Samstag , 24 August 2019
Weltreise: Kambodscha Tag 125-132

Weltreise: Kambodscha Tag 125-132

Seit über einer Woche sind Annika und ich nun in Kambodscha. Der erste Bericht ist damit also überfällig. Los ging es am Sonntag (16.2.) um 8 Uhr mit dem Bus aus Ho-Chi-Minh Stadt. Die Fahrt zur Grenze dauert nur etwa 2 Stunden. Dort angekommen wurden die ganzen Pässe eingesammelt und zum Grenzschalter gebracht. Annika und ich hatten unser Visum bereits, die anderen noch nicht, umso überraschter das es so schnell ging, es hat gerade mal 15 Minuten gedauert. Dann ging es weiter und um 13 Uhr sind wir in der Hauptstadt Phnom Penh angekommen.

Annika und ich sind dann zu Fuß auf Hotelsuche gegangen und haben ein Zimmer für nur 8 $ gefunden, welches nicht schäbig aussah ;). Dann haben wir uns etwas in der Stadt umgesehen, sieht halt aus wie eine Großstadt und war jetzt auch nicht der Hammer. Wir haben dann direkt ein Busticket nach Kampot, nah an der Küste, gekauft.

Mit dem Tuc Tuc übers Land

Wir sind Montag (17.2.) Vormittag in Kampot angekommen, wo wir an einer roten Sandstraße rausgelassen wurden und uns erstmal orientieren mussten wo wir sind. Straßennamen sind nämlich nicht ausgeschildert, wie schon in Phnom Penh. Da gibt es auch kaum Straßennamen sondern nur Nummern die man manchmal an den Häusern findet. Wir sind dann einfach losgelaufen und kamen schnell auf asphaltierter Straße an und haben direkt ein Hotel im Zentrum genommen, welches sehr übersichtlich ist. Kampot ist sehr klein und man hat somit auch keine großen Wege. Der Grund weswegen wir hier hingekommen sind war der Bokor Nationalpark.

Wir buchten in einem Booking Office also eine Tour, für den nächsten Tag, dorthin. In dem Office haben wir zwei Schweizerinnen kennengelernt, mit denen wir direkt eine Tuc Tuc Fahrt zu einer Höhle, 8 km außerhalb, gemacht haben. Die Straßen sind nur im Zentrum asphaltiert und daher waren wir die ganze Zeit auf roten Sandstrassen unterwegs, wodurch es sehr staubig war und Schlaglöcher waren auch genügend da. Wir machten zwischendurch noch halt bei einem Salzfeld und einem kleinen Fischerdorf. Danach ging es weiter zur Höhle.

Die Landschaft war sehr schön, wenn auch etwas kahl und trocken, da es hier sehr heiß ist. Außerdem sind wir an kleinen Dörfern und Häusern vorbeigefahren, zum Teil heftig zu sehen wie die hier Leben. Man sieht das die hier ziemlich arm sind. Bei der Höhle angekommen hatte man eine super Aussicht auf die Natur, es sah, gerade weil es so trocken war, beeindruckend aus. In der Regenzeit von Juni-November soll hier alles blühen.

In der Höhle fand wir schließlich einen Tempel und einige Felsformationen die wie ein Krokodil, Elefant und eine Schildkröte aussahen. Die Leute sehen sehen hier in jedem Stein irgendein Tier, manchmal braucht man dafür viel Fantasie. Ich bin dann zusammen mit einem Guide durch die Höhle gegangen die etwas steil war, weswegen die drei Mädels nicht mitgekommen sind und draußen gewartet haben. Der Weg war nicht sehr lang, es dauerte keine 10 Minuten, aber er war gut. Da ich nur Flip Flops anhatte war der Weg nicht ganz so einfach. Drinnen habe ich noch einige Fledermäuse sehen können. Nach der Höhle ging es noch zu einem See und dann wieder zurück in die Stadt. Am besten hat mir nicht mal die Höhle gefallen, sondern die ganze ländliche Umgebung und die Dörfer, das war beeindruckend zu sehen.

