Samstag , 24 August 2019

Weltreise: Neuseeland Tag 56 – 60

So der nächste Bericht aus Neuseeland ist da. Annika und ich sind jetzt mittlerweile über 2,5 Wochen auf Neuseeland. Der letzte Bericht behandelte die ersten 5 Tage und dieser dreht sich um die nächsten 5 Tage.

Am Tag nach der Tongariro Crossing Tour (Dienstag 10.12.) mussten Annika, Philipp und ich weiter nach Wellington fahren. Da ich am Montag Morgen um 2:30 Uhr die Fähre nach Picton, zur Südinsel, nehmen musste. Daher sind wir dann ca. 4,5 Stunden zum südlichsten Zipfel der Nordinsel gefahren, mit Internetpauss im McDonalds ;). Da Annika und Philipp auf der Nordinsel geblieben sind, bis Philipp am 19.12. wieder zurück nach Deutschland geflogen ist, haben die beiden noch 2 Nächte in Wellington gebucht. Da ich mit dem Auto bereits so früh am Montag mit der Fähre fuhr, konnte ich mir die Übernachtung sparen. In Wellington sind wir dann etwas rumgelaufen und sind Abends Essen gegangen.

Gegen 22:30 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zum Fährterminal gemacht. Da ich schon so früh da war konnte ich mein Auto sehr weit vorne parken um dann später damit auf die Fähre zu fahren. Im Terminal hatte ich free Wifi und konnte wieder mal Bilder sichern. Habe mich noch mit einem Deutschen unterhalten und so ging die Zeit schnell rum. Eine Stunde vor Abfahrt ging es dann mit dem Auto auf die Fähre, war sehr unkompliziert und man wurde eingewiesen wo man parken sollte. Dann habe ich mich direkt nach ganz vorne im Passagierdeck gesetzt.

Da es dunkel war konnte man nichts von der tollen Umgebung sehen und auch als wir um ca. 6:30 Uhr in Picton angekommen sind, konnte man nur ein bisschen mehr sehen, weil gerade Sonnenaufgang war. Auf der Fähre hab ich etwas geschlafen, war aber kaputter als vorher. Mich ärgert es etwas das ich die Umgebung nicht sehen konnte, da die wirklich toll ist und man zwischen den ganzen kleinen Landzungen hindurchfährt.

Als ich dann von der Fähre runter war war es mittlerweile schon hell und das Wetter war gut, nur etwas bewölkt, bin dann ein bisschen in dem Ort und der Umgebung rumgefahren und habe mir die Landschaft angesehen, die ich von der Fähre ja nicht so wirklich gesehen habe. Danach habe ich mich auf den Weg in den kleinen Ort Anakawia gemacht. Dort beginnt der Queen Charlotte Walk, welcher eine insgesamt 75 km lange Wanderstrecke zum Queen Charlotte Sound ist und aus mehreren Abschnitten besteht. Der Queen Charlotte Sound ist übrigens ein Meeresarm von den Marlborough Sounds, welche aus Wasserwegen und kleinen Halbinseln bestehen.

Der Weg über die Straße war schon toll, da man über die Berge fährt hat man eine tolle Aussicht gehabt. Da ich mein Auto auf dem Parkplatz habe stehen lassen müssen, musste ich den Trackabschnitt wieder zurück gehen, da der gesamte Walk 25 Km beträgt und ich noch müde von der Fährfahrt war, habe ich mich gleich im Hostel daneben erkundigt ob ich hier ein Plätzchen für die Nacht finde. Das ging auch. Habe dann noch netterweise etwas Proviant vom Besitzer bekommen und dann ging die Wanderung los.

Der Weg war nicht so spannend, aber dafür war der Ausblick um so schöner, man fühlte sich ein bisschen wie in einer vergessenen Welt. Schönes blaues Wasser, grüne Hügellandschaften, Wälder und kleine Buchten. Als ich dann dann beim Ende des ersten Trackabschnitts war ging es den Weg wieder zurück, wo ich dann 2 Holländerinnen getroffen habe mit den ich dann ein weiter gegangen bin. Eine Stunde vor Ende bin ich dann aber noch in den Fluss gesprungen und bin geschwommen, das tat so gut und ich war ganz alleine.

Nach dem schwimmen und einem kleinem Picknick bin ich dann zum Hostel gegangen und mich mit einem älteren Ehepaar aus der Schweiz unterhalten. Abends habe ich dann den Sonnenuntergang am See angesehen und bin, als es dunkel war, noch die Glühwürmchen im Wald ansehen gegangen. Sieht aus als wären überall Sterne im Wald.

Auf zum Hobbit Drehort

Am nächsten Morgen (Donnerstag 12.12) ging es dann weiter Richtung Nelson, weiter entlang am nördlichen Zipfel der Südinsel, wo auch die meisten Sonnentage im Jahr auf Neuseeland sind. Vorher habe ich aber noch einen Stop bei der Pelorus Bridge gemacht. Vom Hotelbesitzer aus Anakawia habe ich den Tip bekommen dort zu halten. Dort ist ein Fluss wo man schwimmen kann und nebenbei wurden da Szenen aus dem zweiten Teil von der Hobbit gedreht. Als ich da war bin ich dann an den Fluss gegangen und habe mir das mal angesehen.

