauschend trotz Imax, wovon ich mir mehr erwartet habe. Annika ist ein bisschen durch die Malls gelaufen. Unser Zug ging dann schließlich um 22 Uhr vom Hauptbahnhof Hua Lamphong nach Chiang Mai. Wir haben im Zug einen Liegeplatz gebucht mit Ventilator statt mit Klimanalge, da es deutlich günstiger war. Es hat auch gereicht, denn trotzdem haben wir in der Nacht fast gefroren.

Nach einer nie enden wollenden Zugfahrt sind wir schließlich um 14 Uhr, am Freitag, in Chiang Mai angekommen, also waren wir ganze 16 Stunden für ca. 700 km unterwegs.

Rafting, Elefantenreiten und Thai Boxen in Chiang Mai

Wir haben uns dann ein Hotel gesucht, uns etwas umgeguckt und die Touren studiert die hier angeboten werden. Wir haben uns für eine Ein-Tages-Tour mit Elefanten Reiten, Trekking zum Wasserfall und abschließenden Bamboo Rafting entschieden. Da ich unbedingt mal Thai Boxen live sehen wollte habe ich mir ein Ticket für das Stadium direkt in der Innenstadt geholt, es hat nur 400 Baht, also ca. 9 €, gekostet. Für Annika war das nichts.

Das Boxen war nicht schlecht, wobei man gesehen hat das es Amateur Kämpfe sind und zum Teil waren die Kämpfer nicht älter als 16 Jahre. Trotzdem war es ganz cool und es gab insgesamt 7 Kämpfe. Das Highlight war der Blind Kampf, dort standen sich 6 Kämpfer im Ring gegenüber, deren Augen verbunden waren. Das war mega lustig, weil die auch oft auf den Ringrichter eingeprügelt haben oder einfach gegen die Ringseile gekämpft haben. Nach 2,5 Stunden war es vorbei.

Am Samstag (8.3.) ging es dann los mit der Tour. Zunächst stand das Elefanten Reiten auf dem Programm, leider muss ich sagen das ich es bereut habe es zu machen. Es war zwar ganz cool und man ist ca. 20 Minuten auf dem Elefanten geritten, aber als wir gesehen haben wie die dort behandelt worden sind, war das nicht mehr schön. Leider mussten wir das bei einigen anderen Elefantencamps die wir auf der weiteren Reise gesehen haben, auch feststellen. Es nicht schön das mitanzusehen. Die Elefanten werden mit spitzen Sicheln, die an einem Stab festgemacht sind, geschlagen, sind an Ketten gelegt und haben keinen Bewegungsspielraum. Die Tiere sehen auch nicht glücklich aus. Habe mich dann auch etwas mehr informiert und viele Elefanten werden als Babys gefoltert und nicht gefüttert damit sie Kunststücke machen und sich reiten lassen. Daher werde ich das nie wieder machen. Wirklich traurig.

Der weitere Teil war aber sehr gut, wobei das Trekking zum Wasserfall kein Trekking war sondern ein kleiner halbstündiger Spaziergang. Die Umgebung auf den Bergen war trotzdem schön und der Wasserfall war echt gut. Man konnte von ca. 8-10 Meter Höhe ins Wasser springen, das war klasse :). Danach ging es weiter zum Bamboo Rafting. Die Boote bestanden einfach aus ein paar langen Bambusstangen, die zusammengebunden waren. Wir haben es uns dann zu viert darauf gemütlich gemacht, zusätzlich dem Steuermann. Man wurde auch nass, weil das Wasser zwischen den Bambusstangen hindurch kam. Die Fahrt dauerte knapp 60 Minuten und es ging durch kleine Stromschnellen und Felsen. Manchmal fehlte nicht viel und man wäre gekentert :). Das Rafting war das Highlight der Tour.