Geisterstadt und eine tolle Flussfahrt

Am nächsten Tag (Dienstag 18.2.) ging es dann mit einem Minibus zum Bokor Nationalpark. Ziel war die Geisterstadt, welche die Franzosen 1921 errichtet haben, aber in den 1940er Jahren verließen. Bei einigen alten Gebäuden haben wir angehalten, war aber nicht so spannend. Der beste Stop war bei der alten Kirche, wenn man etwas höher geht hat man, normalerweise, einen schönen Ausblick auf den Dschungel, Kampot und das Meer. Leider war es etwas diesig und daher war die Sicht nicht ideal. Wir haben dann bei einem alten Tempel halt gemacht und Mittag gegessen. Eigentlich sollten wir noch zu einem Wasserfall fahren, da dort zurzeit kein Wasser sein soll, wegen der Trockenzeit, haben wir den ausgelassen. Dadurch waren wir recht zeitig wieder in Kampot und hatten noch 2 Stunden Zeit bis um 16 Uhr die abschließende Bootsfahrt losging, die mit in der Tour enthalten war.

Annika und ich sind durch die Souvenir Shops geschlendert, haben Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Kampot ist ähnlich wie Hoi An in Vietnam, die Stadt liegt an einem Fluss und hat einige schöne Lokale und Geschäfte. Wer Hoi An mag, mag auch Kampot. Annika und ich sind dann schon etwas früher zum Boot gegangen und haben es uns auf dem Dach des Bootes gemütlich gemacht. Die Fahrt war sehr schön und vielleicht sogar die beste Bootsfahrt auf unserer Reise. Links und rechts vom Fluss waren überall Palmen und grüne Büsche und Bäume, außerdem hat man den Berg im Hintergrund.

An der Seite waren immer wieder schöne Bungalows die direkt am Wasser liegen. Das alles war ein herrlicher Anblick und nach einer Stunde haben wir dann gestoppt und es gab wieder die Möglichkeit zu schwimmen und natürlich vom Boot zu springen. Was ich auch reichlich genutzt habe. Allerdings muss man etwas aufpassen denn die Strömung ist sehr stark und wenn man nicht ordentlich gegen anschwimmt, wird man vom Boot weggetragen. Der Sonnenuntergang war auch wunderbar und um halb sieben waren wir wieder zurück und haben etwas gegessen. Kampot war wirklich sehr schön, besonders die Tuc Tuc Fahrt und die Bootstour waren toll, aber auch in der Stadt kann man es gut aushalten mit all den netten Lokalen.

Auf ins paradiesische Koh Rong

Der nächste Stop (Mittwoch 19.2.) in Kambodscha war Sihanoukville, der Ort mit den schönsten Stränden des Landes. Aber auch dem Partyort des Landes. Wir haben von ein paar Leuten gehört das die Insel Koh Rong, 40 Minuten mit dem Speedboot entfernt, sehr schön sein soll. Daher haben wir direkt ein Ticket dorthin gebucht. Am Hauptstrand angekommen sieht man sofort Restaurants, Guesthäuser und Bungalows. Es gibt auch keine Straßen, einfach nur den Strand. Da die Bungalows direkt am Strand zu teuer waren haben wir eins genommen das etwas oberhalb liegt.

Koh Rong ist ein totaler Kontrast zu Kampot. In Kampot viele arme Menschen und hier ein Partystrand mit vielen Hippies. Einheimische sieht man hier wenig, dafür umso mehr entspannte junge Europäer. Auch in den Bars arbeiten überwiegend Europäer. Wir haben uns Mittwoch nur etwas an den sehr schönen Strand voller Palmen und blauem Wasser gelegt und ein paar Cocktails getrunken.

