Montag , 1 Mai 2017
Die Reise geht weiter… – Tag 39 – 46

Die Reise geht weiter… – Tag 39 – 46

Es folgt der zweite Eintrag von meinen knapp 4 Wochen in Myanmar, im letzten Eintrag habe ich über meine Ankunft in Yangon und Bagan erzählt, nun geht es weiter mit Hsipaw und ob ich dort eine Unterkunft, mitten in der Nacht bekommen habe.

Als ich um ca. 1:30 Uhr in Hsipaw aus dem Bus rausgelassen worden bin, nach über 7 Stunden Fahrt, war mal so gar nichts los in der Stadt (50.000 Einwohner). Ich bin dann durch die leergefegten Straßen gegangen und zum Hotel, wo ich für den nächsten Tag eine Übernachtung hatte. Es dauerte bis ich ins Hotel konnte, denn es war erst abgeschlossen und ich musste versuchen den Mitarbeiter zu wecken.

Als es soweit war, fragte ich, ob noch ein Zimmer frei ist und er meinte es gibt nur noch eins für 20 $. Das war mir viel zu viel für nur 4 Stunden Schlaf, da ich sowieso zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen würde. Da gab er mir dann einfach eine Decke und sagte ich könne mich in die Lobby legen und dort schlafen, umsonst. Das war natürlich ein tolles Angebot. Ich legte mich dann auf die Bank und schlief ein paar Stunden.

Das Hotel heißt Mr. Charles und dort war auch die Deutsche untergekommen, die ich in Bagan getroffen habe, wir gingen dann frühstücken und es sollte das beste sein welches ich in ganz Myanmar bekommen sollte. In den meisten Hotels in Myanmar ist Frühstück auch inklusive. Hier gab es gleich mal ein ganzes Büffet, bestehend aus Fried Rice, Fried Noodles, Pancakes, Spiegeleiern, Toast und Marmelade, Nudelsuppe, Tee, Kaffe, O-Saft und Früchten, dass ist doch herrlich und das 4 Tage lang ;).

Da ich von der Fahrt noch etwas müde war, chillte ich erst in meinem Zimmer. Es kostete nur 7 $ und ich hatte ein kleines Zimmer für mich alleine, mit geteiltem Badezimmer. Ich habe auch nicht mehr viel gemacht an dem Tag, außer mir die Stadt und abseits der Wege die Felder und Landschaften anzuschauen.

Auf Wanderschaft in den Bergen

Aussicht Trek

Am Abend buchte ich mit der Deutschen noch eine 2 Nächte/3 Tage Trekkingtour. Aus der wurde allerdings nichts. Denn am nächsten Morgen regnete es aus Strömen. Da war ich Baff, denn ich hatte mich hier in Myanmar auf 4 Wochen Sonne eingestellt ;). Naja, jedenfalls sah es nicht nach Besserung aus und so sagten wir die Tour ab. Es regnete die meiste Zeit des Tages und so war es eine gute Entscheidung. Der Tag Bestand also überwiegend aus entspannen und zwischendurch wurde mal ein Fruchtshake bei Mr. Shake getrunken.

Am nächsten Tag war das Wetter aber klasse und so gingen wir jetzt auf Wanderschaft, aber nur 1 Nacht/2Tage und das zusammen mit dem Engländer, mit dem ich in Yangon das Zimmer geteilt habe. Der war nämlich auch zufällig in dem Hotel hier untergekommen ;).

Die Trekkingtour war sehr cool und mit ca. 30 Grad ist es hier in Hsipaw sehr angenehm von den Temperaturen her. Unser Guide, 18 Jahre, konnte zwar nicht so gut Englisch, aber die Kommunikation klappte trotzdem ganz gut. Wir wanderten dann über Felder und hoch auf kleine Berge und hatten schöne Ausblicke auf die Landschaften und Täler. Natürlich war alles etwas trocken, aber es ist ja auch Trockenzeit und keine Regenzeit. Es ging auch noch kurz durch den Dschungel und abends, zum Anbruch der Dunkelheit, sind wir dann in dem 700 Seelendorf angekommen.

