Mittwoch , 20 Februar 2019
Penang – Insel der Highlights + INFOGRAFIK

Penang – Insel der Highlights + INFOGRAFIK

Die Insel Pulau Penang liegt im Norden von Malaysia, direkt an der Westküste und ist mit einer Brücke mit dem Festland verbunden. Hier leben über 1,6 Millionen Menschen und ich nenne Penang auch immer das kleine Kuala Lumpur, nur in klein und schöner :). Das Gewusel in der Hauptstadt Georgetown ist zwar genauso wie in Kuala Lumpur, aber dass hat mich in Kuala Lumpur schon nicht stört. Es gibt hier einiges zu machen und die fünf Tage, die wir hier waren, haben wir sehr gut rumbekommen.

Die Insel ist sehr abwechslungsreich, man kann hier Unteranderem wandern gehen, am Strand schwimmen, Tempel besuchen, über die Märkte schlendern und ganz wichtig natürlich, man kann hier sehr gut Essen. Wir sind hier hin nach dem Besuch auf Pulau Pangkor mit dem Bus aus Lumut hergefahren, die Fahrt dauerte ca. 3,5 Stunden und kostete 18 RM/Person (ca. 4,50 €).  Mit dem Bus aus Kuala Lumpur dauert es ca. 5 Stunden und kostet ungefähr doppelt so viel.

Am Hafen von Butterworth ging es mit der Fähre (1,20 RM= ca. 0,25 €) rüber zum Hafen von Georgetown, von dort haben wir uns auf den Weg nach Chinatown gemacht, wo es wie immer die günstigsten Zimmer gibt. Man kann mit dem Bus fahren, die Busstation liegt direkt am Hafen, oder man geht 15 Minuten zu Fuß.

In Chinatown haben wir direkt an der Hauptstaße (Lebuh Chulia) ein Hostel gefunden. Eigentlich wollten wir hier nur drei Nächte bleiben, am Ende wurden es aber doch 5 Nächte. Das lag daran, dass man hier sehr viel machen kann und das die Sehenswürdigkeiten auch teilweise bis zu 1 Stunde Busfahrt von Georgetown wegliegen.

Fort Cornwallis mit Blick aufs Meer

Fort Cornwallis mit Blick aufs Meer

Kulturprogramm auf Penang

Wer auf Kultur steht, der findet hier mehr als genug, die Insel ist sehr multikulturell. In der Geschichte Penangs haben besonders die Inder, Chinesen, Araber, Niederländer und die Briten Einfluss auf die Insel genommen. Das merkt man an vielen Ecken. Man findet hier einige Moscheen, Hindutempel, Clanhäuser und historische Gebäude aus der Zeit, wo die Niederländer und Briten hier waren.

Zu den kulturellen Highlights gehört, wie ich finde, das Khoo Kongsi, das berühmteste Clanhaus der Chinesen und der buddhistische Kek Lok Si Tempel. Das Khoo Kongsi liegt in der Nähe der Lebuh Chulia Richtung Hafen und kostet 10 RM (ca. 2 €). Hier findet man nicht nur, das schon von außen tolle Gebäude, sondern auch schöne Wandmalereien, Bilder und Statuen. Es ist auch möglich sich die ganze Geschichte des Clanhauses anzusehen. Unter dem Haus gibt es einen Rundgang, wo man sich alles ansehen kann.

Khoo Kongsi

Khoo Kongsi

Ein weiteres Highlight ist der Kek Lok Si Tempel, den sollte man wirklich nicht verpassen. Er liegt zwar etwas außerhalb von Georgetown, aber es lohnt sich. Man kann einfach einen Bus nehmen, der braucht ca. 45 Minuten dorthin. Der buddhistische Tempel liegt auf einer Anhöhe und ist von der Fläche sehr groß. Um dort hinzukommen, muss man sich leider erst durch einen Souvenierstandmarathon durchkämpfen. Dann kommt man noch an einem großen Wasserbecken vorbei, wo man Hunderte von Schildkröten bestaunen kann.

Der Kek Lok Si Tempel ist sehr sehr bunt und überall findet man Statuen, Verziehrungen, Schreine und auch eine Pagode mit 10.000 Buddhas findet man. Mit einer Gondel, die sehr günstig ist, kann man zu der riesigen Bronze Statue Kuan Yin fahren. Dort hat man auch einen guten Überblick auf die Insel Penang und ein Teich mit vielen Koikarpfen gibt es da auch. Für mich ist dieser Tempel einer der Schönsten während der ganzen Weltreise gewesen.

Ich und Kek Lok Si Tempel

Ich und Kek Lok Si Tempel

Es gibt hier noch einige Tempel mehr, allerdings haben wir es nicht geschafft, die auch noch anzusehen. Da gib es zum einen den hinduistischen Waterfall Hilltop Tempel, dorthin wandern die Hinduisten während des Thaipusam Festes. Das ist das höchste Fest der Hindus und fand auch gerade statt, als wir dort waren. Dabei werden Kokosnüsse auf den Boden kaputt geschmissen und viele skurril gepiercte Menschen sieht man dann, hier könnt ihr mehr über das Thaipusam Fest erfahren.

