Montag , 11 Dezember 2017
Die Reise geht weiter… – Tag 47 – 58 – Inle, Hpa An, Yangon

Die Reise geht weiter… – Tag 47 – 58 – Inle, Hpa An, Yangon

Es folgt mein letzter Tagebucheintrag über Myanmar, hier werde ich wieder meine letzten 2 Wochen zusammenfassen, da teilweise nicht so viel spannendes passiert ist oder ich mit dem Bus unterwegs war. Hier erfährst du nun, was ich noch am Inle-Lake, Hpa An und Yangon erlebt habe.

In Mandalay bin ich abends mit dem Nachtbus ca. 8 Stunden zum Inle Lake gefahren. Ich war mal wieder der einzige Tourist an Bord, manchmal frage ich mich, ob einfach noch nicht soviel Touristen unterwegs sind oder ob einfach alle die teuren VIP Busse nehmen, denn ich habe mich wieder für die günstigste Variante entschieden.

Wie dem auch sei, bin ich um 3:30 Uhr angekommen und es war ziemlich frisch. Ich machte mich auf den Weg zum Hostel und wurde andauernd von Hunden angekläfft und auch verfolgt ;). Im Hostel schlief der Mitarbeiter mal wieder und ich musste ihn wecken. Ich buchte direkt die Bootstour, die direkt um 6 Uhr startet und um 18 Uhr endet. Ich machte die Nacht also durch, aber ich hatte zum Glück ein bisschen im Bus vorschlafen können.

12 Stunden durch den See

Inle 2

Als es schließlich losging, war es arschkalt. Ich hatte nur eine kurze Hose an, aber immerhin noch eine Fleecejacke dabei. Auf dem Boot gab es zum Glück eine Decke und so ging es dann auch. Es wurde nach Aufgang der Sonne recht schnell warm. Während den geschlagenen 12 Stunden, sind wir vorbei an den vielen auf Stelzen errichteten Häuser gefahren und haben auf der anderen Seite die Berge gehabt.

Wir haben einige Stopps unterwegs eingelegt, so ging es auf einen Markt, zu zwei Fabriken (Nähfaden- und Zigarrenherstellung), Pagoden durften natürlich auch nicht fehlen und Mittag gegessen haben wir bei einer Familie im Dorf.

Der erste Stop war allerdings bei den hier so berühmten Einbeinruderer, diese posierten munter auf ihrem Boot. Das war aber derbe gestellt ;). Am Ende kamen sie auch zu uns und wollten eine Spende haben, da sie ja so schön für uns posiert haben. Während der Fahrt haben wir noch ein paar echte Einbeinruderer getroffen, die nicht gestellt waren. Aber insgesamt waren das doch sehr wenige und diese Art der Fortbewegung war wohl eher früher hier gang und gebe, aber jetzt wohl eher nur noch vereinzelt, so kam es mir zumindest vor.

Inle 1

Der schlimmste Teil der Tour war der Stopp bei den Langhals-Frauen. Die bekommen, meist schon im Kindesalter schwere Spiralen um den Hals gelegt und mit den Jahren werden es immer mehr und der Hals wirkt dadurch gestreckt. Das schlimme war nicht die Tatsache, dass die Frauen sich das antun, was ich allerdings auch nicht verstehen kann, sondern die Touristen, die bereits vor uns da waren. Das war einfach nur traurig. Denn beim Fotos machen, waren die Objektive teilweise nur ein paar Zentimeter von den Gesichtern der Frauen weg und manche rückten die Frauen regelrecht zurecht damit sie ihr „perfektes“ Foto machen können. Ich mache meist sowieso nur Fotos von den Einheimischen, nachdem ich sie gefragt habe. Hier war mir das aber einfach nur zu blöd. Daher habe ich keins gemacht. Das man Fotos macht ist ja in Ordnung, aber man sollte das auch mit Respekt tun.

Zum Abschluss sind wir zu der kleinen Version der Teakholzbrücke aus Mandalay gefahren und haben uns kurz den Sonnenuntergang auf dem See angeschaut, da aber viele Wolken da waren, ging es recht schnell wieder zurück.

Im Hostel habe ich dann nur noch relaxed. Es war übrigens die teuerste Unterkunft in Myanmar (Songs of Travel), mit 14 € und in einem 16-Bett-Zimmer. Zum Glück waren die Betten alle voneinander abgetrennt und so hatte jeder seine Privatsphäre.

Am nächsten Tag sollte es spätnachmittags bereits weitergehen, Richtung Süden, nach Hpa-An. Ich habe beim Inle-Lake nicht die so beliebte 3-Tage-Trekkingtour nach Kalaw bzw. andersherum gemacht, da ich fälschlicherweise dachte ich hätte nicht genug Zeit. Letztendlich hatte ich sie zwar doch, aber nun gut, ich war ja in Hsipaw wandern und die war schon sehr schön.

