Dienstag , 17 September 2019
Great Ocean Road – Australiens schönste Straße

Great Ocean Road – Australiens schönste Straße

Als ich letztes Jahr mit einer Freundin auf kleiner Weltreise war, war das erste Ziel Australien. Gestartet in Adelaide, ging es weiter Richtung Melbourne bis nach Brisbane. Auf dem Weg nach Melbourne liegt die berühmte Great Ocean Road, diese Straße führt entlang der australischen Südküste, ist insgesamt 243 km lang und liegt im Bundesstaat Victoria.

Hier sind noch ein paar weitere interessante Fakten zur Great Ocean Road:

  • jährlich zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Besucher
  • seit 7. April 2011 Nationales Denkmal
  • die 12 Apostel sollen nach dem Ayers Rock die meistfotografierte Touristenattraktion in Australien sein

Sie bietet wunderschöne Ausblicke auf das Meer und durch die vielen zerklüfteten Felsen und Felsformationen entlang der Küste, wird der Ausblick noch beeindruckender. Es ist eine sehr kurvenreiche Fahrt und teilweise sehr eng, daher auch etwas aufpassen.

Die Great Ocean Road beginnt in dem kleinen Ort Torquay (etwas mehr als 1 Stunde von Melbourne entfernt) und endet in Allansford (10 km von Warrnambool entfernt). Da wir aber von Adelaide gekommen sind, sind wir natürlich in Allansford gestartet.

Great Ocean Road Tag 1 – 12 Apostel und weitere Felsformationen

Leider war das Wetter nicht wirklich schön, im Gegenteil es war teilweise ziemlich regnerisch. Es war Ende Oktober und leider noch nicht so warm wie man es von Australien kennt. Da man am Wetter bekanntlich nichts ändern kann, nütze es nichts und wir haben uns auf den Weg gemacht. Man fährt nicht immer direkt an der Küste entlang, daher sieht man nicht immer die Küste und das Wasser. Aber keine Angst man verpasst nichts, denn alle Sehenswürdigkeiten oder „Lookouts“ entlang der Great Ocean Road sind ausgeschildert.

Die ersten 40 Kilometer sind allerdings nicht sehr spektakulär, da man noch viel durch das Inland fährt und so auch nicht die Küste und das Meer sieht. Wir haben dann unseren ersten Stop bei den Bay of Islands gemacht und glücklicherweise eine kleine Regenpause gehabt ;). Hier sind viele riesige Felsen im Meer und die Küste ist sehr zerklüftet und ohne Strandabschnitt. Das war schon mal ein schöner Einstieg in die Great Ocean Road.

Weiter ging es mit der Bay of Martyrs, die wie die Bay of Islands zum Bay of Islands Coastal Park gehören. Es war ziemlich stürmisch, daher war das Meer sehr rau und es gab viele Wellen. Das war ein toller Anblick, es hatte zudem etwas bedrohliches an sich. Hier hat man auch die Möglichkeit an den Strand zu gehen.

Danach sind wir zu einer der bekanntesten Felsformation gefahren, die London Bridge oder wie sie jetzt heißt London Arch. Die Namensänderung fand 1990 statt, denn, bei dem eigentlich aus zwei Bögen bestehende Felsen, ist der erste Bogen, der die Verbindung zum Festland war, zusammengebrochen. Die London Arch gehört bereits zu dem Port Campbell Nationalpark, genau wie die folgende Felsformation.

Das letzte Highlight des Tages, war die wohl bekannteste Felsformation der Great Ocean Road, die 12 Apostel (twelve Apostels). Hier ragen bis zu 60 Meter hohe Felsen in die Höhe und es sind nicht wie man vermuten kann, 12 Felsen, es sind nur 9. Warum es dann 12 Apostel heißt ist eine gute Frage :), wenn es jemand weiß, kann gerne den Artikel kommentieren. Mittlerweile sind es auch nur noch 8 Felsen, einer ist 2005 eingestürzt.

An der London Bridge/London Arch und den 12 Apostel sieht man das die Felsformationen leider nicht von Dauer sein werden. Direkt bei den 12 Aposteln ist ein Helikopter Platz, wo man verschieden lange Rundflüge entlang der Great Ocean Road buchen kann.

Somit war der ersten Tag auf der berühmten australischen Küstenstraße zu Ende. Wir sind dann ins 90 Kilometer entfernte Apollo Bay gefahren, ein kleiner Ort direkt an der Küste und auf der Hälfte der Great Ocean Road. Der Weg dorthin war noch ziemlich bergig und sehr kurvig.

Great Ocean Road Tag 2 – Great Otway Nationalpark

Wir haben uns am nächsten Tag noch nicht wieder auf den Weg Richtung Melbourne gemacht, sondern sind in Apollo Bay noch eine Nacht länger geblieben und haben uns einen Nationalpark im Inland angesehen, den Great Otway Nationalpark.