Pai – klein aber ein richtiges Highlight

Am Sonntag (9.3.) ging es dann weiter in das noch nördlichere Pai. Pai ist sehr überschaubar und hat nur eine richtige Hauptstraße wo sich das Leben abspielt, dort findet man viele Bars und Restaurants. Hier findet man auch wieder sehr viele Hippies. Wir haben uns an dem kleinen Fluss, ein Bungalow für einen Spottpreis genommen. Da man hier so gut trekken kann, haben wir uns gleich danach erkundigt und schließlich eine 2-tägige Tour mit Übernachtung in einem kleinen Bergdorf gebucht. Da es von Chiang Mai bis Pai nur 3 Stunden sind, hatten wir noch etwas Zeit und haben uns ein Roller geliehen, da Annika immer gerne Roller fährt, hatte sie das Gefährt unter Kontrolle zu bringen ;).

Wir haben dann eine 17 km lange Tour gemacht und uns einige Sachen angesehen. Unteranderem den Pai Canyon, der wirklich toll ist, zum Teil sehr schmal und um ihn weiter zu umqueren muss man auch etwas klettern, was nicht so einfach ist, weil es sehr rutschig war. Gut das ich keine Flip Flops anhatte. Die Aussicht auf die Berge und das Tal war toll, trotz des Rauches der zum steil in der Luft hängt, weil die Thailänder die Wälder roden, um zum Teil darauf Reis anzubauen. Das mit dem Rauch nervt leider etwas und vermiest die Aussicht etwas auch an den folgenden Tagen. Am Ende haben wir uns den Sonnenuntergang an der weißen Buddhastatue, an einem Berghang, angesehen.

Nächsten Morgen (10.3.) sind wir zu der Trekkingtour aufgebrochen. Wir sind zum Glück nur eine kleine Gruppe gewesen. Außer Annika und ich war noch Armin, ein Deutscher und die beiden Holländerinnen Anne und Esmeralda dabei. Zunächst ging es hinten auf der Ladefläche des Wagens zu einem kleinen Dorf, von wo aus wir auf eine 4 stündige Wanderung aufgebrochen sind, die uns an Plantagen vorbei führte, Wälder und immer auf und ab ging. Besonders Berg runter musste man aufpassen, da es durch das ganze Laub der Bäume sehr rutschig wurde.

Zwischendurch gab es Pausen wo wir gegessen haben oder Tee und Kaffee aus Bambustassen getrunken haben. Das war ganz cool, denn unser Guide hat die Tassen aus den Bambusrohren geschnitzt und auch das Wasser, in einem Rohr über einem kleinen Lagerfeuer, zum kochen gebracht. Spätnachmittags sind wir dann in einem kleinen Dorf angekommen und haben bei einer Familie im Nebenhaus geschlafen. Wir haben Vorort mit dem Guide zusammen etwas beim Essen vorbereiten geholfen und am Ende gab es lecker Curry mit Reis, Gemüse und Omelette. Abends haben wir dann noch Karten gespielt und zwischendurch gab es selbst gebrannten Whiskey, der auch ziemlich lecker war :).

Das Dorf lag mit dem Roller 1,5 Stunden von Pai entfernt und die Häuser waren sehr einfach gebaut und den Strom gab es nur aus kleinen Solarzellen. Eine Satellitenschüssel hatten die meisten aber trotzdem :). Der Schlafplatz für uns fünf war auch halb offen, da wir aber mehr als genug Decken hatten, mussten wir in der Nacht nicht frieren. Nachts kühlt es sich nämlich in den Bergen merklich ab, am Tag wird es aber trotzdem deutlich über 30 Grad.

Dienstag, den 11.3., ging es dann um 9 Uhr weiter, wieder ca. 4 Stunden wandern, aber einfacheres Terrain und nicht mehr so viel Berg auf und ab. Die Landschaft war wieder sehr schön und das trotz der Rauchschwaden der Brände und der Trockenzeit. In der Regenzeit ist hier alles am blühen, würde gerne sehen wie das dann hier aussieht. Wir haben ein paar mehr Pause gemacht da Esmeralda am Vortag etwas umgeknickt ist und den Fuss nicht mehr voll belasten konnte. Mittag gab es an einem kleinen Wasserfall, der nicht wie viele andere hier ohne Wasser ist, Nudeln mit Gemüse in Bananenblättern.