Ich habe mir den Tag bis zur Abfahrt noch mit Fahrrad fahren vertrieben, dieses konnte ich mir umsonst vom Hostel ausleihen. Es ging noch zu einem kleinen Cave, der richtig cool war. Ich bin mit einem Mönch rein, der mir alles zeigte und auch eine Taschenlampe wurde dringend benötigt. Von dort bin ich weiter zum Inle-Lake gefahren und habe mir nochmal die Teakholzbrücke angeschaut.

In den Süden zu den Caves von Hpa An

Cave Tour 2

Bevor es nach Hpa-An ging, musste ich nach Bago und dort umsteigen, nach 11 Stunden kam ich dort um 4 Uhr an und musste noch 2 Stunden warten, bis es mit einem Taxivan für weitere 5 Stunden nach Hpa-An ging. Gegen Mittag dort angekommen, habe ich mich direkt in das Hostel begeben und mein kleines 7 $ Dollar Zimmer, direkt neben dem Balkon, bezogen. Abends war es etwas laut, da dort immer andere Backpacker saßen, aber ich konnte komischerweise trotzdem gut schlafen.

Hpa-An ist besonders für seine großen Karststeinfelsen und Caves bekannt, aber auch dafür dass du von hier aus über die Grenze nach Thailand fahren kannst (Mae Sot). Ich buchte für den nächsten Tag eine sehr günstige Tour, die mich zu 4 Caves, einem Tempel und zum Lumbinigarten mit seinen hunderten Buddhas brachte.

Zu sechst in einem großen Tuk-Tuk ging es also los. Da es hier gerade unglaublich heiß war (bis zu 40 Grad), war die Sicht natürlich auch nicht klar, sondern sehr diesig. Daher war der Ausblick auf die Felsen und Landschaften nicht so schön wie es eigentlich ist. In der Regenzeit oder kurz danach, ist der Ausblick bestimmt wunderschön.

Die Caves waren alle beleuchtet (entweder durch natürliches Sonnenlicht oder durch Lampen), daher brauchten wir keine Stirnlampen. Die Caves waren teilweise sehr groß und es gab viele Buddhas und Wandmalereien zu sehen. Bei zwein konnten wir auch von oben auf die Landschaften blicken und konnten die Schönheit erahnen, die teilweise hinter dem Nebel versteckt war. Allerdings war alles einfach anstrengend, die Hitze machte uns ordentlich zu schaffen, wir Lappen ;).

cave tour 1

Das Highlight folgte fast am Ende, als es zum größten Cave, dem Saddan Cave ging. Die Landschaft war hier einfach toll, mit den Reisfeldern und den großen Felsen in der Umgebung. Der Cave war riesig, was die Höhe anging. Nach 10 Minuten kamen wir am Ende an und wir konnten einen kleinen See vorfinden der umrandet war, von Felsen und Grün. Mit dem Boot ging es auf die andere Seite und von dort gingen wir an schönen Feldern wieder zum Eingang der Höhle.

Schlafen im Kloster

Sunset Zwe

Am nächsten Tag folgte noch eines meiner Highlights in Myanmar, es ging nämlich rauf auf den 723 Meter hohen Mount Zwegabin. Dieser erstreckt sich direkt hinter dem Lumbini Garten in die Höhe und auf dem Gipfel befindet sich ein Kloster. Dort kannst du gegen eine Spende von 5000 Kyat ( ca. 3,50 €) auch schlafen. Weswegen ich auch dorthin wollte.

Ich bin um 9:30 Uhr losgegangen und es ging, wie beim Adams Peak, unzählige Stufen, bestimmt mehrere tausend, nach oben. Nach nicht mal 10 Minuten wusste ich bereits, dass es eine Qual wird, denn es war schon sehr heiß und ich schwitzte wie blöde. Ich sollte recht behalten. Etwa bei der Hälfte trennte sich der Weg, auf der einen Seite, kaputte Stufen und auf der anderen ein schmaler Weg durch die Bäume. Ich entschied mich für den vermeintlich einfacheren Weg durch die Bäume.

Meine Bilder mache ich übrigens mit der Sony DSC-RX100 II

Nach ein paar Minuten kam ich vor einer steilen Wand aus Felsen und Bäumen an. Drei Mönche waren bereits fast oben und ich dachte mir, komm da klettere ich jetzt auch hoch. Ich hatte nur Flip-Flops an, was die Sache erschwerte. Ich habe diese dann schließlich ausgezogen und bin Barfuss nach oben geklettert, was dann auch deutlich einfacher war. Die Mönche nahmen mir noch die Wasserflasche und die Schuhe ab und ich bin dann etwas dreckig, aber heile oben angekommen. Das klettern hat Spaß gemacht, aber trotzdem hätte ich es mit dem anderen Weg einfacher haben können. Ich war eh schon platt und die Klettereinlage machte es nicht besser.

