Montag , 20 Mai 2019
Die Reise geht weiter… – Tag 7-14

Die Reise geht weiter… – Tag 7-14

Nun folgt auch endlich mein zweiter Tagebucheintag aus Sri Lanka, hier fasse ich nun die Tage 7-14 zusammen. An diesen Tagen habe ich unteranderem eine Ruine besucht, die Aussichten aus dem Zug genossen und bin einige Male wandern gewesen.

Durch den Regen über die Tempelruine

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Nachdem ich am Vortag noch den Sigiriya Rock gesehen habe, folgte am nächsten Tag die Tempelruine Polonnaruwa. Diese ist etwa 1,5 Stunden von Dambulla entfernt. Der Himmel sah nicht so vielversprechend aus und daher habe ich vorsichtshalber meinen Poncho mitgenommen.

Als ich in Polonnaruwa ausgestiegen bin, habe ich direkt eine Polin getroffen mit der ich die Ruine zusammen besucht habe. Allerdings hat es direkt angefangen, wie aus Kübeln zu regnen. Nach einer Stunde hat es immer noch nicht aufgehört und wir überlegten schon wieder zurück nach Dambulla zu fahren, aber nichts da, wir haben uns dann auf den Weg zum Eingang gemacht, als es etwas weniger regnete und haben den teuren Eintritt von 3500 Rupien (ca. 22 €) bezahlt.

Vorher wurden wir von einem Tuk-Tuk Fahrer angesprochen, der uns durch die Ruine fahren wollte und wir hätten nur den Eintrittspreis zahlen müssen, Tuk-Tuk wäre also umsonst, dass kam uns sehr spanisch vor und haben es daher gelassen. Wir vermuten, dass er durch einen Hintereingang auf die Anlage der Ruine mit uns gefahren wäre und wahrscheinlich das Wachpersonal „bestochen“ hätte oder irgend sowas in der Richtung, denn umsonst macht er das bestimmt nicht ;).

Auf leglae Weise sind wir nun also in der Ruine rumgelaufen. Die Ruinen und die Umgebung erstrahlt teilweise in giftgrün, durch das Moos, die Pflanzen und die Bäume. Zwischendurch hörte es auch immer wieder auf zu Regnen, nur um dann eine halbe Stunde später wieder ordentlich loszulegen, so ging es den ganzen Tag. Nun hat sich auch mein Poncho bezahlt gemacht. Erst als wir fertig waren, hat es endgültig aufgehört zu regnen und es wurde schön, naja shit happens :).

Die Anlage war trotzdem sehr schön und hat einiges zu bieten, auch wenn sie natürlich nicht mit Angkor Wat oder Tikal mithalten kann, aber welche Ruine kann das schon ;).

Auf dem Weg zurück habe ich an der Straßenseite noch den Rücken eines wilden Elefanten erhaschen können.

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Wieder nach Kandy und mit dem Zug nach Hatton

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In Dambulla trennten sich unsere Wege und ich bin am nächsten Tag wieder nach Kandy gefahren und dort zwei Tage geblieben, nicht weil es mir dort so gut gefallen hat, sondern weil ich ein Zugticket reserviert hatte für die Fahrt von Kandy nach Hatton, zum Adams Peak. Wenn du ein Sitzplatz garantiert haben möchtest musst du ein paar Tage im voraus das Ticket besorgen. Allerdings gibt es für die dritte Klasse immer Tickets, auch am selben Tag, wo du mit dem Zug fahren willst, nur ist dann kein Sitzplatz garantiert. Hätte ich das gewusst, hätte ich das natürlich gekauft, habe auch gefragt, aber mir wurde gesagt es geht nur per Reservierung. Naja ich wurde eines besseren belehrt und er hat mich wahrscheinlich falsch verstanden.

Jedenfalls hatte ich nun noch zwei Tage und so bin ich in den Wald von Kandy gegangen und bin ein paar Stunden dort herumgelaufen und habe verschiedene Tiere gesehen (Affen, Vögel, Wildschweine, Rehe) ansonsten habe ich nicht wirklich viel in den zwei Tagen gemacht.

Am 10. Tag ging es dann mit dem Zug weiter nach Hatton. Die Zugfahrt war sehr schön, aber der schönste Teil der Strecke sollte erst in ein paar Tagen kommen, wenn ich von Hatton weiter mit dem Zug nach Ella fahre. Ich hatte im Zug auch ein Sitzplatz direkt am Fenster und es waren überwiegend Touristen in dem Abteil. In Kandy selbst habe ich gar nicht soviel Touristen gesehen, aber am Bahnhof war dann alles voll von ihnen ;). Die Strecke ist halt sehr beliebt und in der Stadt verteilt es sich anscheinend ganz gut, so das mir die Touristen, außer am Zahntempel, nicht so sehr aufgefallen sind.

Meine Bilder mache ich übrigens mit der Sony DSC-RX100 II

Auf zum Adams Peak

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In Hatton angekommen musste ich über eine Stunde auf den Bus in das kleine Örtchen Dalhousie warten, welcher der Ausgangspunkt für den berühmten Adams Peak ist. Als der Bus dann kam, waren dort auch mehr Touristen als Einheimische drin. In 90% meiner Busfahrten in Sri Lanka war ich meist der einzige Tourist oder es waren nur 2, 3 weitere im Bus. Nur hier, in Ella und Mirissa waren mehrere im Bus.

