Montag , 20 Mai 2019
Rio Dulce und das karibische Livingston

Rio Dulce und das karibische Livingston

Meine längste Tour in Guatemala war ein drei tägiger Trip nach Rio Dulce, Livingston und Tikal. Zuerst ging es von Antigua zum Rio Dulce und nach Livingston, von wo man auch weiter nach Belize fahren kann. Am zweiten Tag ging es weiter nach Flores und dann nach Tikal. Zunächst aber gibt es den Bericht über den Rio Dulce und Livingston.

Ich habe für die drei-Tägige Tour, die ich wie alle Touren in der Travel Agency Chisubin in Antigu gebucht habe, 155 $ bezahlt inkl. aller Fahrten zu den verschiedenen Orten, den Rückweg, die Hotels und den Eintritt für Tikal. Diese Tour wird auch täglich angeboten, man kann also sehr kurzfristig buchen.

Mit dem Minibus ging es nachmittags wieder auf eine längere Fahrt nach El Relleno, einem kleinen Dorf direkt am Rio Dulce. Nach El Relleno kommt man über eine kleine Brücke die von Fronteras über den Rio Dulce führt.

Zunächst habe ich das Hotel aufgesucht, welches keine Minute zu Fuß vom Fluss entfernt ist und direkt an der Brücke liegt. Im Zimmer habe ich erst mal einen Hitzschlag bekommen und mein T-Shirt war gleich Klitschnass. Das Zimmer war unglaublich heiß, leider gab es auch keinen Ventilator. Ich habe mir dann den Bootssteg angesehen, von wo am nächsten Morgen die Bootstour auf dem Izabal See, in diesen fließt der Rio Dulce, los geht. Die Tour geht dann weiter über den Fluss bis nach Livingston.

Castillo de San Felipe de Lara

Castillo de San Felipe de Lara

Vom Izabal See über den Rio Dulce nach Livingston

Um 8 Uhr morgens ging die Tour los. Vom Izabal See sieht man das Castillo de San Felipe de Lara, dies ist eine kleine Festung, welche die Spanier im 16. und 17. Jahrhundert erbaut haben. 1957 wurde die kleine Festung restauriert, weil sie früher öfter niedergebrannt ist. Es ist auch möglich eine Besichtigung zu machen, die ist allerdings nicht in der Bootstour mit enthalten gewesen. Während wir auf dem Izabal See gefahren sind, hatten wir das Glück die seltenen Seekühe, oder auch Manatis, zu sehen. Es waren gleich zwei und wir hatten einige Minuten um die Tiere zu beobachten. Am Rio Dulce wurde auch extra ein Naturschutzgebiet für die nur noch ca. 100 Seekühe errichtet.

Nach der netten Begegnung mit den sanften Riesen ging es weiter über den Rio Dulce, der von tropischem Regenwald umgeben ist. Zudem sieht man Mangroven, einige Vogelarten und immer mal wieder Bootsanleger und Häuser. Besonders der letzte Abschnitt des Rio Dulce ist sehr schön, denn dieser Teil ist von einem großen Canyon umgeben.

Auf der Hälfte haben wir eine kleine Pause an einem Anleger gemacht. Dort gab es eine heiße Quelle, die wirklich seeeehr heiß war. Das Wasser ist deswegen so heiß, weil in der Nähe ein Vulkan ist und das Wasser davon erhitzt wird. Erstaunlicher Weise leben dort im Wasser auch Fische. Ich fand das daher beeindruckend, weil das Wasser so heiß ist, dass man seine Füße nur kurz darin lassen konnte, weil man sich sonst verbrennt. Wir haben uns nach einigen Minuten wieder auf den Weg nach Livingston gemacht.

gekentertes Schiff vor Livingston

gekentertes Schiff vor Livingston

Livingston das karibische Guatemala

Am „Hafen“ von Livingston angekommen, sieht man direkt, warum es der karibische Teil Guatemalas ist, denn es sieht wirklich so aus wie in der Karibik. Es leben hier hauptsächlich die Garifuna, so wird die schwarze Bevölkerung hier genannt. Die Menschen waren auch sehr offen und man konnte sich auf Englisch mit ihnen unterhalten, was sonst in Guatemala nicht so einfach ist.

Wir hatten ca. 3 Stunden Aufenthalt. Im Nachhinein ist das sogar noch zu viel. Ich selber war nämlich nicht so begeistert von Livingston. Viel Interessantes gab es nicht zu sehen. Die Hauptstraße besteht aus vielen Restaurants, Bars und auch Souvenirläden findet man genug. Die Häuser waren sehr schön und es war hier noch etwas heißer als auf dem Rio Dulce, dort hatte man noch eine angenehme Kühle durch die Bootsfahrt gehabt. Da der wirklich schöne Strand von Livingston etwas weiter weg ist, bin ich dort nicht hingegangen. Dieser soll sich aber lohnen und wenn man hier übernachtet, sollte man diesen aufsuchen. Von dort aus kann man auch weiter nach Belize fahren.

Ich habe ein deutsches Pärchen getroffen mit dem ich dann an eine kleine Lagune gegangen bin. Dort war sonst niemand anderes und wir waren ungestört. Am Strandabschnitt lag auch etwas Müll herum, was den Eindruck etwas getrübt hat. Da es nur eine Lagune war, ist das Wasser auch nur Knietief gewesen. Wir sind über hundert Meter weit rausgegangen und es wurde erst langsam tief, obwohl man eigentlich schon gefühlt auf dem offenen Meer war.

Urwald am Rio Dulce

Urwald am Rio Dulce

Nach drei Stunden ging es mit dem Boot wieder von Livingston über den Rio Dulce nach El Relleno. Eine weitere Stunde später ging dann mein Bus nach Flores, dort war das Hotel von wo ich früh morgens abgeholt wurde um nach Tikal zu kommen. Den Bus nach Flores muss man noch extra bezahlen, der ist nicht im Tourpreis von 155 $ enthalten. Nach ungefähr 4 Stunden kommt man an einen Platz in Santa Elena an, eine kleine Stadt vor Flores. Es warten genug Taxis mit dem es dann nur noch 15 Minuten gedauert hat um zu meinem Hotel zu gelangen.

Wenn dich auch meine anderen Berichte aus Guatemala interessieren, findest du hier meinen Bericht zu Flores und zu meiner Tour nach Tikal.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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