Im Wasserfall konnten wir noch etwas schwimmen und dann ging es weiter. Am frühen Nachmittag sind wir in einem anderen Dorf angekommen und wurden von einem Mann eingeladen und es gab wieder eine Kleinigkeit zu Essen und selbstgebrannten Whiskey. In den ganzen Dörfern wird übrigens deren eigene Sprache gesprochen und in jedem Dorf eine andere. Thailändisch verstehen die Einwohner nur zum Teil oder gar nicht.

Um zurück nach Pai zu kommen, ging es wieder auf die Ladefläche des Wagens vom Vortag zu dem wir von einem Einwohner gebracht worden sind. Abends sind wir dann mit Anne und Esmeralda noch etwas Essen gegangen. Ich könnte mir proteinreiche Maden :). Geschlafen haben wir wieder in dem Bungalow vom ersten Abend.

Mittwoch (12.3.) ging unser Bus nach Chiang Mai erst um 14 Uhr los und von da ging es mit einem Übernachtbus weiter nach Bangkok. Vorher ging es für mich noch auf eine Fahrradtour durch Pai und Umgebung. 7 Uhr ging es dann mit dem Mountainbike los. Annika ist im Bungalow geblieben. Es war zum Glück noch angenehm kühl und ich bin durch verschiedene kleine Dörfer gefahren, bin die 17 km Tour, die wir bereits mit dem Roller gefahren sind, abgefahren und es gab noch Abstecher zu Wasserfällen, die kein Wasser hatten :). Mittags war ich fix und alle wieder zurück. Es war sehr anstrengend, denn die 40 km gingen zum Teil sehr steil bergauf, aber es ging genauso steil wieder runter, leider waren die Straßen zum Teil sehr schlecht so das ich trotzdem sehr langsam runter fahren musste um nicht zu stürzen. Außerdem machte einem die Hitze sehr zu schaffen. Es war aber eine sehr schöne Fahrt und war mal wieder schön richtig Fahrrad zu fahren und so ausgepowert zu sein.

Pai ist ein richtiges Highlight, wunderschön, perfekt zum Trekking und auch eine Fahrt mit dem Fahrrad ist sehr zu empfehlen. Wer nach Thailand kommt und nicht nur an Strand möchte, muss hier hin.

Lange Fahrt nach Koh Samui und nicht so spannende Insel

Um 14 Uhr ging es dann mit dem Minibus drei Stunden nach Chiang Mai, wo wir etwas warten mussten und es dann mit einem Reisebus über 10 Stunden weiter nach Bangkok ging. Da es nur ein Seating Bus war, war das schlafen auch nicht so gemütlich ;). Morgens (13.3.) um 5 Uhr sind wir dann in Bangkok angekommen und haben am Hauptbahnhof direkt ein Zug, Bus und Fährticket nach Koh Samui gekauft.

Da die Fahrt mit dem Zug wieder Übernacht ging hatten wir noch den ganzen Tag Zeit. Da uns Bangkok ja nicht so gefallen hat, sind wir mit dem Zug in die frühere Hauptstadt Ayuttaya gefahren, welche nur 1,5 Stunden entfernt ist. Dort haben wir nicht soviel gemacht, außer uns ein paar Ruinen anzusehen und über einen kleinen Markt zu schlendern.

Viel mehr gibt es hier auch nicht zu sehen oder zu machen. Die Zeit haben wir also gut rumgekriegt und sind dann wieder nach Bangkok gefahren um unseren Zug zu bekommen. Wir haben extra nur Sitzplätze genommen, weil Schlafwagen deutlich teurer gewesen wäre, da es diesmal nur mit Klimaanlage gab. Wir hatten aber viel Platz bei unseren Sitzen und später hat dann jeder zwei Sitze zum schlafen gehabt, weil der Zug nicht voll war.

