Sonntag , 22 Oktober 2017
Pai in Thailand – Ein Ort zum verlieben

Pai in Thailand – Ein Ort zum verlieben

Der kleine Ort Pai in Thailand war eines der Highlights während der 4 Wochen und dem wird dieser Reisebericht gewürdigt. Der Ort liegt etwa 3 Busstunden von Chiang Mai entfernt im Norden des Landes. Gerademal etwas über 2000 Einwohner leben in diesem Bergort und er ist sehr gut fürs Trekking geeignet.

Mit dem Bus aus Chiang Mai kommt man direkt am Busbahnhof, im Zentrum von Pai, an. Von hier aus sind dann auch direkt die vielen Unterkünfte zu erreichen. Dank eines Tipps von einem Reisenden sind wir bis zum kleinen Fluss gegangen und haben uns dort, auf der anderen Flussuferseite, ein Bungalow für nur 150 Baht/Person und Nacht (ca. 3 €) geholt. Das Bungalow war zwar klein und hatte kein Badezimmer, hatte dafür aber eine Hängematte :).

In Pai tummeln sich sehr viele junge Backpacker und daher gibt es hier auch viele Bars, Cafés und Restaurants. Es ist hier wirklich gut auszuhalten, man trifft viele Gleichgesinnte und der Ort hat eine wunderbare Natur zu bieten. Drei Nächte haben wir hier verbracht und es hätten gerne noch mehr sein können. In Pai gibt es nicht nur eine schöne Barszene, sondern auch jeden Abend einen Markt, der entlang der Hauptstraße im Zentrum aufgebaut ist. Dort gibt es viele abwechslungsreiche Essensstände, unter anderem kann man auch Maden und Kakerlaken essen, wen man mag ;). Aber auch Souvenirstände gibt es genug und nicht nur die 08/15 Stände mit Magneten.

Brücke und Fluss in Pai

Brücke und Fluss in Pai

Mit Roller & Fahrrad durch Pai

Die beste Art Pai und seine Umgebung zu erkunden, ist mit dem Roller oder wer sportlich unterwegs sein möchte, mit dem Mountainbike. Mit dem Roller sind hier natürlich die meisten hier unterwegs und es gibt genug Verleiher. Allerdings muss man vorsichtig sein, und auch wenn es viele nicht tun, ein Helm zu tragen ist in Ordnung. Denn es passieren hier viele Unfälle. Wir hörten von über 200 Rollerunfällen im letzten Jahr (2013). Im Ort sah man auch ein paar mit einem Verband rumlaufen. Hier gibt es nämlich viele Kurven, es ist bergig und oft liegt auch Sand auf der Straße.

Die beliebteste Runde ist ca. 20 km lang und auf dem Weg liegen viele Sehenswürdigkeiten oder Aussichtspunkte.

  • Coffee in Love, im Cafe waren wir nicht, aber vom Parkplatz hat meine gute Aussicht auf die Berge und das Tal
  • Pai Cayon, dazu gleich mehr und eines der Highlights
  • Memorial Bridge
  • Elefanten Camps, wobei ich davon nicht viel halte, weil die Elefanten meistens nicht gut behandelt werden
  • Pai Hotsprings
  • Wat Par Tat Mae Yen (Weißer Buddha auf einem Hügel), guter Platz für den Sonnenuntergang

Daneben gibt es noch ein paar Wasserfälle, die abseits der Strecke liegen. Im März, wo ich da war, führten die kein Wasser.

Memorial Bridge

Memorial Bridge

Ich bin die Obengenannte Runde zweimal gefahren, erst mit dem Roller und dann noch mit dem Mountainbike. Mit dem Bike bin ich noch zu einem Dorf in der Nähe gefahren und zu einem Wasserfall ging es auch noch, aber wie erwartend gab es dort kaum Wasser. Der Weg dorthin war extrem steil, gefühlt ging es senkrecht nach oben ;). Allgemein ist die Strecke sehr steil und daher ist ein Mountainbike schon die bessere Wahl als ein normales Fahrrad.

Mountainbikes gibt es aber nicht so viele zu bekommen. Wenn man mit dem Rad fährt würde ich bereits morgen aufbrechen, da es tagsüber heiß werden kann. Die Kombination aus Sport, steilen Anstiegen und Hitze ist nicht unbedingt ideal ;).

