Samstag , 24 August 2019
Weltreise: Kambodscha Tag 133-142

Weltreise: Kambodscha Tag 133-142

Der letzte der Teil der zweiwöchigen Kambodscha Reise ist da. Wir sind gestern in Bangkok gelandet und es geht dann weiter in den Norden. Nun aber der letzte Reisebericht aus Kambodscha.

Am Sonntag, den 23.2., sind wir mit dem Nachtbus von Sihanoukville um 20 Uhr auf nach Battambang gefahren. Nach 11 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Battambang angekommen. Annika und ich lagen während der Fahrt in einer Zweierliege in der zweiten Etage. War natürlich etwas eng auch von der Länge, konnte trotzdem die meiste Zeit schlafen und musste nur ab und zu die Schlafposition ändern. Leider hat der Busfahrer uns etwas außerhalb der Stadt rausgelassen und so mussten wir noch ca. 4 km bis ins Zentrum laufen. Dort angekommen fanden wir gleich ein günstiges Zimmer, für nur 7 $ die Nacht.

Nach etwas ausruhen, sind wir etwas in der wenig interessanten Stadt rumgelaufen. Battambang ist mit nur 180.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kambodschas, sieht man ihr aber nicht wirklich an. Am Nachmittag ging es dann mit unseren Tuc Tuc Fahrer DJ, der uns auch am nächsten Tag überall hingebracht hat, zur Bambus Train. Das ist eine einfache Bambussplatte die mit einem kleinen Motor betrieben wird und mit der man auf einer ausrangierten Schienenstrecke 15 km entlang fährt. Die Fahrt war sehr lustig, weil man auch sehr schnell unterwegs war, geschätzter Topspeed um die 30 km/h. Die Schienen sind alt und daher alle sehr schief und manchmal steht die Schiene etwas ab und man muss befürchten das die Bambustrain abfliegt, aber das ist glücklicherweise nicht passiert. Man ist auch gar nicht gesichert.

Wenn von der anderen Seite ein anderer Bambuszug kommt, muss eins abgebaut werden und dann wieder auf die Schienen gesetzt werden. Wie gesagt eine sehr lustige Angelegenheit und den Sonnenuntergang hatten wir auch noch inklusive. Danach ging es mit dem Tuc Tuc weiter zum Zirkus. Dort treten 18-23 jährige Kambodschaner auf. Der Zirkus war klasse, er bestand viel aus Akrobatik und was die da gezeigt haben sah wirklich gut aus. Man hat immer gesehen wieviel Spaß sie hatten und wie stolz sie waren, wenn ihre Übungen fehlerfrei geklappt haben. Nach über einer Stunde war es vorbei und wir fuhren zum Hotel zurück.

Ein Haufen Krokodile, Tempel und Millionen Fledermäuse

Am Dienstag Morgen (25.2.) fuhren Annika und ich wieder mit DJ und seinem Tuc Tuc zu einer Krokodilfarm wo über 600 ausgewachsene Krokodile in drei großen Becken zu sehen waren. So viele Krokodile auf einen Haufen zu sehen war wirklich cool, ob die Haltung artgerecht ist, sei mal dahingestellt. Die Krokodile werden hauptsächlich importiert. Besonders nach Vietnam werden sie geschickt, wo sie hauptsächlich zum Essen auf dem Grill landen. In anderen kleineren Becken waren noch weitere 300 Babykrokodile zu sehen.

Danach sind wir an den Dörfern außerhalb der Stadt vorbeigefahren und haben einen Tempel besichtigt. Es ging dann noch weiter zu einem Fischerdorf, einem Killing Field (das ist ein Gedenkplatz wo vor über 40 Jahren über 10.000 Menschen von den Roten Khmern umgebracht worden sind) und wieder zum Hotel. Wir haben dann unsern neuen Lieblingsladen entdeckt. Nämlich die amerikanischen Kette Swensens, dort gab es seeeehr leckere Eisbecher. Nachmittags ging es dann noch mit DJ zu einem Tempel auf einem kleinen Hügel. Dieser war durchzogen von einigen Höhlen und vom Berg hatte man einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Auf der Tempelanlage waren viele Affen zu sehen, was immer ein lustiger Anblick ist. Am Ende ging es zu einer Höhlenöffnung wo jeden Abend Millionen von Fledermäusen rausfliegen und sich auf Futtersuche begeben. Um kurz vor 18 Uhr kam dann ein riesengroßer Schwarm raus und es war ein cooles Schauspiel. Es dauerte mehrere Minuten bis alle Fledermäuse draußen waren und im Formationsflug auf den Weg zu einem See waren. Wenn man gefragt hat wieviele Fledermäuse das sind erhält man viele Angaben, von 4 Millionen bis mehr als die Einwohner in Kambodscha (knapp 15 Millionen) :).

Mittwoch (26.2.) haben wir uns Fahrräder geliehen und haben eine ausgedehnte Fahrradtour am Fluss von Battambang entlang gemacht und sind zu den Dörfern Abseits der Stadt gefahren. Das war eine sehr schöne Tour aber auch sehr heiß, weit über 30 Grad, sowie die ganzen letzen Wochen.