Sehr bekannt ist auch der etwas außerhalb liegender Schlangentempel, dort gibt es eine Schlangenfarm und im Tempel selber sollen wohl auch Schlangen sein, die aber nur für die Touristen dort hingebracht werden. Das hat der Hostelbesitzer gesagt und meinte das wäre nicht mehr, wie früher als wirklich sehr viele Schlangen dort hingekommen sind, jetzt wo alles bebaut ist, kommen keine mehr oder nur wenige direkt dahin. Leider hatten wir aber keine Zeit mehr den zu sehen.

Direkt am Hafen findet man noch das Fort Cornwallis, das ist eine alte Festung der Briten und kostet nur 2 RM Eintritt. Man kann sich im Hof der kleinen Festung, einen Bunker, eine Hochzeitskapelle und ein paar andere Gebäude ansehen. Auf die Mauern kann man auch, von dort kann man direkt aufs Meer gucken und sich die Kanonen aus der Nähe ansehen.

Es gibt noch einiges mehr, aber das waren die Highlights.

Penang Nationalpark

Penang Nationalpark

Wandern, am Strand liegen und auf Penang schauen

Wer nicht so sehr auf das Kulturprogramm steht, der kann auch die Natur bewundern. Denn ganz im Norden der Insel, ca 1 Stunde Fahrt mit dem Bus, gibt es den Penang Nationalpark. Hier gibt es zwei mögliche Wanderungen, einmal direkt durch den Dschungel zur Turtle Beach, ob da wirklich Schildkröten sind keine Ahnung oder zum Monkey Beach. Wir haben uns für Letzteren entschieden. Der Eintritt zum Park ist frei und an der Information kann man noch Infomaterial bekommen. Der Weg zum Monkey Beach führt zwar durch den Dschungel, aber das Meer ist immer nur ein paar Meter entfernt.

Affen laufen hier zwar rum aber nicht so viel wie der Name suggeriert. Leider liegt hier auch recht viel Müll herum. Der Weg zum Strand ist nicht so anspruchsoll, aber sehr abwechslungsreich, da man immer über Baumwurzeln und Felsen klettern muss. Der Monkey Beach ist zwar schmal, aber lang und so verteilt sich das mit den Leuten sehr gut. Man kann nämlich auch mit dem Boot hier hinkommen.

Vom Strand aus kann man noch zum Leuchtturm gehen und einen Blick über die Küste von Penang werfen. Der Weg dorthin ist deutlich steiler, als der Weg zum Strand. Wenn man Glück hat, begegnet man unterwegs auch großen Waranen. Die ganze Strecke beträgt hin und zurück ungefähr 8-9 km, laut Parkinfo. Die Wanderung ist wirklich schön und sollte man auch nicht verpassen.

Penang Hill

Penang Hill

Ein richtiger Touristenmagnet ist der Penang Hill, dieser ist 821 Meter hoch und ist mit einer Seilbahn zuerreichen. Hin und zurück kostet 30 RM/ Person, one-way 17 RM. Es ist nämlich auch möglich, hier hinzuwandern. Man kann vom botanischen Garten aus die Straße zum Penang Hill gehen, die sehr steil ist, oder auch den umgedrehten Weg wandern. Es ist wohl auch möglich direkt durch den Dschungel zu gehen, allerdings uns wurde uns abgeraten davon, weil der Weg nicht ohne sein soll bzw. nicht gut in Schuss ist. Falls ich mal wieder hier hinkomme, will ich die Wanderung aber machen ;). Wir sind nämlich nur vom Berg die Straße runter gegangen.

Oben auf dem Berg findet man einiges an Unterhaltung für Touristen, Unteranderem Gärten und sogar ein Paintballfeld! Aber auch Tempel, eine Moschee und ein Restaurant findet man hier. Das Lohnenswerteste ist aber, für mich zumindest, nur der Ausblick. Allerdings ist es sehr nebelig gewesen so das man nicht soviel von der Stadt gesehen hat, bei klarer Sicht kann man auch bis auf das Festland gucken. Da die Aussicht nicht so dolle war, sind wir recht schnell wieder gegangen.

Wenn man hier am Strand liegen möchte, ohne unbedingt durch den Nationalpark zu wandern, kann man zum Ort Batu Ferringhi fahren, der liegt auf halbem Weg, mit dem Bus, zum Nationalpark. Hier findet man Hotel an Hotel und Resort an Resort. Am Strand wird viel Parasailing angeboten und massieren lassen kann man sich hier auch zu genüge. Das Wasser ist nicht so schön klar, wie es das bei anderen Stränden in Malaysia ist, eigentlich sogar sehr trüb. Alternativen zu Batu Ferringhi gibt es hier aber nicht wirklich. Zum Sonnen und faulenzen reicht es aber allemal :).