Nach weiteren 11 Stunden sind wir Freitag (14.3.) in Surah Thani angekommen, von wo es mit dem Bus 1,5 Stunden zum Pier ging. Zwischendurch musste unser Busfahrer noch Sprit für einen anderen Bus holen, weil der Sprit alle war :). Mit einem Katamaran ging es dann auf eine 45-minütige Fahrt nach Koh Samui. Dort angekommen ging es in einem Sammeltaxi weiter zur Chaweng Beach, wo der Tourispot ist. Dann ging es wieder auf Hotelsuche und nach gefühlten 100 Stunden konnten wir uns endlich an den Strand legen :).

Samstag sind wir dann ca. 65 km, mit dem Roller um die ganze Insel gefahren und haben uns verschiedene Sehenswürdigkeiten und Strände angesehen. Unteranderem ging es wieder zu einem Wasserfall, wo man schwimmen konnte. Am Ende des Tages sind wir zum Bamboo Grill gefahren, das ist das Restaurant von dem deutschen Auswanderer der vor ein paar Jahren bei VOX zu sehen war. Es waren natürlich nur Deutsche da und es gab typisch deutsches Essen, das war mal wieder schön :). Abends sind wir dann in eine Bar gegangen, wo ich mir auch endlich wieder live die Bundesliga ansehen konnte.

Am nächsten Tag habe ich mir wieder ein Mountainbike geliehen und Annika hat sich an den Strand gelegt und ist durch die Shoppingmeile gezogen. Nach nur ein paar Minuten Fahrt, bin ich bei einer Driving Range vorbeigefahren und habe dort spontan für ca. 3 € um die 100 Bälle abgeschlagen. Ich wollte das schon immer mal machen und da habe ich sofort zugeschlagen. Habe mir noch ein paar Tipps geben lassen, von den Thailänder der das da betreut, damit das auch vernünftig klappt. Nach ein paar Versuchen hatte ich den Dreh ganz gut raus und es gelangen mir einige schöne Bälle :).

Dann ging es weiter auf eine über 40 km lange Fahrt, die mich wieder Berg auf und ab führte. Leider bin ich auf dem Rückweg an der Hauptstraße entlang gefahren und habe daher den Weg zum Verleiher verpasst. Wäre nicht so schlimm, wenn ich durch den Umweg nicht auf dem steilsten Streckenabschnitt der Insel unterwegs gewesen wäre.

Zum Glück kam ich irgendwann an dem Aussichtspunkt an wo ich dann endlich merkte das ich zu weit war. Das hieß natürlich den ganzen Weg wieder zurück fahren. Da war war ich schon sehr fertig, zumal es noch steiler als in Pai war. Als ich das Fahrrad dann abgegeben habe, war ich komplett am Ende. Zum Glück war es etwa bewölkt und dadurch die Sonne nicht so am brennen. Die Abkühlung im Meer tat soooo gut :).

Insgesamt ist Koh Samui nicht wirklich zu empfehlen, natürlich sehr Touristisch und zum Feiern ganz gut geeignet, aber sonst ist außer Strand nicht viel zu machen. Klar es gibt einige schöne Aussichtspunkte, aber die gibt es wo anders auch. Die anderen beiden Inseln (Koh Tao und Koh Phangan), die auch schöner und ideal zum Schnorcheln sein sollen, haben wir uns nicht angesehen, weil die Touren dahin viel zu teuer waren.

Ein länger Bericht ist nun wieder zu Ende. Wir sind mittlerweile schon in Krabi gewesen und auf der traumhaften Insel Koh Phi Phi und sind über Phuket weiter nach Khao Lak gefahren, wo wir noch etwas bleiben. Der Rest der Thailandreise folgt dann im letzten Bericht aus Thailand. Am 2.4. geht es dann für ein paar Tage nach Hong Kong.
Hier noch einige Bilder:

Weitere Bilder der Reise gibt es bei Instagram.

Rückblick auf die anderen Länder der Reise:
Abschlussbericht Kambodscha
Abschlussbericht Vietnam
Abschlussbericht Malaysia Westküste
Abschlussbericht Neuseeland
Abschlussbericht Australien

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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