Samstag , 24 August 2019
Weltreise: Malaysia Tag 93-101

Weltreise: Malaysia Tag 93-101

So Annikas und mein erster Aufenthalt in Malaysia ist fast zu Ende und wir warten hier am Flughafen von Kuala Lumpur darauf das der Flieger uns morgen um 6:15 Uhr nach Hanoi, Vietnam, bringt. Bis es den ersten Bericht aus Vietnam gibt, gibt es nun erstmal den zweiten und letzten Bericht aus Malaysia.

Vor 9 Tagen (Mittwoch, 15.1.) sind wir von der kleinen Insel Pangkor zu der großen Insel Penang gefahren. Hier sind wir ganze 5 Nächte geblieben. Auf unserer, bisher über drei Monate dauernden Reise sind wir nirgends länger als 3 Nächte geblieben und jetzt sind wir gleich 5 Nächte am Stück am gleichen Ort verharrt.

Penang ist zwar eine große Insel, allerdings ist Strandurlaub hier eher nicht zu empfehlen, dafür sollte man nach Pangkor fahren. Hier findet man Kuala Lumpur in klein wieder. Denn auf Penang gibt es eine ziemlich große Stadt namens Georgetown und es ragen auch vereinzelt Wolkenkratzer in die Höhe. Da uns Kuala Lumpur ja nicht so gefallen hat, könnte man meinen das es hier genauso ist, aber das Gegenteil ist der Fall. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Hier kann man locker eine ganze Woche bleiben ohne das es langweilig wird.

Denn über Wandern, Tempelbesichtigungen und weiteren kulturellen Aktivitäten, kann man auch an Strand gehen und vor alle dem Essen ;). Penang hat laut dem Lonely Planet und einigen anderen Magazinen ein herausragendes Angebot an Essensmöglichkeiten, besonders das Strassenessen ist damit gemeint, aber der Reihe nach.

Am Mittwoch sind wir also am Hafen von Butterworth angekommen und sind dann direkt mit der Fähre nach Georgetown auf Penang gefahren. Es war, wie die nächsten Tage auch, wieder sehr heiß, wohl immer so über 30 Grad. Nach der nur 10 minütigen Fahrt sind wir direkt Richtung Chinatown gegangen um uns eine billige Bleibe zu organisieren. Wir haben uns dann direkt ein „Hotel“ an der Jalan Chulia, gegenüber der Love Lane ;), geangelt.

Bisher konnten wir den Zimmerpreis immer ohne Probleme nach unten handeln, dies war nun ber leider nicht möglich. Denn am 17.1. ist das hinduistische Fest Thaipusam gewesen und daher war auch viel los und man musste den vorgegebenen Preis zahlen (50 Ringgit/Zimmer und Nacht, ca. 11 €). Wir haben an dem Tag auch nichts besonderes gemacht, außer ein bisschen Chinatown und Little India angesehen und uns dann zu einem Food Court in einem Einkaufscenter begeben. Food Courts gibt es hier und allgemein in Asien einige, man kann es sich vorstellen als einen Markt aus Essensständen. In der Mitte sind Sitzmöglichkeiten und drum herum tummeln sich viele kleine Stände mit ihren Köstlichkeiten und in der Regel zu sehr günstigen Preisen von 3-15 Ringgit, also ca. 1-3 €. Es ging danach ins Hotel zurück und es wurde wieder fleißig Romme gespielt.

Auf zum Penang Hill, ein bisschen Kultur und zum Strand

Donnerstag (16.1.) ging es dann mit dem Bus zur Penang Hill Zugstation. Der Penang Hill ist der größte Hügel auf Penang mit über 800 Meter Höhe. Man kann entweder mit einem Zug zur Spitze fahren oder auch vom Botanischen Garten aus durch den Dschungel oder entlang der Straße hoch zur Spitze gehen. Wir haben uns erstmal dafür entschieden mit dem Zug zu fahren, weil wir zum Botanischen Garten noch weiter mit dem Bus hätten fahren müssen. Oben angekommen konnte man über die gesamte Stadt gucken, allerdings war es ziemlich diesig und die Aussicht war nicht so spektakulär. Auf dem Berg gibt es eine Mosche, einen hinduistischen Tempel, ein Garten und einige andere kleinere Attraktionen.