Mit dem Fahrrad unterwegs

Mit dem Fahrrad unterwegs

Pai Canyon

Einer meiner Lieblingsplätze war der Pai Canyon. Hier gibt es viele schmale Fußwege, die manchmal nicht breiter als ein Meter sind, neben den Wegen geht es steil in den Abgrund. Daher ist festes Schuhwerk zu empfehlen, da es sehr sandig ist, ist es auch sehr rutschig. Gerade wenn es Berg runter geht, sind Flip Flops keine gute Wahl. Man sollte auch Schwindelfrei sein, wenn man die Wege entlang geht, besonders die Wege, die etwas weiter weg führen sind sehr schmal.

Vom Canyon hat man eine tolle Aussicht auf die Berge und die Region. Leider wurden gerade einige Teile der Wälder gerodet und daher gab es viel Rauch und die Sicht war nicht wirklich klar.

Pai Canyon

Pai Canyon

Trekking in den Bergen von Pai

Wie schon gesagt ist Pai ideal fürs Trekking geeignet und daher gibt es auch genug Tourangebote. Wir haben eine zwei-tägige-Tour gebucht mit Übernachtung in einem Dorf in den Bergen. Der Spaß hat nur 1600 Baht (ca. 40 €) inkl. Verpflegung, Transport und Übernachtung gekostet. Wir waren zum Glück nur eine kleine Gruppe, insgesamt 6 Leute inkl. Guide.

Zuerst ging es mit einem Jeep in einer sehr holprigen Fahrt, hinten auf der Ablage, zum Startpunkt, etwa 30 Minuten entfernt in einem kleinen Dorf. Der erste Tag war auch der anstrengendste, es geht oft steil Berg hoch oder auch runter, gerade Berg runter ist es immer etwas kniffelig, da es sehr rutschig, wegen den Blättern und dem teilweise sandigen Untergrund, war.

Auf nach unten

Auf nach unten

Man geht viel durch die Wälder und hat immer weide schöne Aussichten auf die Umgebung und kommt an verschiedenen Plantagen wobei (überwiegend Gemüse). Die Strecke hat mir gut gefallen und unterwegs hat unser Guide dann bei einer Pause aus Bambusrohren Becher geschnitzt und im Bambusrohr Wasser, für Tee und Kaffee, auf einer Feuerstelle gekocht. Als wir gegen Abend dann im Dorf angekommen sind, haben wir gemeinsam das Abendessen bei einer Familie, wo wir auch geschlafen haben, zubereitet.

Das Dorf war klein und, wie wir von unserem Guide erfuhren, hat jedes Dorf auch seine eigene abgewandelte Sprache, bedeutet das unser Guide die Leute auch nur teilweise verstanden hat. In der Regel gibt es hier auch Strom, jedes Haus hat seine eigene Solarzelle, aber an dem Tag ist der Strom ausgefallen. War aber nicht wirklich schlimm, wir haben alle Taschenlampen gehabt und Kerzen gab es auch.

Blick auf die Berge

Blick auf die Berge

Am nächsten Morgen ging es dann wieder weiter, aber nicht mehr so steil wie am ersten Tag. Es ging wieder an Plantagen vorbei und es ging zur Pause an eine Wasserstelle, mit einem kleinen Wasserfall, wo man auch schwimmen konnte. Zu Essen gab es, in Bambusblätter gewickelten, Reis, den wir mit, aus Bambus, geschnitzten Stäbchen gegessen haben. Das Ende der Wanderung war in einem anderen Dorf und von dort ging es wieder mit dem Jeep, sehr holprig, zurück nach Pai.

Die Wanderung war wirklich richtig gut, nicht nur der Weg war klasse, auch das wir im Dorf übernachten konnten und das Leben dort mitbekommen haben.

Wanderweg

Wanderweg

In Pai sind wir nach drei Nächten wieder nach Bangkok gefahren. Pai war wirklich zum verlieben und einer meiner Lieblingsorte in Thailand. Nicht nur die Natur, besonders der Pai Canyon und die Berge waren toll, sondern auch das Örtchen an sich hat mit seinem Markt ein besonderes Flair.

Wer in den Norden von Thailand reist, der sollte Pai nicht verpassen. Seht ihr das genauso oder was ist eure Meinung über den Ort?

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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