Am nächsten Morgen (Donnerstag 20.2.) habe ich mich dann alleine auf den Weg zum Long Beach gemacht. Da ein Schild davor warnt das Schlangen anzutreffen sind, ist Annika nicht mitgekommen. Der Weg führt 40 Minuten durch den Dschungel und ist gut, mit Flip-Flops, ausgeschildert. Das letzte Drittel ist sehr steil und man muss etwas klettern. Es gibt aber auch Seile an denen man runterklettern kann. Am Strand angekommen war es ein Anblick wie im Paradies. Das Wasser kristallklar, der Sand puderweiss und so gut wie keine Menschen. Man kann hier auch übernachten, ein paar Bungalows gibt es und auch eine Bar und Restaurant.

Ich habe es mir dann erstmal mit einer Ananas am Strand gemütlich gemacht und bin etwas schwimmen gegangen. Nach einer Stunde ging es auf den Weg zurück. Habe dabei noch eine große Spinne gesehen, was nichts für Annika gewesen wäre und auf dem Rückweg hatte ich wirklich noch Bekanntschaft mit einer Schlange gemacht. Auf die hätte ich aber lieber verzichtet, denn ich bin oder bin fast auf einer draufgetreten. Plötzlich bewegte sich unter mir was und ich sah das es eine kleine graue Schlange war. Ob ich danebengetreten bin oder nicht weiß ich nicht, es ging alles sehr schnell und ich bin nur schnell weggesprungen. Als ich gucken wollte ob sie noch da ist, war nichts mehr zusehen. Da hatte ich schon ein kleinen Schrecken bekommen, habe dann den etwas hinter mir Gehenden gewarnt, der nur Barfuß unterwegs war.

Danach bin ich noch etwas vorsichtiger gegangen, aber getroffen habe ich keine mehr. Im Bungalow angekommen machte ich mich etwas frisch und habe Annika noch beim chillen getroffen. Ich bin dann direkt weiter den Strand hochgegangen um die Insel noch etwas weiter zu erkunden. Es ging immer mal wieder durch den Dschungel und habe noch ein sehr schönen Strandabschnitt gefunden. Abends haben wir nicht mehr viel gemacht.

Koh Rong ist wirklich eine sehr schöne Insel mit tollen Stränden, der Walk zum Long Beach war super und der Strand erst recht. Aber zwei Tage sind auch genug gewesen, da man hier außer Strand nichts machen kann. Außerdem laufen hier zu viele Hippies rum. Wer aber Strand und Party sucht, der ist hier gut aufgehoben. Das schöne ist aber das man auch einfach am Strand Cocktails schlürfen kann.

Nichts tun am Otres Beach

Mit der Fähre ging es Freitag (21.2.) von Koh Rong dann wieder nach Sihanoukville, dort nahmen wir uns direkt ein Taxi zum Otres Beach, dort sollte es ruhiger sein als an den anderen Stränden. Dem ist auch so, wobei hier auch einige Restaurants und Hotels sind, aber halt nicht soviel wie bei den anderen Stränden. Das einzige was man hier machen kann ist Strand, in der unmittelbaren Umgebung ist nichts was man sonst machen könnte. So haben wir nur faul auf der Liege gelegen, haben Eis gegessen, etwas getrunken und ab und zu ging es zur Abkühlung ins Meer. So sahen in etwa beide Tage hier aus.

Sonntag Abend (23.2.) ging es für uns erst weiter ins westlich,des Landes gelegene Battambang. In der Zwischenzeit haben wir uns Sihanoukville City angeguckt und sind ins Kino gegangen (Wolf of Wall Street, DiCaprio war wieder in Hochform). Um 20 Uhr ging es dann mit dem Nachtbus auf eine elfstündige Fahrt nach Battambang. Mehr dazu gibt es im nächsten Bericht. Bis dahin ein paar Bilder außer ersten Woche Kambodscha:

Hier noch Lesefutter zu den anderen Ländern auf der bisherigen Reise:
Australien Abschlussbericht
Neuseeland Abschlussbericht
Malaysia Westküste Abschlussbericht
Vietnam Abschlussbericht

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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