Montag , 1 Mai 2017
Die Reise geht weiter… – Tag 32 – 38

Die Reise geht weiter… – Tag 32 – 38

Lange hat es gedauert nun gibt es meinen ersten Eintrag zu Myanmar. Gerade noch bevor ich am Montag nach Laos weiterfliege. Wie schon bei meinem letzten Sri Lanka Eintrag wollte das Internet nicht so wie ich wollte, aber so ist das nun mal ;). Hier erfährst du nun wie es mir in Yangon und Bagan ergangen ist.

Als ich abends aus Kuala Lumpur in Yangon angekommen bin, habe ich mich direkt mit Geld eingedeckt, da ich nicht wusste wie es, zumindest in den kleinen Orten, mit ATM´s aussah. Daher hob ich gleich mal 300.000 Kyat ab, dass entspricht etwa 220 €. Damit sollte ich erstmal eine Zeit lang auskommen.

Ich habe gleich noch weitere Backpacker getroffen und wir haben uns zusammen ein Taxi geteilt, denn das ist so ziemlich der einzige Weg weg von dem Flughafen zu kommen.

Das Hostel (Backpacker Bed & Breakfast*) gehört mit zu den besten Unterkünften die ich je in Asien hatte, zumindest was das Low-Budget Niveau angeht. Ich habe ein 2er-Dorm gehabt, zusammen mit einem Engländer. Das Zimmer buchte ich, wie einige andere Unterkünfte auch, bereits vorher. In Myanmar sind die Unterkünfte in manchen Orten teilweise begrenzt, so dass die günstigen Unterkünfte bereits weg sein könnten.

Yangon, meine neue Lieblingsgroßstadt in Asien

Shwedagon hoch Collage

Am nächsten Morgen habe ich mir eine Pagode am Fluss angeschaut und mich quer durch die Streetfoodstände gefuttert, da habe ich gleich gemerkt was ich an Sri Lanka vermisst habe, das typische asiatische Streetfood ;). Das findest du gerade in Downtown, besonders entlang der Hauptstraßen und es ist unglaublich günstig, zwischen 100 und 1000 Kyat (8-50 Cent) kosten die Gerichte bzw. die frittierten Teile oder Getränke. Hier in Yangon war es gleich mal über 35 Grad und das war in Myanmar noch nicht das Ende.

Zuckerstange Drink

Zuckerstange Drink

Abends habe ich zusammen mit dem Engländer die berühmte Shwegadon Pagode angesehen, da es bereits dunkel war, wurde sie beleuchtet und das sah sehr beeindruckend aus. Neben uns waren noch unzählige andere Touristen und Locals dort.

Shwedagon hoch Collage 2

Am nächsten Tag hatte ich mir einen Übernachtbus nach Bagan gebucht. Ab jetzt sollen auch die langen Busfahrten losgehen. In Sri Lanka waren die Fahrten im Schnitt so 2-3 Stunden lang und die längste Fahrt ging 6 Stunden. Meine erste Fahrt in Myanmar sollte gleich mal über 8 Stunden gehen. Bevor es abends aber losging, habe ich noch den Peoples Park, direkt neben der Pagode, angeschaut und laut Lonely Planet sollte der Eintritt 5000 Kyat kosten, er betrug aber nur 300 Kyat, naja muss wohl ein Druckfehler sein ;). Der Park war ganz schön und ich hatte schöne Ausblicke auf die Pagode. Allerdings wäre er keine 5000 Kyat wert gewesen.

Ich kann nicht genau sagen warum, aber Yangon hat mir super gefallen, die Stadt hat einfach das Gewisse etwas :).

Auf nach Bagan

Spätnachmittags habe ich mich mit meinem Gepäck zur nicht weit entfernten Townhall gemacht, von dort kannst du Minivans anhalten, die dich, zur außerhalb liegenden, Busstation bringen. Der Van kostet nur 1000 Kyat und nicht bis zu 8000 Kyat für das Taxi. Ich brauchte aber geschlagene 45 Minuten um so einen Van zu bekommen, entweder waren die schon voll oder sie wollten mich, aus mir nicht bekanntem Grund, nicht mitnehmen. Dann kam auch einige Zeit keins. Als ich schon fast ein Taxi genommen hätte, hat mich doch noch ein Van mitgenommen. Nach über 1,5 Stunden Fahrt kam ich an dem riesigen Busbahnhof an und der Fahrer brachte mich direkt zu der Busfirma.

