Donnerstag , 21 März 2019
Vulkan Ipala und sein wunderschöner Kratersee
Vulkan Ipala Kratersee

Vulkan Ipala und sein wunderschöner Kratersee

Nach den Copan Ruinen sind wir mit Minibusen, die wie fast immer voll besetzt wurden, in den kleinen Ort Ipala gefahren, um am nächsten Tag zum Kratersee des Vulkans zu gehen. Der Ort liegt etwa 90 km von Chiquimula entfernt.

Allgemeines zum Vulkan Ipala

Der Vulkan Ipala ist nur 1650 m hoch also ein recht kleiner und auch nicht mehr aktiver Vulkan, aber dafür hat er einen sehr schönen Kratersee. Der Durchmesser beträgt 600 m und der See ist an seiner tiefsten Stelle 15 m tief. Der See wird auch als Trinkwasserreservoir für die umliegenden Orte genutzt daher verliert der See auch jedes Jahr ca. 1 m an Tiefe. Der Ipala wird nicht von so vielen Touristen angesteuert, eher von Einheimischen die am Wochenende dort zelten.

Der Abend vor dem Aufstieg zum Vulkan Ipala

Wir haben uns, in Ipala angekommen, auf die Suche nach einem Hotel gemacht, wir haben uns da an das Hotel gehalten was im Reiseführer von Stefan Loose genannt worden ist (Hospedaje Ipala Real). Das Hotel erinnerte etwas an einen Hinterhof von einem Gefängnis :). Wir haben es aber trotzdem gewagt dort zu schlafen. Das Zimmer hat pro Person 50 GTQ (5€) gekostet und es gab sogar einen Fernseher und ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche. Bis auf eine Kakerlake hatten wir keine weiteren unerwünschten Besucher gehabt.

Weil wir noch etwas Hunger hatten haben wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen gemacht. Wir haben, nicht weit von unserem Hotel entfernt, Einheimische getroffen die Tortillas und Burritos gemacht haben. Dort haben wir uns niedergelassen und durften sogar selber mit anpacken ;). Die Tortillas und die „Sprite“ haben nicht mal 10 GTQ (1 €) gekostet. Danach sind wir wieder ins Hotel gegangen, denn wir wollten ja früh zum Ipala aufbrechen.

Vulkan Ipala Panorama

Vulkan Ipala Panorama

Aufstieg zum Kratersee

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und sind mit einem Bus zu der Straße gefahren wo man zu dem Dorf kommt von wo man den Vulkan besteigen kann. Von der Straße, die zu Beginn noch asphaltiert ist, sind wir zu Fuß hoch bis in das kleine Dörfchen gegangen. Da kann man glücklicherweise auch etwas zu trinken kaufen, das war auch bitter nötig denn es war extrem heiß. Vom Dörfchen aus geht ein kleiner sehr steiniger Weg hoch zum Ipala.

Wir haben ca. 2,5 Stunden von der Straße bis zum Kratersee gebraucht, besonders die Hitze hat uns zu schaffen gemacht. Die Besteigung ist auch für unsportliche recht leicht zu schaffen. Allerdings macht die Hitze den Aufstieg sehr anstrengend. Unterwegs ist auch ein kleiner Shop wo man wieder etwas zu trinken bekommen kann. Am Krater angekommen muss man noch eine kleine Gebühr zahlen, denn der Vulkan Ipala ist nämlich ein Naturschutzgebiet.

Wir sind direkt in dem See schwimmen gegangen was man trotz Trinkwasserresservoir machen darf. Da es so heiß war, kam die Abkühlung im Wasser gerade recht. Wenn man am See steht, sieht man noch gar nicht die Ausmaße des Sees, die werden einem erst bewusst wenn man auf die Aussichtsplattform steigt, die schnell zu erreichen ist. Zudem Zeitpunkt als wir dort waren, fand auch eine Taufe für Kinder und Erwachsene statt, das war sehr interessant mit anzusehen.

Nach ein paar Stunden begann der Abstieg, dabei muss man etwas aufpassen, weil es sehr steinig und unbefestigt  ist. Zudem machte die weiterhin andauernde Hitze das Unterfangen nicht unbedingt leichter ;).

Rückfahrt von Ipala nach Antigua und ein kleiner Schock

Nach dem Abstieg sind wir wieder in das Hotel gefahren und haben unsere Sachen, die wir da lassen konnten, eingesammelt und sind mit dem Minibus Richtung Chiquimula gefahren. In der Zwischenzeit haben wir gemerkt, dass einige von uns von dem Hotel in Ipala bestohlen wurden. Da wir die Sachen bei der „Rezeption“ (es war nur ein kleiner Raum) gelassen haben. Die Leute waren zwar sehr nett, aber wie man sieht sollte man sein Geld und die anderen Wertsachen immer bei sich haben. Es wurde sogar die Speicherkarte aus dem Handy geklaut aber nicht das Handy selber, damit das nicht auffällt. Glücklicherweise hatte ich all meine Wertsachen mitgenommen, so dass mir nichts gestohlen worden ist.

Die Stimmung war danach natürlich etwas bedrückt. In Chiquimula angekommen haben wir den letzten Bus Richtung Guatemala City genommen, die Fahrt dauert etwas mehr wie drei Stunden deshalb war es schon dunkel als wir in Guatemala City angekommen sind. Glücklicherweise sind an der Bushaltestelle, wo alle raus gelassen worden sind, Taxis die uns nach Antigua bringen konnten.

Busse fuhren nicht mehr und zu Fuß und dann auch noch im dunklen durch Guatemala City zu laufen wäre nicht gerade risikofrei gewesen. Das wissen natürlich auch die Taxifahrer und zocken einen beim Taxigeld dementsprechend ab. Daher vorher den Preis verhandeln. Viel Verhandlungsspielraum hat man allerdings nicht. Wir haben daher insgesamt ca. 30 € zahlen müssen!!! Was für dortige Verhältnisse sehr teuer ist. In Antigua angekommen waren wir alle sehr müde und erledigt. Aber bis auf den Diebstahl war es eine sehr schöne Tour. Daher kann ich den Aufstieg zum Vulkan Ipala nur empfehlen.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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Ein Kommentar

  1. Hi Daniel,

    ich reise in ein paar Wochen nach Guatemala & Honduras und würde auch gerne zum Ipala. Wir werden warscheinlich von Antigua aus dorthin fahren. Wie bist du dorthin gelangt? Konnte man dorthin direkt eine Fahrt buchen oder gestaltet sich das eher schwieriger?
    Von Ipala würden wir dann gerne direkt weiter zu den Copán Ruinas. Gibt es da auch eine direkte Anbindung?

    Würde mich sehr freuen, falls du ein paar Infos hast oder eine schlaue Quelle kennst!

    Viel Freude weiterhin bei deinen Reisen,
    Lisa

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