Insgesamt war es dort aber nicht so interessant. Daher haben wir uns recht schnell wieder auf den Weg mach unten begeben, allerdings zu Fuss und entlang der Straße. Der Dschungelweg wurde uns abgeraten, warum wissen wir nicht. Es ging dann ca. 5 km Berg unter und das auch sehr steil. Am Botanischen Garten angekommen sind wir die Straße runter und zufällig über einen indischen Markt gelaufen, der wegen des Thaipusam Festes dort war, später fanden wir heraus das dort auch der wichtigste hinduistische Tempel der Stadt war. Auf dem Markt habe ich mir allerhand Snacks gekauft, wie ihr unten auf einem Bild sehen könnt. Wir haben Abends dann noch etwas indisches bei unserem Hotel in der Nähe an der Straße gegessen und es war seeehr scharf. Den Abend haben wir ausklingen lassen indem wir wieder einen Tatort gesehen haben ;).

Der nächste Tag (Freitag, 17.1.) war geprägt von Kultur, Strand und Essen ;). Nach dem wir ausgeschlafen haben ging es zum Fort Cornwallis, direkt am Hafen. Das ist früher ein Fort der Holländer gewesen, spannend war das nicht so wirklich weil man auch nicht viel zu sehen hatte. Es ging dann weiter zu dem bekanntesten Clan Haus der Chinesen auf Penang, dem Khoo Kongsi. Dies ist ein wirklich schönes Haus, dekoriert mit Steinbildern, Verzierungen, Statuen und bunten Lampen. Im Haus selber findet man große Zeichnungen an den Wänden und ein Gebetsschrein. An den Seiteneingängen gelangt man zu einer Ausstellung und erfährt alles über die Geschichte des Hauses und des Clans. Das war wirklich interessant und schön anzusehen.

Nach dem kulturellen Teil, ging es dann an den beliebtesten Strand hier, Batu Ferringhi. Der Strand ist sehr lang, das Wasser aber nicht sonderlich sauber und auch an sich ist der Strandanschnitt nichts spektakuläres. Hier wird vor allem Parasailing und Massagen am Strand angeboten. Wir haben uns hier nur ein paar Stunden an den Strand gelegt und zur Abkühlung ging es ab und zu ins Wasser. Abends sind wir zu einem anderen Food Court direkt in der Nähe gegangen, dort haben wir die anderen beiden Tage auch gegessen. Hier war es wirklich toll, nettes Ambiente, gute Musik und natürlich eine große Auswahl an tollem Essen. Es gibt unzählige Nudel und Reisgerichte, Suppen und exotische Fleisch- und Fischspezialitäten (Stachelrochen, Frosch, Tintenfisch und und und). Da es so günstig war und meistens auch lecker aussah, holte ich mir an vier Ständen etwas (Ente, Bencurd irgendetwas Tofuartiges, Chicken Crossies und eine Art Waffeldessert mit Erdnüssen). Alles sehr lecker :).

Wandern im Penang Nationalpark

Der Samstag (18.1.) ist geprägt gewesen vom wandern. Denn im Norden der Insel gibt es einen schönen Nationalpark, wo man zwei Wanderungen machen kann. Der eine führt mitten durch den Dschungel zur Turtle Beach, wo auch ein Schildkröten Sanctury ist. Der andere führt zum Monkey Beach auch durch den Dschungel, aber das Wasser ist meist nicht sehr weit entfernt. Diesen haben wir gewählt. Der Weg war sehr cool, denn es ging hoch und runter und man musste über Stock und Stein laufen. Tiere haben wir nur vereinzelt gesehen, ein paar Affen, Rieseneichhörnchen und eine Riesen Echse, die schätzungsweise 2,5 Meter lang und sehr dick war.