Es hat wieder viel geregnet und es war sehr nebelig, aber natürlich haben wir uns trotzdem auf den Weg zu, dem aus Regenwald bestehenden, Nationalpark gemacht. Hier kann man wenn man wohl normalerweise Koalas in freier Wildbahn sehen, aber wir haben sie leider nicht entdecken können, vielleicht lag es am Wetter.

Im Great Otway Nationalpark gibt es einige Wanderwege, wovon wir einen kleinen gemacht haben der von der Straße ausgeschildert war. Unser eigentliches Ziel war aber der Treetop Walk. Das ist ein 600 Meter langer Weg der auf Höhe (ca. 30 Meter) der Baumgipfel ist. Es gibt auch noch einen Turm, der ungefähr 47 Meter hoch ist. Gerade durch den Nebel war es eine coole Aussicht und es war ruhig und keine überfüllten Menschenmassen, im Gegenteil es war sehr wenig los. So mag ich es am liebsten, alleine mit der Natur und keine Menschenmassen. Wer allerdings nicht schwindelfrei ist, der sollte sich den Gang über den Weg noch mal überlegen. Der Eintritt kostete normalerweise 25 Dollar, aber da wir die Karten im Touristencenter von Apollo Bay gekauft haben, zahlten wir nur jeweils 20 Dollar.

Auf den Weg zurück zum Hostel, haben wir den Weg mitten durch den Regenwald, dem Beech Forest, genommen. Den hat uns der Hostelbesitzer empfohlen. Normalerweise fährt man den gleichen Weg zurück den man gekommen ist, also Richtung Lavers Hill und dann wieder auf die Great Ocean Road. Der Hostelbesitzer meinte aber der Weg durch den Beech Forest wäre spannender. Da hat er Recht gehabt, man darf da auch nicht mit den großen Campern lang fahren, weil der Weg sehr kurvig und eng ist.

Wir hatten zu dem Zeitpunkt zum Glück noch einen kleinen Nissan Micra. Manchmal war es so eng das kein zweites Auto daneben gepasst hätte, daher muss man auf den Gegenverkehr aufpassen, allerdings ist dort nicht soviel :). Das man auf der Strecke etwas aufpassen muss, hat uns der Besitzer aber gesagt, wir wussten also auf was wir uns einließen. Man ist wie gesagt mitten durch den Regenwald gefahren und das war schon eine sehr coole Fahrt, erstens wegen der engen und kurvenreichen Straße und dann noch der dichte Regenwald drumherum. Sehr lang ist der Weg aber nicht, nur etwa 13 Kilometer.

Great Ocean Road Tag 3 – Erskine Falls & herrlicher Blick von der Küste

Am nächsten Tag ging es dann aber Richtung Melbourne und so sind wir die Great Ocean Road wieder entlang gefahren. Von Apollo Bay an ging es ca. 70 km fast nur noch direkt an der Küste entlang, dadurch hat man die ganze Fahrt einen tollen Blick auf das Meer. Diesmal hatten wir auch etwas mehr Glück mit dem Wetter.

Als wir durch den kleinen Ort Lorne durchgefahren sind, haben wir noch einen kleinen Abstecher zu den Erskine Falls gemacht. Da muss man noch ca. 10 km ins Inland fahren. Das ist zwar nicht der spektakulärste Wasserfall in Australien, aber schön anzusehen ist er trotzdem und nicht weit weg. Danach haben wir nur noch zweimal kurz entlang der Great Ocean Road gehalten um uns den Ausblick in Ruhe anzusehen. Wir brachten unser Auto dann Nachmittags direkt zum Flughafen, wo wir es dann abgegeben haben. Danach sind wir mit einem Station Wagon weitergefahren, wo wir die nächsten Wochen auch drin geschlafen haben.

Hier noch ein kleines Video vom Treetop Walk im Great Otway Nationalpark:

Fazit

Leider hatten wir auf der Great Ocean Road überwiegend schlechtes Wetter aus Regen und Kälte, aber trotzdem war es eine sehr schöne Fahrt, wobei es bei strahlendem Sonnenschein sicher noch schöner gewesen wäre. Es war für mich wirklich die schönste Straße in Australien, zumindest über so eine lange Strecke hinweg. Die Highlights entlang der Strecke waren auf jeden Fall die Bay of Island, London Arch, die 12 Apostel und der Ausblick von der Straße aufs Meer ab Apollo Bay. Abseits der Strecke war der Great Otway Nationalpark und die Fahrt durch den Beech Forrest sehr schön. Aber auch die kurvenreiche Weg der Great Ocean Road hat seinen Reiz.

Man kann die Strecke locker an einen Tag schaffen, aber da es viele dieser „Lookouts“ gibt, sollte man sich etwas länger dafür Zeit nehmen, damit man genug Zeit zum gucken hat :). Hier gibt es noch eine Übersicht wo man alle oder fast alle „Lookouts“ entlang der Strecke findet. Außerdem kann man dann noch den Great Otway Nationalpark sehen und mit etwas Glück freilebende Koalas entdecken, was uns ja leider nicht vergönnt war.

Wart Ihr schon auf der Great Ocean Road oder wollt ihr dort noch hin?

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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