Zusammen mit den Mönchen ging es dann nach oben, die Sonne brannte nur noch und der Weg wollte einfach nicht enden. Nach etwa 1,5 Stunden bin ich komplett durchgeschwitzt oben angekommen. Die Aussicht war einfach toll. Ich bezahlte die Spende und konnte mein Bett beziehen. Es war ein richtiges Bett und nicht einfach nur eine Matratze auf den Boden. Es gab auch ein Restaurant, wo ich dann abends noch nett mit anderen, die auch hier übernachteten, speiste. Der Sonnenuntergang war sehr schön und es herrschte eine schöne Stimmung hier oben, schwer zu beschreiben.

Sunrise Zwe

Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden, um mir den Sonnenaufgang anzusehen und um diesmal nicht bei der Hitze den Berg runterzuklettern. Das hat auch gut geklappt, verschwitzt war ich trotzdem ;). Mit dem Motorradtaxi ging es wieder in mein Hotel und ich ging nachmittags nochmal raus, weil die Sicht heute nicht diesig war und das musste ich nutzen. Ich ging an den Fluss entlang und bin dann noch in ein kleines Dorf auf die Felder gegangen, um mir die tollen Karststeinfelsen bei freier Sicht anzusehen.

Hpa An

In Hpa-An blieb ich insgesamt 6 Nächte. Ich hätte noch wo anders hinfahren können, aber hier gefiel es mir und ich wollte ein bisschen entspannen. Die letzten beiden Tage habe ich sehr wenig gemacht und bin nur in der Stadt rumgelaufen, habe gegessen, im Hostel mit anderen Backpackern abgehangen und mir noch den kleinen Berg auf der anderen Flussseite angesehen.

Meine letzten Tage in Yangon

Streetfood

Meine letzten drei Nächte wollte ich noch in Yangon verbringen, da es mir dort so gut gefallen hat und weil ich von dort auch weiter nach Laos, bzw. erst nach Kuala Lumpur, fliegen musste. In Yangon habe ich mich wieder durch das Streetfood gegessen, habe mir Parks angesehen und bin auf die andere Flussseite in die Stadt Dala gefahren.

Das coolste war aber das zufälligerweise gerade die Fußballsaison in Myanmar läuft und zufälligerweise waren gleich 2 Spiele in Yangon. So bin ich an 2 Tagen ins Stadion gegangen. Beim ersten Spiel waren, wenn überhaupt, 300 Zuschauer da. Am Nächsten Tag bestimmt über 1000, es spielte der Tabellenführer gegen den 2ten. Es war sehr cool und der Eintritt kostete gerade mal 1000 Kyat (70 Cent).

Um 19 Uhr abends ging es dann am 58. Tag weiter nach Laos. Ich bin mit der Circle Train zum Flughafen gefahren, zum einen wäre ein Taxi sehr teuer gewesen, zum anderen wollte ich die Zugfahrt sowieso noch machen. Du fährst nämlich normalerweise innerhalb von drei Stunden mit dem Zug durch und um Yangon und kannst dir andere Teile der Stadt aus dem Zug aus ansehen.

Ich bin nach 3/4 der Strecke ausgestiegen und wollte zum Flughafen laufen, es waren nur ca. 2-3 km. In dem kleinen Dorf wurde ich gleich von einem Einheimischen aufgegabelt, der gerade große Wasserkanister in der Umgebung verteilte und fragte mich ob er mich zum Flughafen bringen sollte. Da sagte ich natürlich nicht nein und stieg ein, er musste erst noch ein paar Kanister wegbringen und dann ging es zum Flughafen. Er konnte ziemlich gut Englisch und es bestätigte sich, wie schon die ganze Reise, wie nett die meisten Burmesen sind.

Am Flughafen gammelte ich nur noch und dann ging es erstmal nach Kuala Lumpur, wo ich wieder ein paar Stunden warten musste. Am nächsten Morgen ging sehr früh der Flug nach Laos und dort sollte ich dann Vormittags ankommen.

Das waren also nun meine 4 Wochen in Myanmar, sie waren sehr schön und ich habe mich hier rundum wohlgefühlt, auch das Reisen war ganz einfach und nicht wie am Anfang gedacht etwas schwieriger. Seit ein paar Tagen bin ich nun in Laos und bin gleich mal krank gewesen. Mein Sitznachbar im Flugzeug hat mich mit Schnupfen und Husten angesteckt. Daher blieb ich statt einer Nacht, nun 4 Nächte in Vientiane. mittlerweile geht es mir wieder gut und ich bin in Vang Vieng gelandet.

Hier findest du meine bisherigen Tagebucheinträge.

Verfolge meine große Reise und hole dir meinen KOSTENLOSEN Newsletter.

Du erhälst als Bonus die Liste „216 Reiseführer eBooks zum kostenlosen Download“ gratis dazu.

Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On PinterestVisit Us On Google PlusVisit Us On YoutubeCheck Our Feed

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Timber by EMSIEN 3 Ltd BG