In der kleinen Hütte aus Holz, war bereits die Familie über einem offen Feuer fleisig am kochen. Licht gab es hier nur von drei schwachen Glühbirnen.

Dorfbewohner

Es gab Reis, verschiedene Currys und natürlich Tee. Es wurden uns auch die typischen Zigarren hier angeboten und da griff ich auch mal zu, auch wenn ich sonst nicht rauche. Wir gingen dann auch früh ins Bett und legten uns auf die dicken Decken auf dem Holzboden.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich früh aufstehen und den Sonnenaufgang anschauen, aber daraus wurde nichts. Es regnete wieder die ganze Zeit und so frühstückten wir entspannt in der Hütte. Es gab wieder Reis, Nudeln und Gemüse dazu. Wir warten bis der Regen aufhörte und wanderten dann weiter. Es war ziemlich nebelig und auch sehr, sehr matschig. Unsere Schuhe wurden gefühlt drei Kilo schwerer, da sich der ganz Schlamm festsetzte. Es ging auch wieder durch einen Dschungel und diesmal nur bergab, ungefähr 45 Minuten lang. Das war sehr anstrengend, denn es war mega rutschig auf den ganzen Blättern, dem matschigen Boden und den glatten Steinen. Es hat sich aber komischerweise keiner hingelegt ;).

Am Ende wurde das Wetter wieder besser und wir sind noch mit einem großen Tuk-Tuk zu den Hot-Springs gefahren. Dort fanden wir zwei kleine Pools, die aber von Beton umgeben waren und nicht, wie gedacht, mitten in der Natur waren. Wir gingen rein und es war zu Anfang mega heiß, aber wir gewöhnten uns schnell daran. Das Wasser sah nicht wirklich einladend aus und die Einheimischen waschen sich teilweise darin. Trotzdem tat es gut ;).

Müde, aber glücklich, kamen wir wieder ins Hotel und machten nur noch einen Ruhigen. Am nächsten Morgen sind wir wieder in der gleichen Formation weitergereist. Es sollte nach Pyin Oo Lwin gehen und das mit dem Zug, die sollte nämlich mehr als sehenswert sein. Wir hatten Glück denn die drei Tage vorher ist der Zug nicht gefahren, da er aus den Gleisen gesprungen ist. War natürlich auch schön zu hören, dass so etwas passieren kann ;).

Aussicht Trek 2

7 Stunden, mit 20 km/h, nach Pyin Oo Lwin

Aussicht Zug

Die Zug war noch einfacher ausgestattet als in Sri Lanka, zumindest in der billigsten Klasse. Der Zug wackelte ordentlich und ich bin immer noch überrascht, dass kein Wagon umgekippt ist, denn wie die teilweise gewackelt haben, war schon abenteuerlich, wir fuhren auch nur 20-30 km/h. Daher konnte ich mich nicht wie in Sri Lanka einfach an die Tür setzten, sondern saß auf meinen normalen Sitz.

Ich Bruecke

Die Landschaft war wirklich toll und es ging vorbei, an kleinen Bergen, Melonen- und Reisfeldern und vielen mehr. Das Highlight, der über 7 Stunden Fahrt, kam am Ende. Dort ging es nämlich über das Goteik Viadukt. Dies ist eine 102 Meter hohe und 689 Meter lange Brücke. Du kannst direkt in den Abgrund blicken und für Leute mit Höhenangst wird es keine schöne Fahrt, welche etwa 5 Minuten dauert. Aber die Aussicht ist toll ;).