Drei Tage Tempelwanderung durch Angkor Wat

Am Donnerstag (27.2.) ging es am frühen Morgen mit einem Boot weiter nach Siem Reap. Die Fahrt dauerte über 7 Stunden und war besonders auf der ersten Hälfte sehr schön und abwechslungsreich. Besonders die schwimmenden Dörfer waren interessant, das sind Hausboote oder Häuser direkt auf dem Fluss oder direkt am Wasser. Auch wenn es eine wirklich lange Fahrt war, welche auch mal 9 Stunden oder mehr dauern kann, je nach Wasserstand ;), hat es sich definitiv gelohnt. Hauptsächlich wegen den Dörfern am Flussrand und wie schon erwähnt den schwimmenden Dörfern.

In Siem Reap angekommen haben wir endlich mal ein Hotel mit einem Pool gehabt und der war ein Traum und das zu einem Spottpreis (10 $ pro Nacht). Siem Reap ist eine reine Touristenstadt, überall Hotels, Restaurants und unzählige Tuc Tuc Fahrer. Nur 6 km weiter findet man eine der beeindruckendsten Tempelstädte der Welt. Bevor es aber zu den Tempeln ging, haben wir uns in der Stadt umgesehen und uns eine Massage bei Dr. Fish geholt. Hier findet man überall Wasserbecken wo Fische drin sind, die dir an den Füssen rumknabbern und sie dadurch reinigen. Das war wirklich lustig und fühlte sich sehr angenehm an, kitzelte aber etwas, was besonders Annika „zuschaffen“ gemacht hat :).

Wir haben uns am nächsten Tag (28.2.) am Ticketschalter für Angkor Wat eine Drei-Tages-Karte, für die Tempel von Angkor gekauft. Am Samstag (1.3.) ging es dann endlich los mit dem Tempelhopping. Wir haben wir uns Fahrräder geliehen und sind um 5 Uhr aufgestanden um uns den Sonnenaufgang bei Angkor Wat anzusehen. Es waren extrem viele Touristen da, ist natürlich nicht so schön, aber ist ja auch Hauptsaison. Trotzdem hat man an manchen Ecken dieser Anlage Orte wo man komplett alleine ist, es verläuft sich zum Teil sehr gut. Danach ging es zu weiteren Tempel, unteranderem Ta Prohm der besonders aus den Tomb Raider Film bekannt ist. Dort sind viele Mauern mit Bäumen überwuchert, das sieht sehr beeindruckend aus und das war der einzige Tempel, wo es wirklich extrem mit Touristen überlaufen war. Ansonsten hielt es sich in Grenzen. Nach 9 Stunden und über 30 zurückgelegten km waren wir wieder am Hotel.

Am nächsten Tag gönnten wir uns ein Fahrer mit Tuc Tuc welcher uns den ganzen Tag zu anderen Tempeln gebracht hat unteranderem zu einem der 37 km von der Stadt entfernt ist. Auch wenn es sehr viele Tempel waren, habe ich noch keinen Tempel Overkill. Jeder Tempel hatte etwas besonderes und war verschieden. Wenn alle gleich wären hätte ich sicher auch genug gehabt, aber das war zum Glück nicht so. Da wir erst Dienstag Mittag nach Bangkok geflogen sind, hatten wir noch den Montag und da haben wir uns noch eine weitere kleine Tempelgruppe etwas weiter Weg von Siem Reap angesehen.

Wir brauchten mit dem Tuc Tuc nicht so lange und waren gegen Mittag wieder zurück. Wir waren noch kurz auf dem Markt und haben uns dann an den Pool bei uns im Hotel gelegt. Da der Tag aber immer noch so jung war, habe ich mir nochmal ein Fahrrad gemietet und mich wieder auf den Weg zu Angkor Wat gemacht. Annika konnte sich nicht mehr motivieren und blieb daher im Hotel. Ich habe mir dann nochmal ordentlich Zeit genommen um mir Angkor Wat und den Gesichtstempel Bayon ausgiebig zu begutachten.

Angkor Wat darf man auf einer Kambodscha Reise nicht versäumen. Ein paar Tempelanlagen habe ich je bereits gesehen (Prambanan und Borobudur in Yogyakarta, die Copan Ruinen in Honduras und Tikal in Guatemala), aber Angkor Wat ist von seiner Vielzahl an Tempeln und der großen Fläche einfach der Wahnsinn. Tikal würde ich aber nur knapp hinter Angkor Wat stellen.

In Siem Reap habe ich auch endlich die seit zwei Wochen überall gesuchte Spezialität gefunden, nämlich die Vogelspinne. Sie ist anscheinend selbst für die Kambodschaner eine Spezialität denn außer hier und in Phnom Penh weiß ich keinen Ort wo es sie sonst gab. Jedenfalls war es schon ein komischer Anblick. Auf zwei Tabletts lagen ca. 60 Spinnen pechschwarz nebeneinander. Sie waren zwar bereits frittiert, aber waren noch im kompletten Zustand. Es war erst etwas seltsam, denn den Kopf und den Körper zu Essen war schon etwas abschreckend. Letztendlich war es aber als ob man Chips ist. Die Spinne war sehr knusprig und war gut gewürzt. Ich würde sie wieder essen, war ganz lecker. Danach habe ich mir an dem gleichen Stand noch eine Tüte Grillen geholt, die waren auch nicht schlecht ;).

Das war es dann auch schon wieder mit unserer Kambodscha Reise. Es ist ein sehr beeindruckendes Land und definitiv eines der Highlights, mehr dazu im Abschlussbericht. Nun sind 4 Wochen Thailand angesagt. Wie immer noch ein paar Bilder:

Hier gibts es noch den ersten Reisebericht aus Kambodscha:
Kambodscha Teil 1

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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