Samstag , 24 August 2019

Jervis Bay – Nambucca Tag 19 – 30

So jetzt hat es wieder länger gedauert bis der nächste Bericht da ist, ein bisschen Faulheit und wenig Internet sind Schuld :).
Der eigentliche Plan von Jervis Bay nach Wollongong zu fahren hat sich zerschlagen, denn wir hatten mal wieder Probleme mit dem Auto. Ohne irgendeinen Grund konnte man die Tür hinter dem Fahrer nicht mehr schließen. Wir haben dann bei unserer Notfallnummer angerufen. Es kam bereits nach 25 min jemand und hat das Kabel getrennt welches die Tür normalerweise abschließt. Jetzt konnte man die Tür nur noch von innen öffnen. Wir dachten das Problem wäre damit behoben aber am nächsten Tag (3.11.) wurde es noch schlimmer.

Als wir von Jervis Bay nach Kiama gefahren sind, wo ein bekanntes Blowhole ist, Wasser spritz vom Meer durch ein Felsloch an der Küste, haben wir festgestellt das man die Tür, die am Vortag vermeintlich halbwegs repariert worden ist, nicht abschließen konnte. Sie war zwar zu aber man konnte sie nicht verriegeln. Daraufhin haben wir wieder die Notfallnummer angerufen, als nach fast einer Stunde jemand kam, sagte er das eine neue Verriegelung eingebaut werden muss. Da das natürlich nicht von jetzt auf gleich geht war klar. Also haben wir uns entschieden das Auto in Sydney zu tauschen.

Da es Sonntag war, sind wir mit dem Auto Richtung Sydney gefahren und haben Kiama und Wollongong links liegen gelassen. Wir waren natürlich ziemlich angenervt. Zum Glück kam noch die Sea Cliff Bridge, welche ca. 600 m lang und direkt an der Küste liegt und um die Berge herumgebaut ist. Wir haben dann etwas weiter auf dem Lookout zur Brücke auf dem Parkplatz unser Nachtquartier aufgeschlagen, da es Sonntag war konnten wir das Auto erst am nächsten Tag tauschen.

Ich habe mir noch die Sea Cliff Bridge angesehen, diese konnte man entlang gehen, denn es ist extra ein Fußweg entlang gebaut worden. Annika hatte keine Lust, weil es kalt und orkanartige Winde geherrscht haben. Als ich zurück war, sind wir dann endgültig zum Lookout gefahren, wo es genauso windig war. Das Auto hat immer mal wieder etwas von dem Wind gewackelt, aber sonst konnte man dort ganz gut schlafen :).

Sightseeing in Sydney und unser neues Auto
Am nächsten Morgen (4.11.) konnten wir dann einen tollen Sonnenaufgang mit ansehen. Stürmisch war es immer noch. Wir haben uns nach kurzem Frühstück auf den Weg nach Sydney gemacht. Um kurz nach neun, wo die Mietfirma auch aufmacht, waren wir dort. Wir haben vorher nicht gefragt ob es überhaupt möglich ist, da man auf einem Sonntag ja keinen von denen erreicht hat, und haben dann erst Vorort gefragt.

Glücklicherweise konnten wir das Auto wirklich tauschen, zwar erst am nächsten Tag, aber das war nicht so schlimm. Das Auto haben wir trotzdem erst behalten, der Mechaniker hat die Tür so hergerichtet das man sie gar nicht mehr öffnen konnte. Wir sind dann zum nächsten Caravan Park gefahren, der natürlich mega teuer war, da dieser in der Nähe des Flughafens ist und haben da unser Auto abgestellt und sind mit dem Zug in die Stadt gefahren. Das Wetter war richtig gut und wir haben uns natürlich direkt auf den Weg zum Hafen gemacht. Dort haben wir uns die Harbour Bridge angesehen und sind sie entlang gegangen. Die Oper durfte natürlich auch nicht fehlen. Mit einer Fähre sind wir dann noch ein paar Stunden herumgefahren. Am Abend ging es noch auf den Sydney Tower, wo man über die ganze Stadt gucken konnte, war aber nicht so toll wie in Melbourne oder auch in Singapur (Juli diesen Jahres).

Die Oper konnte man fast gar nicht sehen und die Harbour Bridge war auch etwas weit Weg. Lohnenswert ist der Besuch eigentlich nicht wirklich, zumal sehr teuer, umgerechnet ca. 18 €. Melbourne war da günstiger und besser. Nach dem Tower Besuch sind wir langsam wieder Richtung Caravan Park gegangen.

Blue Mountains, einfach unglaublich
Dienstag Mittag (5.11.) haben wir dann unser neues Auto bekommen. Es war das gleiche Modell (Ford Falcon) und war diesmal silber statt weiß. Der Wagen sieht auch noch heruntergekommener aus als der Andere und hatte bereits über 300.000 km runter, der Erste Wagen liegt bei 260.000 km. Wir sind dann mit dem neuen Wagen Richtung Blue Mountains gefahren, welcher wegen der Buschbrände die letzte Zeit geschlossen hatte, mittlerweile aber wieder geöffnet war. Im übrigen haben wir sowieso nichts von den Bränden mitbekommen. Die Straßen nach Sydney waren nicht betroffen, nur die Nationalparks.

