Montag , 19 August 2019
Jakarta – Ein Erlebnis fern vom Tourismus
Lastensegelschiffe Hafen Sunda Kelapa

Jakarta – Ein Erlebnis fern vom Tourismus

Vom 3. – 20. Juli 2013 ging es auf meinen 18-tägigen Trip nach Indonesien/Dubai/Singapur, den ich zusammen mit ein paar Freunden gemacht habe. Die ersten 3 Tage waren wir davon in Jakarta. Die Hochzeit einer Freundin war der Grund. Ansonsten wären wir wohl nicht so lange dort geblieben.

Jakarta ist die Hauptstadt von Indonesien und liegt auf der Insel Java. Die Stadt gehört mit seinen 10,2 Millionen Einwohnern, auf 661,5 km², zu den am dicht besiedelsten Städten der Welt, wenn man die gesamte Metropolregion (7315 km²) dazu rechnet, sind es sogar weit über 20 Millionen. Um mal einen Vergleich zu bekommen wie dicht die Stadt besiedelt ist, hier ein paar Zahlen zu Hamburg: Bei einer Fläche von 755,26 km² sind es nur ca. 1,7 Millionen Einwohner.

Aus dieser extremen Dichte resultiert auch, dass der Verkehr zum Teil sehr verstopft ist und man kaum vorankommt. Daher sollte man egal was man vorhat auch genügend Zeit mit einplanen. Das extremste Beispiel ist, als wir gegen 23 Uhr mit dem Taxi von einem Restaurant in ein 4 km entferntes Hotel fahren wollten. Wir haben 45 min gebraucht!!!! Glücklicherweise sind die Taxipreise extrem günstig, wir haben nämlich nur 22 000 IDR bezahlt, dass sind umgerechnet ca. 1,50 €.

Da das Taxi fahren so günstig ist haben wir an einem Tag auch zwei Taxis genommen und sind den halben Tag in der Stadt herum gefahren. Die Taxi Fahrer haben dann auf uns gewartet, wenn wir zum Beispiel in einer Mall gegangen sind oder etwas gegessen haben. Die Taxiuhr läuft während des Wartens natürlich auch weiter. Am Ende hat es ungefähr 400 000 IDR (ca. 27 €) pro Taxi gekostet.

Straße außerhalb Jakartas

Straße außerhalb Jakartas

Ankunft in Jakarta

Wir sind am 3. Juli in Hamburg aufgebrochen und sind mit Emirates zunächst etwas mehr als 6 Stunden nach Dubai geflogen, dort haben wir 13 Stunden Aufenthalt gehabt und haben uns die Stadt angesehen. Danach ging es mit Emirates weitere 8 Stunden auf nach Indonesien. Am Flughafen in Jakarta sind wir morgens um 6 Uhr angekommen und haben dann unser Visum für 30 Tage, an einem Schalter, für 25 $ bekommen.

Am Ausgang haben wir uns, am Taxistand von Golden Bird, ein Großraumtaxi geholt. Das kostete für 2,5 Stunden 670 000 IDR (ca. 45 €). Man hat uns empfohlen diese Firma zu nehmen, weil das wohl am sichersten ist. Zunächst sind wir zu dem Haus von den Eltern meiner Freundin, die dort geheiratet hat, gefahren. Danach sind wir weiter zu unsere Unterkunft gefahren, welches auch den Eltern gehört. Das war etwas außerhalb von der Innenstadt. Es war zu so früher Stunde extrem schwül und da wir ja bereits über einen Tag unterwegs waren, bevor wir überhaupt in Jakarta angekommen sind, waren wir froh wo wir bei dem Haus angekommen sind und endlich duschen konnten.

Mall Plaza Indonesia

Mall Plaza Indonesia

Ausgehen und Unternehmungen in Jakarta

Am Tag der Ankunft sind wir gegen Abend mit einem Auto und einem Fahrer, den der Vater organisiert hat, in die Mall „Plaza Indonesia“, in der Innenstadt von Jakarta, gefahren. Die Mall ist sehr groß und geht über mehrere Etagen. Man findet dort natürlich unzählige Modegeschäfte und viele Restaurants. Die Preise sind ähnlich wie hier, sparen tut man dort also eher nicht. Danach sind wir noch zum Monument Nasional gefahren. Das ist auch nicht weit von der „Plaza Indonesia“ entfernt. Das ist ein 137 m hoher Turm, der als Symbol der Unabhängigkeit Indonesiens errichtet wurde.