Am Monkey Beach angekommen, der ziemlich vermüllt ist, herrschte schon ordentlich betrieb was Touristen angeht, denn man kann auch mit dem Boot dort hinfahren. Wir sind nach kurzer Pause weiter zu einem Leuchtturm gegangen. Es ging sehr steil dorthin, aber hauptsächlich über Stufen. Am Leuchtturm angekommen konnte man auch dort hinauf gehen und die Aussicht über den Nationalpark ansehen. Am Ende ging ich noch schnell ins Meer und dann ging es auch wieder auf den Rückweg. Als wir wieder am Hotel waren, waren wir ziemlich erledigt, es war ja auch ziemlich heiß, wobei der Dschungel uns oft vor der direkten Sonne geschützt hat. Nach ein paar Runden Romme und einem Bier in der Hotelbar, wobei man sich keine richtige Bar vorstellen darf, es gibt nur ein paar Tische und man bekommt Dosenbier serviert, ging es wieder zum Food Court und ich habe Stachelrochen gegessen, das Fleisch hat nicht sonderlich viel Eigengeschmack, aber es war gut gewürzt und die Soße war auch lecker.

Besuch des tollen buddhistischen Tempel Kek Lok Si

Eigentlich war nur geplant für 4 Nächte hier zu bleiben, aber wir entschieden uns spontan noch eine Nacht dran zu hängen. Am Sonntag, den 19.1., haben wir dann den buddhistischen Tempel Kek Lok Si besichtigt, dieser ist riesig und ein beeindruckender und schöner noch dazu. Zuerst muss man sich durch die ganzen Souvenirstände kämpfen, danach gelangt man zu einem großen Becken mit hunderten Schildkröten drin, das alleine war schon den Besuch wert. Dann ging es endlich zum Tempel, beschreiben ist schwierig daher einfach die Bilder unten ansehen :). Zu einer großen Bronzestatue musste man noch mit einem kleinen Zug fahren, der einen dort hochgefahren hat. Es war wirklich sehr beeindruckend und der mit Abstand schönste Tempel den ich bisher gesehen habe.

Zum Abschluss unseres Penang Aufenthalts ging es wieder mal in den Food Court. Richtig Hunger hatten wir nicht da wir schon einen Burger bzw. Hot Dog bei einem Stand an unserem Hotel gegessen haben, aber wir sind trotzdem hingegangen. Ich musste ja noch ein paar Sachen probieren ;). Ich habe mir dort also noch eine sehr leckere Ente bei dem Stand von Mr Lim geholt und danach gab es ein leckeres Mandelcroissant und Waffelteig mit Kokos.

Cameron Highlands mit seinen tollen Dschungelwegen

Unsere letzte Station sind die Cameron Highlands bei Tanah Rata, im Zentrum von Malaysia, gewesen. Wir sind am Montag (20.1.) 5 Stunden mit dem Bus von Penang gefahren und sind drei Nächte hier geblieben. Tanah Rata ist sehr klein und das Zentrum besteht aus einer 500 Meter langen Straße, wo man Restaurants und Kiosks findet. Wir haben uns dann in einer Parallelstrasse ein Zimmer gesucht und auch ein sehr günstiges gefunden. Wir haben nichts aktives mehr gemacht und haben uns nur über die verschiedenen Wanderwege informiert und haben uns ein paar Bier gekauft, da es hier so günstig war wie noch nirgends anders auf Malaysia ;).

Das Wetter war die drei Tage perfekt, es war überwiegend blauer Himmel und kein Regen, der hier normalerweise sehr oft herrscht. Die Temperaturen waren geschätzt nur um die 20 Grad, aber das war nicht so schlimm, hauptsache kein Regen.