Auf dem Weg hatte wir unsere zweite Polizeikontrolle, wir wurden rausgewunken und ich musste den Führerschein vorzeigen und es gab eine Alkoholkontrolle. Der Polizist war sehr nett und nach kurzem Smalltalk ging es weiter. Die erste Kontrolle gab es bei den Grampians, da musste Annika pusten. Aber alles gutgegangen :).Da es schon recht spät war sind wir direkt zum Campingplatz gefahren, dieser war umsonst und lag einige km direkt im tiefsten Wald. Dort waren wir ausnahmsweise mal nicht ganz alleine.

Mittwoch (6.11.) sind wir wie immer früh, um ca. 6:30 Uhr aufgestandenen und sind dann Richtung Nationalpark gefahren.
Das Wetter war gut und es sollte auch ein super Tag werden. Wir sind erst zu einem Lookout gefahren der leider wegen den Buschbränden noch gesperrt war. Man konnte aber an der Seite einen kleinen Wanderweg zu einem Hügel gehen, dort hat man einen ganzen Bereich verbrannter Bäume gesehen und sind auch dadurch gegangen.

Vom Hügel aus hatte man eine tolle Sicht auf die Wälder und die Berge. Wir sind danach zu einigen weiteren Lookouts gefahren und es hat sich, von dem Ausblick her, immer gesteigert. Wir sind auch zu den Three Sisters gefahren, welches die berühmteste Felsformation ist. Diese waren direkt am Rande einer kleinen Stadt aus zusehen. Daher waren auch sehr viele Touristen dort. Wir sind dann noch direkt zu den Three Sisters gegangen, man konnte über eine kleine Brücke direkt zu den Felsen kommen. Als letztes haben wir uns zu den Wentworth Falls gemacht. Das war auch das absolute Highlight. Der Wasserfall ist einfach beeindruckend. Es führt auch ein Wanderweg direkt über den Wasserfall und entlang der Bergklippen.

Wir haben ungefähr 2,5 Stunden für den Weg gebraucht, aber es hat sich gelohnt. Toller Ausblick, steile Treppen und immer wieder abwechslungsreiche Pfade. Am Ende waren wir ziemlich erledigt. Die Blue Mountains waren bis jetzt das absolute Highlight und sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Great Ocean Road war trotz Regen super, oder auch die Grampians, aber die. Blue Mountains übertreffen das nochmal. Wir sind dann noch eine Stunde zur nächsten Rest Area gefahren und haben direkt an einem Ententeich, wieder umsonst, schlafen können.

Am nächsten Morgen (7.11.) sind wir wieder an die Ostküste zum Ort The Entrance gefahren :). Dort haben wir einen Caravan Park am Strand genommen und haben einen Strandtag eingelegt. Das Wasser war leider voller Algen, trotzdem musste ich dort ins Wasser, da ich ja an jedem Strand, wo wir sind, auch ins Wasser gehen will.

Traumhafte Buchten und springende Delfine
Den nächsten Ort den wir angesteuert haben war Nelson Bay in der Region Port Stephens (8.11.). Hier war es wirklich toll. In Nelson Bay haben wir eine Delfintour für den nächsten Tag gebucht, welche auch sehr günstig war. Dann haben wir uns wieder an den Strand gelegt. Am nächsten Tag (9.11) sind wir zu einem Lookout gefahren von wo man über die ganze Region mit ihren kleinen Buchten und Hügeln gucken konnte.

Wir haben auch endlich mal eine größere Echse gesehen die ca. 30 cm lang und ziemlich dick war. Sonst sieht man immer nur die Kleinen. Da wir bis zu der Delfintour am Mittag noch einige Stunden Zeit hatten sind wir zum nächsten Lookout gefahren und sind den Wanderweg entlang gegangen. Man ging mitten durch den Wald, dort waren verschiedene Wanderwege. Wir haben einen genommen von wo dann direkt auf das Wasser und die Strände gucken konnte, den Weg Ansicht konnte man aber nur erahnen. Den Pfad sind wir bis in eine Sackgasse gefolgt. Dort waren nur noch die Felsklippen.

Ich bin dann heruntergeklettert bis ich direkt am Wasser war. Klettern ist mittlerweile zu meinem Hobby geworden überall wo es geht versuche ich zu klettern. Wir sind dann umgekehrt und den Weg gefolgt der direkt an die Spitze des Hügels führt. Von oben hatte man eine spitzen Aussicht und das Wetter war perfekt. Das Wasser war richtig schön blau und glasklar und die bewaldeten Hügel und Strände taten ihr übriges dazu. Auf den Weg nach unten haben wir dann endlich auch eine Schlange gesehen :). Sie war schwarz und ca. 1 m lang. Ich habe versucht herauszufinden welche Art das war, leider ohne richtigen Erfolg.