Frischer Fisch

Frischer Fisch

Essen auf Penang

Zum Anschluss komme ich mit zum interessantesten auf der Insel Penang, dem Essen :). Man kommt nicht dran vorbei an einen der vielen Foodcourts, Plätze mit vielen Essensbuden für kleines Geld, essen zu gehen. Es gibt hier einige, aber mein Favorit ist der Red Garden (Lebuh Chulia bis ans Ende gehen, dann sofort Straße (Lebuh Leith) rechts rein). Dieser ist sehr groß und hat über 25 Stände. Die Auswahl an Essen ist auch sehr groß: Frischer Fisch unzähliger Arten, Krabben, Sate, Ente, Suppen, chinesische Wurst, Nudeln und Reis in allen Variationen, verschiedenste Desserts und, und, und. Hier habe ich immer mind. 3 Gerichte zu mir genommen :).

Aber auch an den Straßen findet man viele kleine Restaurants, die leckeres Essen anbieten, vorsicht bei den indischen Restaurants, die mögen es bekanntlich scharf :). Hier wird auch viel damit geworben, dass Penang als Essenshochburg gilt und schon viele Awards gewonnen hat. Nicht zu unrecht ;). Also tobt euch aus.

 

So das soll es nun endlich von meinem Reisebericht über die Insel Penang in Malaysia gewesen sein, der Bericht ist lang, aber Penang hat einfach einiges zu bieten. Von hier aus ging es für uns dann weiter in die Cameron Highlands.

Infografik: Sehenswertes Penang

Für einen schnellen Überblick, was man auf Penang machen kann, habe ich mal eine Infografik angefertigt, da sind auch noch Sehenswürdigkeiten drauf die ich nicht gesehen habe, aber, von Hören sagen, gut sein sollen.

Ich stelle die Infografik kostenlos und zur freien Verfügung bereit. Ihr dürft sie gerne selber nutzen und auf euren Blog oder sonst wo einbinden und teilen ;). Einen HTML-Code zum einbinden, findet ihr ganz am Ende des Artikels.

Infografik Sehenswertes Penang
erstellt bei easel.ly

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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5 Kommentare

  1. Hi,
    sehr schöne und genaue Auflistung über Penang, ich hatte damals zu wenig Zeit um dort einige Tage zu verbringen, jetzt bereue ich das etwas 😀 Es gibt aber immer eine weitere Reise und dann wird das nachgeholt !

    Viele Grüße

    Matthias

    • Hey Matthias,

      danke ;). ich war 5 Tage da und habe auch nicht alles gesehen, was ich sehen wollte. Aber das ist ja leider fast immer so :). Penang war auch eine der Überraschungen während der Malaysia Reise.
      Grüße
      Daniel

  2. Hallo Daniel,

    wir waren im September 2014 auf Penang, haben uns die nähere Umgebung von George Town allerdings gar nicht angeschaut. Also weder am Hill noch zum Kek Lok Si Temple hatte es uns verschlagen.

    Zum Thema „Essen in GeorgeTown“ haben wir einen eigenen Artikel geschrieben: http://www.travelcats.de/asien/malaysia/george-town-penang-street-food/

    Ganz liebe Grüße

    Kathleen

    • Daniel Panhorst

      Hallo Kathleen,
      der Kek Lok Si Tempel ist wirklich ein Besuch wert, der Hill nur bei guter Sicht. Mit Essen kann man die Tage in Penang bzw. Georgetown aber auch gut füllen, gibt ja viel gutes Essen dort ;).
      Beste Grüße Daniel

  3. Clemens Pietsch

    Pulau Pinang ist eine Reise wert. Ich habe dort 1,5 Jahre dort gearbeitet und auch eine Einheimische geheiratet.So alle 3- 5 Jahre mache ich mit meiner Frau dort Urlaub. in Baju Emas ( Fatu Feringi , etwas Ausserhalb ) gibt es ein privates Feriendomiziel mit ca. 60 Wohneinheiten, welche überwiegend an Touristen für wenig Geld zu mieten ist. Pool inclusive. Schräg gegenüber ist das Hardrockhotel. Zum Strand ca. 300 Meter.
    Zum Essen empfehle ich Ihnen lokale Küche zu probieren, sehr Preiswert und “ Geschmacksexplosion “ inklusive. Meine Empfehlung , Abendmarkt in Batu Feringi (Vorsicht viele Plagiate ) . Der Schlangentempel, ist etwas versteckt im Industriegebiet 3 ( am Besten mit Taxi ). Schmettelingsfarm, im Norden, ist für mich jedesmal ein Muss. Einfach Super. Die Insel ist 24 x 17 Km. gross und zu einem Drittel mit Urwald bedeckt. Georgetown gehört seit ein paar Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe und ist ein Siedepunkt malaysischer, indischer und chinesischer Kultur, einfach Super.

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