Dienstag , 17 September 2019
Queen Charlotte Track – Wandern auf der Südinsel Neuseelands
Queen Charlotte Track

Queen Charlotte Track – Wandern auf der Südinsel Neuseelands

Mit diesem Artikel startet eine neue Rubrik auf meinem Blog und da handelt es sich um das Wandern. Während meiner 6-monatigen-Weltreise habe ich einige Wanderungen unternommen und das Wandern lieben gelernt, besonders in Neuseeland. Dort liegt auch der Queen Charlotte Track, auf dem ich den ersten Abschnitt gewandert bin und heute das Thema ist.

Palmen und Wälder

Bevor ich näher auf die Wanderung eingehe, gibt es zunächst ein paar Informationen zu dem Weg.

Fakten zum Queen Charlotte Track

Lage: Marlborough Sound, Neuseeland, Südinsel
Art und Länge der Strecke: Streckenwanderung, ca. 71 km, unterteilt in 5 Abschnitte
Abschnitte:
Nr 1.: Anakiwa – Mistletoe Bay: 12,5 km, ca. 4 Stunden
Nr. 2.: Mistletoe Bay – Torea Saddle: 7,5 km, ca. 4 Stunden
Nr. 3.: Torea Saddle – Camp Bay: 24,5 km, ca. 8 Stunden
Nr. 4.: Camp Bay – Endevour Inlet: 11,5 km, ca. 4 Stunden
Nr. 5.: Endeavour Inlet – Resolution Bay: 10,5 km, ca. 3 Stunden
Dauer: 3-5 Tage für den kompletten Weg
Schwierigkeitsgrad: einfach (gilt für Abschnitt eins)
Anfahrt: Mit dem Auto nach Anakiwa oder nach Ship Cove, am nördlichsten Ende mit einem Wassertaxi von Picton
Unterkunft: An jedem Ende bzw. Anfang der Abschnitte gibt es Unterkünfte und auch Campingplätze, teilweise auch schon während der Wanderung
Besonderheiten: Der Weg ist auch mit dem Mountainbike zurückzulegen. Viele Buchten und grüne Berge.

Ich bin von dem Queen Charlotte Track den ersten Teil der Strecke gewandert, dieser ist 12,5 Kilometer lang und beginnt im kleinen Örtchen Anakiwa und führt bis zur Mistletoe Bay. Laut meinem Hostelbesitzer, soll es auch der schönste Teil der Wanderung sein. Das Hostel gehört auch zu meinen Top 5 Hostels in Neuseeland.

Start und Weg

Da ich mit einem Mietwagen unterwegs war und ich es am Parkplatz in Anakiwa stehen hatte, musste ich den Weg von der Mistletoe Bay natürlich wieder zurückgehen. Da es keine Rundwanderung, sondern eine Streckenwanderung war. So hatte ich am Ende ca. 25 km zurückgelegt.

Die Strecke ist ziemlich einfach und nicht sehr steil, die andern Teilabschnitte werden, laut Streckenprofil, aber steiler.

Queen Charlotte Track Panorama

Tolle Ausblicke auf die Seen und Wälder

In Picton bin ich mit der Fähre bereits um 6:30 Uhr morgens angekommen und habe mich dann auf den Weg nach Anakiwa gemacht. Die Fahrt dorthin lohnt sich schon allemal, denn der Weg führt an der Küste entlang durch die kleinen Berge und wird auch Queen Charlotte Drive genannt. Von der Strecke hat man super Ausblicke auf den Marlborough Sound, welcher übrigens kein Fjord ist, sondern eine Ria ist.

Kurze Erklärung: Fjorde wurden durch Gletscher gebildet, Rias gehen aus Flusstälern hervor, welche durch Überflutung von Festlandsflächen mit Meereswasser bedeckt worden sind.

Wenn du durch Anakiwa fährst, kommst du an einen großen See vorbei und parkst auch direkt am Wasser. Da ein Teil des Weges durch Privatgelände führt, musst du dir einen Pass holen, damit du dort entlang gehen darfst. Diesen Pass kannst du dir ganz einfach an dem Parkplatz holen, dort ist eine Ticketmaschine und kostet 10 Dollar für einen Tag oder 18 Dollar für 4 Tage.

hellblaue Bucht Anakiwa

Allerdings muss ich sagen, dass ich mir den nicht geholt habe (Schande über mein Haupt). Ich wurde auch nicht kontrolliert und es gibt auch keinen der an der Strecke steht und das aufpasst, manchmal kann es aber wohl trotzdem sein, dass du während des Weges oder am Ende kontrolliert wirst. Bei mir war es aber nicht der Fall.

Der Weg geht flach los und führt durch einen schön grünen Wald und du hast immer wieder Blicke auf Buchten und Wälder. Nach ein paar Kilometer kommst du an einen kleinen Strand und kannst im flachen Wasser schwimmen gehen und picknicken.

Dann wird es auch langsam etwas steiler. Der Weg führt weiterhin viel durch den Wald und du hast dann immer wieder tolle Ausblicke auf den Marlborough Sound mit seinem Wasser und den Wäldern.

Tiere wirst du höchstwahrscheinlich nicht sehen. Aber dafür kommst du an Weiden vorbei, wo du Kühe beim Grasen siehst.

Ich fand die Ausblicke wunderschön, es ist überall einfach herrlich grün und dadurch, dass es so viele Buchten gibt, bietet die Landschaft immer andere Formen und Abwechslung.

Blick auf die Bucht Berge Wälder

Glow Worms in der Nacht und andere Aktivitäten

Als ich an meinem Hostel, das direkt am Startpunkt war, angekommen bin, habe ich von dem Hostelbesitzer den Tipp bekommen, wenn es dunkel geworden ist, noch mal den Weg entlang zu gehen. Denn dann kannst du nämlich die Glow Worms (Glühwürmchen) sehen. Es sieht dann aus als wären um dich herum kleine Sterne, wie am Nachthimmel. Du musst auch nicht weit gehen, vielleicht 10 oder 15 Minuten.

In Anakiwa ist es auch möglich zu segeln, Kajak zu fahren oder zu schnorcheln. Denn da das Wasser vom Meer kommt, ist es möglich viele Fische, Rochen und mit viel Glück sogar Delfine zu sehen.

Das Einzige, was mich gestört hat, waren die Sandflies, das sind kleine Mücken, die einen so beißen, dass man kleine Blutstropfen sieht. Was du nicht tun solltest und mehr über die nervigen Tiere, findest du hier. Diese Sandflies haben sich an dem See in Anakiwa aufgehalten, wo ich eigentlich nur etwas entspannt sitzen wollte, aber die Mücken haben das nicht zugelassen.

Ausblick auf die BuchtenIch fand den ersten Abschnitt des Queen Charlotte Track sehr schön und kann ihn nur weiterempfehlen, zumal die Zugänge zu den anderen Streckenabschnitten noch weiter weg liegen. Zusammen mit dem Queen Charlotte Drive war die Wanderung ein gelungener Tagesausflug. Weitere Informationen, z.B. zu den Wassertaxis, findest du auf der offiziellen Homepage.

Bist du schon einen Teil des Queen Charlotte Tracks in Neuseeland entlang gewandert oder gar den ganzen?

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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