Der Bus war klasse, es war ein VIP Bus mit viel Beinfreiheit, Decke, Wasser, rückklappbaren Sitz und sogar mit Fernseher in jedem Sitz, wo du eine große Auswahl an internationalen Filmen hast. Ich habe versucht zu schlafen und ein paar Stunden tat ich das auch, gegen 4:30 Uhr am nächsten Morgen, sind wir an dem Busbahnhof, etwas außerhalb Bagans, angekommen.

Ich habe mir ein überteuertes Taxi mit 2 anderen geteilt und ich kam dann schließlich um 5 Uhr in meinem Hotel im Ort New Bagan an. Dieses gehörte, wie das in Yangon, zu meinen besten Unterkünften in Asien (Bagan Central Hotel*). Mein 2er-Dorm war natürlich noch nicht frei und so habe ich es mir, wie manch andere auch, auf den Bänken in der Lobby gemütlich gemacht. Einige haben dort auch noch mal geschlafen.

Mit dem Fahrrad zu den Pagoden

Tag 1

Als ich dann gegen 8 Uhr in mein Zimmer konnte, habe ich meine Sachen reingebracht und meinen kleinen Rucksack gepackt und mir direkt ein Fahrrad ausgeliehen. Geschätzte 90 % der Leute leihen sich ein E-Bike, die anderen 10 % haben ein Fahrrad oder eine Pferdekutsche als Fortbewegung.

Meine Bilder mache ich übrigens mit der Sony DSC-RX100 II

Zum Glück war es noch nicht so heiß, aber das änderte sich schnell. Denn im Laufe des Tages sollte es deutlich über 35 Grad werden. Ich zog es aber durch und bin auch in der Mittagshitze gefahren, komischerweise kam ich damit gut klar. Ich machte mich also auf den Weg zu den ersten Pagoden und Tempeln. Ich habe mir für den ersten Tag die eher unspektakuläre Route ausgesucht, welche Näher an New Bagan lag. Wollte mir das Beste sozusagen zum Schluss aufheben. Es gibt eine Hauptstraße, allerdings musste ich um zu vielen Tempeln zu kommen die Straße verlassen und über Sandstraßen fahren, die mir das Fahren teilweise sehr schwierig gemacht haben. So bin ich auch einige Male im Sand stecken geblieben.

Als es dann ca. 14 Uhr wurde, ging ich auf einen großen Tempel und hatte die beste Aussicht des Tages. Hier blieb ich auch geschlagene 4 Stunden!!! Zum einen war es einfach nur heiß, zum zweiten war ich von der Busfahrt total müde und zum dritten wollte ich mich bei der Hitze nicht noch weiter zu den anderen beiden Tempeln auf meiner Liste durch den Sand quälen.

Ich blieb also oben, habe gepicknickt und mich die meiste Zeit mit einer Amerikanerin und ihrem Guide unterhalten. Er gab mir auch die hier, wie auch in Sir Lanka, so berühmt und berüchtigte Betelnuss. Das in einem Blatt mit Kalk, Betelnuss, Tabak und anderen Gewürzen gepackte kleine Paket, steckte ich mir in den Mund und kaute ein paar Minuten drauf rum. Es war einfach nur ekelig und schmeckte überhaupt nicht. Es wurde etwas scharf und sehr warm in meinem Mund. Ich spuckte es dann schnell wieder aus. Warum das so viele Burmesen kauen bleibt mir ein Rätsel, muss wohl am günstigen Preis liegen, denn die Zigarren hier schmecken deutlich besser ;).

Ich schaute mir auf den Tempel noch den Sonnenuntergang an, der da für sehr bekannt war und das sah ich auch an den viele Touristen die noch kommen sollten, gut das ich mir bereits einen guten Platz gesichert habe. Im Dunkeln ging es dann wieder zurück zu meinem Hostel. Das Fahrrad hatte natürlich kein Licht, daher musste meine Stirnlampe herhalten, genauso wie die andern beiden Tage.

Sunset

Am mittlerweile 36 Tag meiner Reise fuhr ich wieder mit dem Fahrrad zu unzähligen Pagoden und Tempeln. Den Sonnenaufgang habe ich mir heute noch nicht „angetan“, ich wollte lieber ausschlafen. Heute standen einige sehr schöne und große Tempel auf dem Programm und zum Sonnenuntergang ging es wieder auf einen Tempel hoch. Ich traf dort eine Deutsche, mit der ich später noch einige Zeit herum reisen sollte.