Da recht viel los war und anscheinend auch alle auf den Weg zu der Stelle waren wo man schwimmen kann, bin ich erstmal einen anderen Weg gefolgt und habe eine sehr schöne Stelle gefunden wo sich der Fluss gabelt und ein kleiner Wasserfall war. Da bin ich dann einfach hier ins Wasser gesprungen, welches auch sehr klar war und grünlich schimmerte. Ein paar Tage später habe ich mir Hobbit Teil 2 angesehen und habe genau die Stelle wieder erkannt wo die Szenen im Fluss gedreht worden sind, das war im Nachhinein ziemlich cool.

Nach der kleinen Erfrischung ging es weiter nach Nelson, eine der wenigen größeren Orte in Neuseeland mit etwa 50.000 Einwohnern. Hier habe ich nichts spannendes mehr gemacht.

Seelöwen und Hitch Hijker

Ich bin am Freitag (13.12) früh aufgebrochen und es ging weiter nach Takaka, kleiner und überschaubarer Ort. Eigentlich wollte ich dort nur eine Nacht bleiben, letztendlich waren es aber drei. Ich bin kurz vor Takaka einen sehr steilen Berg hochgefahren und habe mir einige Lookouts angesehen, von wo man tolle Ausblicke auf die Buchten und Berge hat.

In Takaka angekommen habe ich mir ein Hostel gesucht, welches das bisher beste war. Klein, nette Besitzer und jeden Morgen kostenloses und selbstgemachtes Müsli (war Mega lecker ;)), kostenloses wifi und coole Mitinsassen ;).

Ich bin vom Hostel dann direkt weiter gefahren an einen Strand ganz am Rand der Südinsel. Dort gibt es zwei große Felsformationen und habe einige Seelöwen gesehen. Außerdem kann man bei Ebbe sogar in kleine Caves in den Felsen gehen.

Auf den Weg dorthin habe ich zwei Hitch Hijker, bei uns sagt man Tramper ;), mitgenommen. Das Pärchen kommt aus Holland und waren mein Alter, sonst trifft man fast nur 19-21 Jährige die ihr Abi gerade fertig haben. Das lustige ist, dass sich dann herausstellte, das wir im gleichen Hostel sind und sogar im selben Zimmer schlafen :).

Als wir an dem Strand angekommen sind herrschte Ebbe und wir konnten tief runter gehen. Wir haben auch direkt Seelöwen am Strand gesehen und konnten ganz nah rangehen und diese die ganze Zeit aus nächster Nähe beobachten. Auch die Felsformation und der schwarze Wüstenartige Strand sah sehr cool aus. Am Abend haben wir uns dann richtig geile Wraps gemacht und es gab Bier und Wein.

Kleine aber feine Walks

Samstag (14.12.) Morgen habe ich dann erst mal für eine weitere Nacht gebucht und habe erstmal ein chilligen gemacht und mir den Markt angesehen. Dann habe ich noch in der Umgebung ein paar Ecken angeschaut. Darunter eine Felsschlucht wo wohl auch Szenen von Herr der Ringe gedreht worden sind. Das Highlight war aber der Walk zu den Wainui Wasserfällen, habe nichts über den gelesen oder gehört, aber da der Weg nicht so lang war und ich nichts besseres vor hatte bin ich hingegangen.

Gute Entscheidung, auch wenn der Weg hin und zurück nicht mal 1,5 Stunden dauerte, gehörte er zu den besten Walks. Denn der Weg war abwechslungsreich und ein kleines Abenteuer. Man konnte über kleine Flussläufe springen, etwas klettern und eine sehr coole Hänge- und Schwingbrücke rübergehen. Auf diese durfte nur eine Person gleichzeitig und war wirklich ziemlich am schwingen. Auch zum Fluss konnte man runtergehen, was aber nicht der offizielle Weg war und auch etwas schwierig war wieder hochzukommen ;). Hab es aber geschafft. Am Ende kam man dann zum Wasserfall der die Wanderung dann zum absolut positiven abgerundet hat.

Danach ging es noch zu einer Wasserquelle, welche das klarste Wasser hat welches ich bisher gesehen habe. Man konnte bis auf den 5 Meter tiefen Boden gucken. Zudem hat das Wasser zum Teil hellblau und grünlich geschimmert.

Spätnachmittags ging es dann mit zwei Deutschen, mit denen ich aber nur englisch gesprochen habe, ins Kino zu „Der Hobbit 2“. Kann man sich auf jedenfall ansehen.

Annika und Philipp haben sich in der Zwischenzeit die Bay of Islands im Norden der Nordinsel angesehen. Dort sind viele viele kleine Inseln die man sich auf einer Bootstour ansehen kann. Die Busfahrt von Wellington nach Auckland hat für die beiden 12 Stunden gedauert und dann ging es gleich weiter nach Pahia zu den Inseln und weitere 4 Stunden Busfahrt.

So der Bericht hat glaube Rekordlänge und wird daher wieder unterbrochen ;). Ich verspreche der nächste wird kürzer :).

Hier nun wieder einige bildliche Eindrücke:

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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