Zu halb zwei waren wir dann auf den Schiff und sind zu den Delfinen gefahren. Es waren ungefähr 6-7 Stück zu sehen die sehr verspielt waren, direkt am Boot waren die leider nicht trotzdem konnte man sie sehr gut sehen. Es ging dann mit dem Schiff weiter in die Nähe eines Strandes, dort haben wir angehalten und man konnte von einer Rutsche ins Meer rutschen. Nach 2 Stunden war die Tour vorbei. Wir sind dann noch einkaufen gefahren und zu einer Rest Area am Highway gefahren. Dort hat es dann leider angefangen zu regnen.

Trostlose Regentage
Der nächste Tag (10.11.) war leider auch nicht besser, es ging dann weiter die Küste hoch nach Forster. Da das Wetter eher bescheiden war und immer mal wieder regnete, haben wir uns vorm McDonalds gestellt und haben das Internet genutzt. Zwischendurch haben wir uns immer ein McSundae für umgerechnet 20 Cent geholt, warum das so billig ist keine Ahnung, soll uns aber recht sein ;).
Es ging danach weiter in ein großes Einkaufscenter wo wir dann ein paar Stunden waren. Am Ende ging es zur nächsten Rest Area am Highway. Dort hat es teilweise geschüttet wie aus Kübeln. Auch in der Nacht.

Die Aussichten waren wieder nicht rosig daher sind wir morgens (11.11.) nach Taree gefahren, eine kleine Stadt nur 10 min von unserer Rest Area entfernt. Da wir nicht wieder in einem Shopping Center gehen wollten, gönnten wir uns ein teures Motel, wo wir ein richtiges Zimmer mit Fernseher, Badezimmer, Balkon hatten und das wichtigste, unbegrenztes Internet for free :). Das habe ich erstmal genutzt um den ganzen Tag Bilder in die Dropbox zu laden. Da das Wetter dann aber doch unerwarteterer weise besser wurde, sind wir rausgegangen und doch noch kurz in ein Shoppingcenter gegangen. Viel mehr konnte man in den Ort auch nicht machen.

Strömender Regen und Strand
Eigentlich wollten wir Dienstag (12.11.) dann in den Crowdy Bay Nationalpark, der sollte wirklich toll sein, mit schönen Felsklippen und Stränden. Da es aber wieder extrem geregnet hat sind wir nur ganz kurz an einem Strand dort gewesen und sind weiter nach Port Macquarie gefahren. Bevor wir allerdings an dem Strand im Nationalpark waren mussten wir 15 km über nicht asphaltierte Straßen fahren, der Weg war so schlecht das wir nur mit max. 25 km/h dort entlang fahren konnte, es dauerte somit auch sehr lange und der Regenguss kam natürlich genau dann als wir schon mitten auf dem Weg waren. Da wir nicht noch 2 Stunden klitschnass zu den Klippen gehen wollten sind wir zu Port Macquarie gefahren.

Da konnten wir nach 2 Wochen wieder günstiges Bier im Aldi kaufen (24 Dosen für umgerechnet ca. 17 € aus Vietnam). Wir haben uns dann auf einem Parkplatz direkt am Strand niedergelassen, haben gekocht und wie immer Kniffel und Romme gespielt ;). Der folgende Tag (13.11.) war wieder mal Strandtag und Nachmittags sind wir zu einem Koala Hospital gefahren, dort werden verletzte und kranke Koalas behandelt und später wieder in die Wildnis entlassen. Außerdem haben wir wieder richtig große Echsen gesehen.

Delfine und ein toller Übernachtungsplatz
Donnerstag Mittag sind wir weiter nach Crescent Head, ca. 1 Stunde Fahrt, gefahren. Dort angekommen, sind wir zum Strand und dort auf einen kleinen Hügel gegangen, wir hatten Glück, denn es haben sich ein paar Delfine in die kleine Bucht verirrt und wir konnten sie einige Zeit beobachten bis sie wieder aufs Meer zurück geschwommen sind. Danach ging es weiter nach South West Rocks, da wir dort nichts gefunden haben wo wir umsonst übernachten konnten, sind wir noch eine Stunde in den Ort Nambucca gefahren. Hier haben wir nach ein bisschen herumfragen den Strand Shelley Beach gefunden und uns niedergelassen. Hier ist es echt toll, für mich bis jetzt einer der besten Übernachtungsplätze.

Gestern bin ich bereits um 5 Uhr aufgestanden und habe mir den Sonnenaufgang und die Umgebung angesehen. So das soll es erstmal wieder gewesen sein. Leider ist der Bericht sehr lang geworden, aber sind ja auch über 10 Tage vergangen ;). Ein paar Bilder, leider nicht viele, gibt es wieder bei Instagram.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On PinterestVisit Us On Google PlusVisit Us On YoutubeCheck Our Feed

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Timber by EMSIEN 3 Ltd BG