Nachtmarkt, Botanischer Garten und Wasserfall

Wasserfall

in Pyin Oo Lwin angekommen, suchten wir uns ein Hotel und fanden eins für 10 $ das Zimmer, aber ausnahmsweise mal ohne Frühstück. Wir informierten uns nur noch über unsere Weiterverbindung, denn von nun an trennten sich die Wege von uns Dreien. Ich wollte nach Mandalay, der Engländer nach Bagan und die Deutsche nach Yangon. Wir entdeckten noch den Nachtmarkt, der klein aber fein war. Es gibt dort nur Essensstände und wir aßen uns schön durch.

Meine Bilder mache ich übrigens mit der Sony DSC-RX100 II

Am nächsten Tag gönnten wir uns drei Motorradtaxis, und es ging zuerst zu den … Wasserfall. Auf dem Bild sah dieser nicht wirklich spektakulär aus, aber er war wirklich wunderschön und ich war total positiv überrascht. Der Weg runter ging die ganze Zeit bergab, über eine Sandstraße, aber wir gingen natürlich und ließen uns nicht von den Rollern fahren ;).

Nach dem Wasserfall ging es weiter zum Botanischen Garten, der ziemlich groß ist und sich auch sehr gelohnt hat. Es waren sehr viele Einheimische dort und machten ein Picknick. In der Mitte gab es einen sehr großen See und es gab viele verschieden Abschnitte, mit Blumenbeeten, verschiedenen Wäldern, Sümpfen und auch Gehege mit Tieren. Es gibt unteranderem ein tolles begehbares Vogelgehege mit verschiedenen Hornbills und anderen Vögeln.

Bot Gar

Leider hatten wir nicht genug Zeit den ganzen Garten zu sehen, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Abends gingen wir wieder zum Nachtmarkt und am nächsten Tag gingen wir alle getrennte Wege.

Auf nach Mandalay und faul sein

Bridge

Ich machte mich dann alleine, in einem offenen Pick-Up, auf die 2-stündige Fahrt nach Mandalay. Ich suchte mir ein Hotel direkt in Downtown und es kostete wieder nur 10 $ und das Zimmer war ganz oben auf dem Dach. Ich hatte somit eine spannende, aber nicht allzu schöne Aussicht auf Mandalay.

Hier war ich nur 2 Tage und eine Nacht. Getan habe ich nicht wirklich viel. Ich war irgendwie faul :). So lief ich nur etwas in der Innenstadt rum, welche aber nicht den Charme von Yangon hat. Ich checkte am nächsten Tag aus und nutzte das Internet in der Lobby. Erst abends ging mein Bus zum Inle Lake und so entschied ich spontan doch noch etwas von Mandalay zu sehen und fuhr zum Mandalay Hill. Es dauert ca. 30 Minuten um ganz oben zu sein und die Sicht war leider sehr diesig, daher war die Aussicht auch nicht berauschend. Der Tempel war auch nichts besonderes und so ging ich direkt wieder runter, aber einen anderen Weg. Der hat sich gelohnt, von dort könnte ich nämlich auf das Pagodenfeld schauen, welches sich östlich des Hügels befindet, wenn man unten vorsteht.

Danach ging es zum Hotel und ich gönnte mir den Luxus und bestellte ein Motorradtaxi, welches mich erst zur U-Bein-Bridge, die längste Teak-Holz-Brücke der Welt (1,2 km lang) und dann zum Busbahnhof brachte. Die Brücke war sehr cool und ist ein toller Platz für den Sonnenuntergang. Hier waren natürlich auch mega viele Touristen.

Nach dem Sonnenuntergang ging es zum Busbahnhof und es ging 8 Stunden lang zum Inle Lake.

Warum ich dort die Nacht durchmachte und wie es mir bei meinen letzten beiden Stationen in Hpa-An (im Süden) und wieder in Yangon gefallen hat, erfährst du die Tage im letzten Teil meiner Tagebucheinträge für Myanmar.

Hier findest du meine bisherigen Tagebucheinträge.

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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