Dienstag Morgen ging es früh mit dem Taxi, in den 5 km entfernten Nebenort Brinchang, zum Start des bekanntesten Walks hier. Das Ziel ist die Spitze eines der höchsten Berge Malaysias, des etwas über 2000 Meter hohen Gunung Brinchang. Der Weg führt steil hoch und geht mitten durch den Dschungel. Der Weg ist aber gut zu erkennen und ab und an sind Markierungen zu sehen. Der Weg war sehr cool, da es immer Berg auf ging, man oft klettern und über die ganzen Baumwurzeln und Bäume klettern musste. Der Boden war zum Teil sehr schlammig, was besonders Annika zu spüren bekam, denn plötzlich steckte ihr halber Unterschenkel drin ;). Oben angekommen, konnte man über den Dschungel und einige Plantagen sehen. Hier gibt es viele davon, besonders Tee und Erdbeeren werden hier angebaut, aber auch verschiedene Gemüsesorten.

Runter ging es an der Straße entlang, dort kam man noch am Mossy Forest vorbei, welcher normalerweise sehr nebelig ist und die Bäume sind voll mit Moos, daher auch der Name. Es ging dann weiter die Straße runter bis wir zu den bekannten Teeplantagen gekommen sind. Das ist ein toller Anblick, überall hat man die grünen Teeplantagen an den Hängen der Hügel gesehen. Unterwegs haben wir noch ein paar andere Traveller getroffen, die wir schon während der Wanderung zum Berg getroffen haben. Mit denen sind wir bis zur Hauptstraße gegangen und haben uns gemeinsam ein Taxi genommen. Wieder in Tanah Rata angekommen, gingen wir etwas essen und uns ausruhen.

Am Mittwoch (22.1.) sind wir zu den recht unspektakulären Robinson Falls gegangen, wo auch recht viel Müll lag, ein allgemeines Problem in Malaysia. Der Wasserfall war auch gleich nach Beginn des Walks erreicht, daher sind wir den Weg noch weiter zum Wasserkraftwerk gegangen. Der Weg war auch sehr abwechslungsreich, da es steil nach unten ging und man vorsichtig sein musste, weil es manchmal ziemlich rutschig war und öfters mal Bäume im Weg lagen. Beim Kraftwerk angekommen hatte man einen ganz netten Blick auf Plantagen und auch auf das braune Wasser des Kraftwerkes :). Der Weg musste auch wieder zurückgegangen werden, so ging es den Weg komplett bergauf, was sich allerdings als deutlich einfacher und schneller rausstellte als umgekehrt.

Da der Tag noch jung war ging es noch zu den Parit Falls, das war nur ein 15 minütiger Walk und die Wasserfälle waren ziemlich enttäuschend. Im kleinen Park von Tanah Rata entspannten wir beim Karten spielen.

Langes warten am Flughafen von Kuala Lumpur

Heute (23.1.) nahmen wir nun den Bus um 11 Uhr nach Kuala Lumpur. Die Fahrt dauerte knapp 4 Stunden. Unser Flug führt uns Freitag (24.1.) vom LCCT Flughafen (dort fliegen die Billigflieger ab), nach Hanoi. Da wir heute schon um 15 Uhr in der Hauptstadt angekommen sind haben wir also noch massig Zeit. Seitdem versuchen wir die Zeit irgendwie totzuschlagen. In der Stadt sind wir bis ca. 18 Uhr geblieben und seit 19:30 Uhr warten wir auf dem Flughafen. Noch liegen einige Stunden vor uns und wir werden versuchen etwas zu schlafen, leider gibt es hier keine Bänke worauf man sich legen könnte, daher bleibt nur der kalte Boden. Die wenigen Stühle sind schon belegt ;(. Immerhin sparen wir uns dadurch eine Hotelübernachtung.

So das waren dann also die letzten Worte aus Malaysia. Nun Folgen etwas mehr als 3 Wochen Vietnam, worauf ich mich schon seit Beginn der Reise freue. Ein Abschlussbericht von Malaysia folgt wie immer in ein paar Tagen und bis dahin gibt es hier hoch ein paar Bilder:

Hier gibt es noch den ersten Bericht aus Malaysia.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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