Am Tage kann man oben auf die Aussichtsplattform gehen. Da wir Abends dort waren, ist dies nicht möglich gewesen, dafür konnte man aber das Farbspiel beobachten. Denn wenn es dunkel wird, leuchtet der Turm abwechselnd in verschiedenen Farben. Zum Schluss sind wir noch in eine Bar in der Straße Jalan Jaksa gegangen, die ist besonders bei Backpacker beliebt, da es dort einige Bars und Clubs gibt.

Nasional Monument

Nasional Monument

Am zweiten Tag war dann die Hochzeit von der Freundin. Die Hochzeit ist sehr traditionell gewesen, so hat das Brautpaar und viele Verwandte auch die typische Kleidung angehabt. Es wurden auch Tänze aufgeführt und was besonders aufgefallen ist, das extrem viele Fotos gemacht worden sind. Von Beginn der Hochzeit, um 18 Uhr, bis zum Ende, gegen 22:30 Uhr, wurden durchweg Fotos gemacht, welche ausschließlich Gruppenfotos und Familienfotos waren. Es waren ca. 200 Gäste dort und da konnte man dann auch einige Fotos machen :). Unterbrochen wurde die Foto Session nur von zwischenzeitlichen Aufführungen, Gesängen und Gebeten.

Es gab auch ein großes Buffet, wo man viel Reis, Fisch, Fleisch und Soßen bekommen hat. Als Dessert gab es unter anderem Crêpes mit Eis. Die Hochzeiten gehen im allgemeinen nicht sehr lange und daher war um ca. 22:30 Uhr dann auch alles vorbei. Da die Hochzeit im Viertel von Kemang war, sind wir zu siebt noch in ein Irish Pub gegangen. Kemang ist bei Einwanderern sehr beliebt, weil es dort viele stilvolle Clubs, Bars und Restaurants gibt.

Hafen von Jakarta

Hafen von Jakarta

Am nächsten Tag haben wir, wie oben schon kurz angedeutet, zwei Taxis bestellt und sind unter anderem in ein Einkaufscenter gefahren, wo man sehr günstig Klamotten und andere Souvenirs kaufen kann. Vorher sind wir zum alten Hafen Sunda Keapa gefahren. Dort findet man die weltweit größte Flotte von Pinisis oder einfach Lastensegelschiffe genannt. Für 100 000 IDR (ca. 6,50 €) haben wir eine kleine Führung auf eines dieser Boote gemacht. Ansonsten sind wir noch mit dem Taxi durch den Fischmarkt von Jakarta gefahren. Ausgestiegen sind wir allerdings nicht, weil es extrem gestunken hat und der Platz gerade ziemlich überflutet war. Wir haben dann noch etwas in ein Restaurant gegessen, wo man Reisgerichte und Suppen bereits ab 20 000 IDR (ca. 1,50 €) bekommen hat.

Was fällt sonst noch in Jakarta auf?

Die Stadt ist nicht wirklich schön, viel Verkehr, einfache graue Gebäude und stark zugebaut. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass wir so gut wie keine anderen Touristen gesehen haben. Auch fällt sofort auf das es extrem viele Roller gibt. Das ist auch die schnellste Art sich in der Stadt fortzubewegen. Dadurch das die Rollerfahrer sich durch jede Lücke versuchen durch zu schlängeln, sind Unfälle auch keine Seltenheit, glücklicherweise haben wir keinen miterlebt.

Sehr interessant ist es auch immer wieder was auf den Rollern transportiert wird, es ist zum Teil wie man es aus dem Fernsehen kennt: Voll bepackt mit Möbeln, Körben und was sonst noch so darauf passt. Auch sieht man immer wieder das 4 oder sogar 5 Personen auf so einem Roller Platz finden. Meistens sind das Eltern plus deren Kinder. Dazu kommt, dass die meisten auch noch ohne Helm unterwegs sind.

 

Insgesamt muss ich sagen das Jakarta nicht die schönste Stadt ist und auch nicht die herausragendsten Sehenswürdigkeiten hat, aber trotzdem war es mal interessant zu sehen wie das Leben in dieser Metropole, abseits vom Tourismus, ist. Weiter ging es von Jakarta dann mit dem Zug nach Yogyakarta.

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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