In Dalhousie angekommen, bin ich direkt in das Hotel gegangen, welches ich ausnahmsweise mal vorher übers Internet gebucht habe. Der Ort besteht praktisch nur aus einigen Hotels, Guesthouses, Restaurants und Shops, alles nur für die Touristen. Ich habe dann etwas Proviant gekauft und habe mich dann schon um 21 Uhr schlafen gelegt. Denn schließlich klingelte mein Wecker bereits um 1 Uhr. Es wird nämlich empfohlen um 2 Uhr zum Adams Peak loszugehen damit du rechtzeitig zum Sonnenaufgang da bist.

Um 2 Uhr waren noch einige andere auf den Weg und so bin ich erstmal in einer großen Gruppe bis zum Start des Weges gegangen. Ich habe mich dann aber ziemlich schnell alleine auf den Weg gemacht und bin mein eigenes Tempo gegangen, ich brauchte kein Licht, denn der Weg ist bis obenhin beleuchtet. Nach nicht einmal 2 Stunden war ich schließlich oben und habe über 5200 Stufen bewältigt, meine Schritte wurden aber immer langsamer und langsamer und ich war ziemlich platt als ich oben ankam. Es kamen mir auch immer wieder Locals entgegen die bereits auf dem Rückweg waren.

Oben angekommen musste ich nun noch über 2 Stunden warten bis der Sonnenaufgang losging. Da es oben ziemlich kalt war, habe ich mich vorher mit 2 Jacken präpariert. Zusammen mit einem Griechen suchte ich einen windgeschützten Platz zwischen den Touristen und den Locals, die teilweise schon einige Stunden oben waren und dort geschlafen haben, es gibt zwei kleine Räume, wo du dich hinlegen kannst, aber es gibt dort keine Decken oder sowas, dass musst du dir selber mitbringen.

Gegen 6:30 Uhr konnten wir einen schönen Sonnenaufgang sehen und ich blieb noch einige Zeit länger um die Landschaft im Hellen zu sehen, was sich auch mehr als gelohnt hat. Ich Trottel habe kurz vorm heruntergehen, auf einer Treppe, meine Brille liegen lassen, glücklicherweise hat einer der Mönche die Brille gefunden und sie mir, gerade als ich auf den Weg nach unten war, wiedergegeben. Dann konnte ich auch in Ruhe den Rückweg antreten und nach weiteren 5200 Stufen, war ich erschöpft im Hotel.

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Einer der schönsten Tage

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Am nächsten Tag wollte ich eigentlich einen ganz ruhigen Tag einlegen und einfach nichts machen, aber es kam wie so oft ganz anders. Ich habe eine Kanadierin kennengelernt und wir wollten eigentlich nur ein bisschen entlang der Teeplantagen laufen, aber es wurde dann eine spaßige Ganztagestour. Dazu gibt es noch einen ausführlichen Bericht, denn es war einer meiner schönsten Tage hier in Sri Lanka. Wir sind bei einer Familie zum Tee trinken eingeladen worden, zu einem etwas schwer zu erreichenden Wasserfall gegangen und sind auf dem Rückweg getrampt. Einige tolle Erfahrungen während diesen Tages gehabt, dazu aber demnächst mehr.

Zugfahren und wandern in Ella

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Nach drei tollen Tagen in Dalhousie ging es für mich weiter mit dem Zug nach Ella. Die Fahrt dauerte über 4 Stunden und ich hatte den Logenplatz direkt an der offenen Tür des Zuges. Das Feeling ist ganz anders als am Fenster und vor dir präsentiert sich eine tolle Landschaft, dabei ist es egal auf welcher Seite du sitzt, mal kommt links etwas, mal rechts, mal ein Abgrund, eine Berglandschaft, Teeplantagen oder ein Wasserfall.

Von Hatton nach Ella ist der klar schönste Abschnitt der Zugstrecke. Da ich die ganze Zeit im Fahrtwind war, habe ich mich natürlich auch deswegen erkältet. In Ella angekommen habe ich eine Holländerin kennengelernt mit der ich ein Zimmer geteilt habe und wir sind die nächsten drei Tage zusammen herumgereist. In Ella hast du tolle Aussichten auf die Berge und wir machten Wanderungen zum Ella Rock und zum Little Adams Peak, von hier war die Aussicht auch am schönsten und so gut wie keine anderen Touristen.

Die Stadt Ella ist nicht so toll, denn es besteht praktisch nur aus 2 kleinen Straßen und ist voll mit Touristen, dementsprechend gibt es auch fast nur teure Restaurants und viele Unterkünfte, die allerdings auch für einen teilweise günstigen Preis. Etwas ab vom kleinen Zentrum gibt es aber auch Restaurants, wo die Locals essen und es günstig ist zu essen.

Das war es nun von meinen Tagen 7-14. Im nächsten Eintrag erfährst du mehr von meiner Elefanten Safari und warum ich eigentlich schon auf den Weg in den Süden war, aber trotzdem zurück in den Norden ging.

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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