Wir blieben bis es fast komplett dunkel wurde auf dem Tempel. Der Tempeleingang war auch bereits abgeschlossen, aber die nette Dame hat gesehen, dass wir runter kamen und schloss wieder auf ;).

Flop-Ausflug und weitere Tempel

Ich konnte mich am nächsten Morgen wieder nicht überwinden und habe mir den Sonnenaufgang wieder nicht angesehen, aber ich hatte ja noch eine Chance ;). Ich nahm eine kurze Pause von den Tempel und fuhr auf einen kleinen 5 Stunden Ausflug zum Mount Popa, der die Reise nicht Wert war :). Dort habe ich mir einen Tempel auf einem kleinen Berg angesehen.

Die Aussicht wäre bestimmt toll gewesen, aber es war so diesig, dass ich wenig sehen konnte. Bis zum Tempel dauerte es keine halbe Stunde. Ich ging, wie so oft in Myanmar, Barfuss die Treppen bis nach oben. Der Tempel war auch nichts besonderes und andauernd wollte irgendein Mönch oder einer der Reinigungskräfte eine Donation haben. Das einzig interessante waren die Affen.

Als ich am frühen Nachmittag wieder im Hotel war, nahm ich wieder mein Fahrrad und machte mich wieder auf den Weg zu dem Tempeln. Ich suchte mir wieder einen anderen Tempel für den Sonnenuntergang und hatte hier den Schönsten, von den drei Tagen.

Ich bin vorher noch in den Ort Nyaung-U gefahren und wollte mich über eine Busverbindung schlau machen, denn es sollte am nächsten Tag direkt nach Hsipaw gehen. Von der Deutschen, am Tag vorhe, habe ich gehört, dass es eine Direktverbindung dorthin gibt, von der aber irgendwie keiner wusste. Sie sagte sie hätte den in Nyaung-U gebucht. So habe ich einige Agenturen gefragt und wurde schließlich fündig. Da ich aber noch überlegen wollte ob ich nicht doch wo anders hinfahre, fragte ich, ob es reicht, wenn ich mich am nächsten Morgen entscheide, was mir positiv beantwortet wurde.

Endlich zum Sonnenaufgang

Sunrise

In den letzten Stunden meines Bagan Aufenthalts kam ich doch noch zu meinen Sonnenaufgang, der wirklich wunderschön ist, obwohl ich noch Pech hatte und an diesem Morgen, warum auch immer, keiner der vielen Heißluftballons aufgestiegen sind. Trotzdem war der Sonnenaufgang wunderbar. Es waren wieder unzählige Menschen versammelt und viele mit großen Stativen bewaffnet. Gut das ich fast der erste hier war und mir gleich den besten Platz sichern konnte. Da hatte sich das frühe Losfahren (5:15 Uhr) ja gelohnt.

Ich war auch so ziemlich der letzte der ging, ich habe noch die tolle Aussicht genossen bis es richtig hell wurde. Dann ging es zur Busagentur nach Nyaung-U und es kam wie es kommen musste, der Bus nach Hsipaw, wo wofür ich mich nun entschieden hatte, war ausgebucht. Es war also doch ein Problem es am nächsten Tag zu buchen. Naja, so entschied ich ganz spontan, dass ich erst nach Mandalay fahre und dort versuchen wollte noch einen Bus nach Hsipaw zu finden.

In Mandalay, am Nachmittag angekommen, fand ich tatsächlich noch eine Verbindung und ich erreichte Hsipaw nachts um 1:30 Uhr.

Da ich erst eine Übernachtung für den nächsten Tag gebucht hatte, musste ich also noch etwas finden, ob ich das geschafft habe und wo ich dann letztendlich geschlafen habe, erfährst du im nächsten Eintrag ;).

Hier findest du noch meine drei Einträge aus Sri Lanka:

Tag 1-6
Tag 7-14
Tag 15-31

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Daniel Panhorst

Ich bin Daniel und schreibe hier über meine Erlebnisse rund um die Welt. Am liebsten Reise ich auf eigene Faust, heißt ohne gebuchte Tour oder sowas, ich will die Natur und die Länder selber erkunden und möglichst unabhängig sein.

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